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Russland



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(Details) (Details)
Amtssprache Russisch, Sprachen der Nationalitäten in den Teilrepubliken
Hauptstadt Moskau
Staatsform Präsidialrepublik
Präsident Wladimir Putin
Ministerpräsident Michail Fradkow
Fläche 17.075.400 km²
Einwohnerzahl 147.000.000 (Stand 2003)
Bevölkerungsdichte 8 Einwohner pro km²
Gründung 12. Juni 1990 (Ausrufung)
26. Dezember 1991 (Zusammenbruch der Sowjetunion)
Währung Rubel
Zeitzone MEZ +2 bis +12
Nationalhymne Hymne der Russischen Föderation
Kfz-Kennzeichen RUS
Internet-TLD .ru
Vorwahl +7
Russland (russisch Россия), offiziell Russische Föderation (russisch Российская Федерация ), ist der flächenmäßig größte Staat der Erde. Sein Gebiet umfasst große Teile von Osteuropa und Nordasien. Der alte ostslawische Name für das Gebiet des europäischen Russlands war Rus (siehe Kiewer Rus), der davon abgeleitete mittelalterliche lateinische Name war Ruthenia, in latinisierter slawischer Version Russia (ab dem frühen 18. Jahrhundert Rossija).

Wörtlich übersetzt bedeutet Rossijskaja Federazija ‚Russländische Föderation‘ (von Rossija ‚Russland‘). Man hat bewusst nicht Russkaja Federazija (‚Russische Föderation‘) als Staatsbezeichnung gewählt, um auch die nicht-russischen Ethnien einzubeziehen. Ist von dem russischen Volk oder der russischsprachigen Kultur die Rede, spricht man daher im Russischen von russkij (m)/russkaja (f)/russkoje (n) ( ‚russisch‘). Ist dagegen von den Staat Russland betreffenden Sachverhalten die Rede, verwendet man das Adjektiv rossijskij (m)/rossijskaja (f)/rossijskoje (n).

Table of contents
1 Geschichte
2 Geographie
3 Klima
4 Politik
5 Bevölkerung
6 Verkehr
7 Wirtschaft
8 Kultur
9 Militär
10 Literatur
11 Weblinks

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Russlands

Die früheste Geschichte des eigentlichen, europäischen Russlands (für die Geschichte des asiatischen Teils, siehe Geschichte Sibiriens) ist im Norden geprägt von finno-ugrischen Völkern und Balten, und im Süden von den indogermanischen Steppenvölkern des Kurganvolks, der Kimmerier, Skythen, Sarmaten und Alanen; später kamen hier noch Griechen, Goten, Hunnen und Awaren hinzu. In der Mitte, zwischen Dnjepr und Bug, fand die Ethnogenese der slawischen Völker statt, die sich ab dem 6. Jahrhundert auch nach Norden und Osten auszudehnen begannen.

Ab dem 8. Jahrhundert befuhren schwedische Wikinger die osteuropäischen Flüsse, gründeten Städte und Siedlungen und vermischten sich mit der slawischen Vorbevölkerung. Diese auch Waräger oder Rus genannten Kriegerkaufleute waren maßgeblich an der Gründung des ersten ostslawischen Staates, der "Kiewer Rus" mit Zentren in Kiew und Nowgorod, beteiligt. Im südlichen Steppengebiet und an der Wolga waren hingegen Reiche der aus Asien eingeströmten Turkvölker der Chasaren und Wolgabulgaren entstanden, mit denen die Rus Handel trieben, aber auch mehrfach Kriege führten. Intensive Kontakte mit dem Byzantinischen Reich führten schließlich 988 zur orthodoxen Christianisierung der Kiewer Rus.

