WEB LEXIKON: Ein Blick zurück
Hauptseite | Aktueller Wikipedia-Artikel

Sallust



C. Sallustius Crispus ("der Krauskopf") war ein römischer Geschichtsschreiber und Politiker. Er lebte vom 1. Oktober 86 v. Chr (Amiternum) bis zum 13. Mai 35 v. Chr (Rom).

Über seine Jugend ist nur wenig bekannt, auch der Rest seines Lebens ist nur bruchstückhaft festgehalten.

Bereits als junger Mann ging er nach Rom, um sich zu bilden.

55 v. Chr bekleidete er das Quaestoramt. 52 v. Chr arbeitete er als Volkstribun gegen Cicero.

Sein Lebenswandel war sehr locker, 50 v. Chr wurde er durch den Zensor App. Claudius Pulcher aus dem Senat geworfen. Eine Vermutung ist auch, dass er wegen der Nähe zu Caesar diese Degradierung empfing.

Im römischen Bürgerkrieg kämpfte er an der Seite Caesars gegen Pompeius. Nach der Schlacht von Thapsus 46 v. Chr wurde er als Proconsul cum imperio (Prokonsul mit außerordentlicher Amtsgewalt) über die Provinz Africa Nova (Tunesien) eingesetzt.

Sein Amt als Proconsul nutzte er schamlos aus und raubte innerhalb kürzester Zeit große Reichtümer zusammen. Eine Klage gegen ihn konnte mit Hilfe Caesars verhindert werden.

Von seinen Reichtümern kaufte Sallust sich große Anwesen auf dem Monte Pincio in der Nähe der Spanischen Treppe und der Via Sistina, die sogenannten Horti Sallustiani. Dorthin zog er sich nach Caesars Ermordung 44 v. Chr aus der Politik zurück und widmete sich geistigen Wissenschaften.

Schriftstellerisches Schaffen

Nach seinem Rückzug aus der Politik widmete sich Sallust der Geschichtsschreibung. In den Vorworten seiner Werke schreibt er immer als erstes eine Legitimation dafür, dass er sich aus der Politik zurückgezogen hatte und sich geistiger Wissenschaft widmete.

Sallust führte die römische Geschichtsschreibung zu ihrem ersten Höhepunkt. An griechische Traditionen anknüpfend sah er die Geschichtsschreibung als Kunstwerk an. Für ihn waren chronologische Darstellung und Korrektheit von geringerem Belang. Sein Augenmerk lag auf Spannung und kunstvolle Gestaltung der Werke.

Vorbild für ihn war der griechische Geschichtsschreiber Thukydides.

Zentrale Begriffe seiner Werke

Die Bürgerkriege sah er als die unmittelbare Folge der Verkommenheit der Patrizier. Er prangerte vor allem "avaritia" (Habsucht) und "luxuria" (verschwenderischer Lebenswandel, Luxus) an.

"Avaritia" sah er als Egoismus an, der den einzelnen Bürger vom Gedanken der rei publica entfremdete. Sallut prangerte die "luxuria" als den privaten Überfluss an, in den sich jeder Bürger flüchtete, um das eigene Wohl zu befriedigen.

Werke

  1. historiae (Geschichtsdarstellung der Jahre 78 v. Chr bis 67 v. Chr, Fragment)
  2. de coniuratione Catilinae (über die Verschwörung des Catilina)
  3. Briefe an Caesar (aus den Jahren 50 v. Chr bis 46 v. Chr; Authentizität angezweifelt)
  4. de bello Iugurthino (über den Krieg gegen Jugurtha)




     
Das Web Lexikon "Ein Blick zurück" bietet die Moeglichkeit auf einfache Art und Weise in den "alten" Wikipedia-Beiträgen zu blättern. Das Lexikon spiegelt den Stand der freien Wikipedia-Enzyklopädie vom August 2004 wider. Sie finden hier in rund 120.000 Artikel aus dieser Zeit Informationen, Erklärungen, Definitionen, Empfehlungen, Beschreibungen, Auskünfte und Bilder. Ebenso kommen Begriffserklärung, Zusammenfassung, Theorie, Information, Beschreibung, Erklärung, Definition und Geschichte nicht zu kurz. Ein Lexikon das Auskunft, Bericht, Hinweis, Bedeutung, Bild, Aufklärung, Darstellung und Schilderung zu unterschiedlichsten Themen kompakt auf einer Seite bietet.
Impressum ^ nach oben ^