Im 12. Jahrhundert begann die Kiewer Rus zu zerfallen, was es den ab 1223 einfallenden Mongolen erleichterte die zerstrittenen russischen Fürstentümer zu unterwerfen. Die Goldene Horde beherrschte nun für zwei Jahrhunderte einen großen Teil Russlands, ein anderer Teil wurde dem Großfürstentum Litauen eingegliedert. Das Großfürstentum Moskau konnte sich schließlich von der mongolischen Fremdherrschaft befreien, und Großfürst Iwan IV ließ sich 1547 zum ersten "Zaren der ganzen Rus" krönen. Unter seiner Herrschaft begann auch die Eroberung Sibiriens, die russische Kosaken erstmals im 17. Jahrhundert bis an den Pazifik brachte.

An der Wende zum 18. Jahrhundert öffnete Zar Peter der Große das archaische russische Reich westeuropäischen Einflüssen und förderte Wissenschaft und Kultur. Zarin Katharina die Große ging Peters Weg weiter und betrieb konsequent Expansionspolitik, im Laufe derer sie die Schwarzmeerküste von den Türken eroberte (siehe Türkenkriege) und sich an den Polnischen Teilungen beteiligte. 1812 fielen Napoleons Truppen in Russland ein und eroberten Moskau, wurden schließlich jedoch vernichtend geschlagen. Bald darauf zog Zar Alexander I als "Retter Europas" in Paris ein. Russland war nun die führende Macht in Europa und erlebte ein goldenes Zeitalter.

Ab 1825 gab es im unzufriedenen Volk und bei der Intelligenzija immer wieder Unruhen und Attentate (siehe Dekabristen), und in den 1860er Jahren kam es endlich zur Aufhebung der Leibeigenschaft. Trotz erheblicher Industrieproduktion (Stahl, Kohle, Öl, Militärbedarf) geriet Russland immer mehr ins Hintertreffen gegenüber den westeuropäischen Großmächten. Die Industrialisierung drang nicht in die ländlichen Provinzen des Riesenreichs vor, und mangelnde Infrastruktur, die Armut der Arbeiter und Bauern und die fehlende Demokratisierung bereiteten große Probleme, wie das Zarenreich erstmals im Krimkrieg und schliesslich 1905 bei der Niederlage gegen Japan schmerzlichst erfahren musste. Allerdings war Zar Nikolaus II anscheinend unfähig aus diesen Fehlern zu lernen, wirkliche Reformen blieben aus. Ein weitgehend funktionsloses Parlament, die Duma, das er notgedrungen genehmigt hatte, ließ er kurze Zeit später wieder auflösen.

Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, erfasste das Land neuerlich eine patriotische Welle. Die anfänglichen Erfolge, vor allem gegen Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich, wurden jedoch bald abgelöst von einem zermürbenden Stellungskrieg, bis schließlich 1917 die Moral der russischen Soldaten nachgab und die Front zusammenbrach. Die Unzufriedenheit der Bevölkerung und die desolate Versorgungslage waren die Ursachen, und der Zar wurde zum Abdanken gezwungen. Eine bürgerliche Regierung unter Kerenski kam an die Macht, der bald darauf die von Lenin und den Bolschewiki initiierte Oktoberrevolution ein Ende machte. Im darauffolgenden Bürgerkrieg zwischen roten und weißen Kräften, der Millionen Menschen das Leben kostete, gingen die Kommunisten als Sieger hervor. Im Laufe des Bürgerkriegs verlor Russland 1920 Teile Weissrusslands und der Ukraine (="Ostpolen") an Polen. Aus Russland wurde unter Einbeziehung der vorherigen russischen Kolonie Sibirien die Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik (RSFSR), die den wichtigsten Teil der Sowjetunion darstellte.

Am 30. Dezember 1922 wurde der Zusammenschluss aller sowjetischen sozialistischen Republiken zur UdSSR beschlossen und eine staatlich kontrollierte Wirtschaftspolitik ausgerufen. Die Sowjets wurden als Eigentümer von Boden und Produktionsmitteln erklärt. Lenins Tod am 21. Januar 1924 führte zu einem erbitterten Nachfolgekampf, im dem sich Josef Stalin gegen Leo Trotzki durchsetzte. Stalin festigte seine Macht durch gezielten Terror gegen seine Widersacher. Seit 1928 wurde die staatliche Wirtschaft 5-Jahresplänen unterworfen, die Industrialisierung und Infrastruktur, speziell im asiatischen Teil des Landes, vorangetrieben und die Landwirtschaft kollektiviert.

Im August 1939 unterschrieb Stalin einen geheimen Nichtangriffspakt mit Hitler und sicherte sich die Eingliederung der ostpolnischen Gebiete, des Baltikums und Bessarabiens. Nach dem Überfall Deutschlands auf Russland am 22. Juni 1941 trat Russland an der Seite der Alliierten in den zweiten Weltkrieg (in Russland Großer Vaterländischer Krieg genannt) ein. Große Teile der westlichen Landesteile wurden verwüstet, bei der Belagerung Leningrads verhungern über eine Million Zivilisten. Die Rote Armee fügt den deutschen Truppen bei Moskau, Stalingrad und Kursk schwere Niederlagen zu. Zu Ende des Krieges besetzten sowjetische Truppen schliesslich japanisches Gebiet im Fernen Osten (Mandschurei, Karafuto, Kurilen). 1945 bekam die RSFSR nach dem Potsdamer Abkommen das ehemalige nördliche Ostpreußen, die heutige Kaliningrader Oblast, hinzu. Nach Ende des Krieges, aus dem die UdSSR als Siegermacht hervorging, entfremdete sich die Sowjetunion jedoch zunehmend von den Alliierten und sicherte sich grossen Einfluss auf die angrenzenden Länder Polen, Bulgarien, Rumänien, Ostdeutschland, Tschechoslowakei, Ungarn und zeitweise Albanien, wo Hunderttausende sowjetische Soldaten stationiert blieben. Der Kalte Krieg dominiert bis 1989 die Weltpolitik.

1957 schenkte Nikita Chruschtschow die bis dahin russische Halbinsel Krim der Ukraine.

Russland hat im Jahre 1991 als größte ehemalige Sowjetrepublik das Erbe der Sowjetunion angetreten. Siehe hierzu auch Auflösung der UdSSR.

Unter Boris Jelzin befand sich Russland in einer sehr unstabilen Phase des wirtschaftlichen Niedergangs. Nach dem Amtsantritt Wladimir Putins 2000 stabilisierte sich die politische und wirtschaftliche Lage jedoch. Ein international beachteter Konfliktherd blieb jedoch die Situation in der abtrünnigen Republik Tschetschenien.

Geographie

Nachbarländer & Meere

Russland grenzt (entgegen dem Uhrzeigersinn) an Norwegen, Finnland, die Ostsee, Estland, Lettland, Weißrussland, die Ukraine, das Schwarze Meer, Georgien, Aserbaidschan, das Kaspische Meer, Kasachstan, China [erster (etwa 50 km langer) Grenzabschnitt], die Mongolei, China [zweiter (knapp 2.000 km langer) Grenzabschnitt], Nordkorea (8 km lange Grenze), den Pazifischen Ozean und an das Nordpolarmeer. Die Exklave Kaliningrad grenzt an Litauen und Polen und ist wie das Mutterland Ostsee-Anrainer.

Großlandschaften

Russland gliedert sich geographisch hauptsächlich in diese Großlandschaften auf (West-Ost-Richtung):

Flüsse & Ströme

Die wichtigsten Flüsse und Ströme sind (alphabetisch sortiert; die wichtigsten Flüsse sind fett gedruckt):

Amudarja, Amur, Angara, Bureja, Chor, Dnjepr, Don, Düna, Indigirka, Irtysch, Jenissei, Kama, Kolyma, Kuban, Lena, Memel, Moskwa, Newa, Ob, Oka, Petschora, Pregel, Seja, Selenga, Syrdarja, Tobol, Tschulym, Tunguska: Steinige & Untere Tunguska, Ural, Ussuri, Wjatka, Wolchow, Wolga.

Gebirge

Die Gebirge sind (alphabetisch sortiert):

Altai, Baikalgebirge, Chibinen, Kaukasus, Kolymagebirge, Putoranagebirge, Sajangebirge, Stanowojgebirge, Stanowojhochland, Tannu-ola-Gebirge, Tscherskigebirge, Ural, Werchojansker Gebirge.

Städte & Inseln

Klima

Große Teile des Landes sind vom
Kontinentalklima mit heißen Sommern und sehr kalten Wintern geprägt. Die vier Klimastationen Moskau, Jekaterinburg, Nowosibirsk und Bomnak liegen alle etwa auf 55° nördlicher Breite von West nach Ost. An ihnen läßt sich die zunehmende Kontinentalität mit immer ausgeprägteren Differenzen zwischen dem wärmsten und kältesten Monat des Jahres gut erkennen. Im Nordosten Sibiriens liegt der Kältepol der Nordhalbkugel.

Die Klima- und Vegetationszonen verlaufen in Russland weitgehend breitenkreisparallelparallel, so dass stark schematisiert folgende Nord-Süd-Abfolge entsteht:

Klimazone
Klima
Vegetationszone Verbreitung
Polare Zone
Eisklimate
Kältewüste Inseln im Nordpolarmeer, nördlicher Teil der Taimyr-Halbinsel
Tundrenklimateklimate Kältesteppe (Tundra) 200-800 km breite Zone nördlich des Polarkreises, im Mittelsibirischen Bergland nördlich 70° nördlicher Breite
Gemäßigte Zone
Kaltgemäßigte Klimate
borealer Nadelwald, in Sibirien "Taiga" 1000-2000 km breite Zone nörlich der Linie Sankt Petersburg - Ufa - Irkutsk - Sachalin
Kühlgemäßigte Klimate sommergrüner Laub- und Mischwald im europäischen Russland das Dreieck St. Petersburg - Odessa - Ufa, in Westsibirien der Streifen Tscheljabinsk - Krasnojarsk; Amur-Gebiet
Trockenklimate der mittleren Breiten winterkalte Steppe
winterkalte Halbwüste
am Unterlauf von Don und Wolga, Nordkaukasus
Kaspische Senke
Subtropische Zone
Mittelmeerklima
Hartlaubwald Schwarzmeerküste zwischen Noworossisk und Krim

Politik

Russland bildete früher die mit Abstand größte und in jeder Hinsicht dominierende Teilrepublik der Sowjetunion und ist seit deren Auflösung im Dezember 1991 unabhängig. Mit Zustimmung der restlichen ehemaligen Sowjetrepubliken ist Russland Rechtsnachfolger der ehemaligen Sowjetunion. Nach einer Ära der Unsicherheit gewann Wladimir Putin im März 2000 die Präsidentschaftswahlen mit 52,94 Prozent der Stimmen. Ausgestattet mit einer großen Machtfülle stabilisierte er das Land, allerdings oft auf Kosten der Meinungs- und Pressefreiheit. Russland ist mit Weißrussland in der Russisch-Weißrussischen Union verbunden. Mit Weißrussland, Armenien, Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan bildet Russland ein militärisches Verteidigungsbündnis, der so genannte Rat für kollektive Sicherheit.

Siehe auch: Verwaltungsgliederung Russlands, Medien in Russland, GUS

Präsidentschaftswahlen 2004

Im März 2004 kam es kurz vor den Präsidentschaftswahlen zu einer Neubildung der russischen Regierung. Präsident Wladimir Putin ernannte den bisherigen Botschafter bei den Vereinten Nationen, Sergej Lawrow, zum neuen Außenminister. Der frühere Außenminister Igor Iwanow wurde zum Sekretär des russischen Sicherheitsrates bestellt.

Bevölkerung

Russland ist ein Vielvölkerstaat. So leben neben den Russen, die mit 81 ,5 % die Mehrheit der Bevölkerung stellen, noch fast 100 andere Völker auf dem Gebiet des Landes. Größere Minderheiten sind die Tataren, die Tschuwaschen, die Baschkiren und andere. Zu den kleineren Minderheiten zählen z. B. die Mescheten. Sie sprechen meistens Sprachen aus dem Kreis der Finno-ugrischen Sprachen, Turksprachen oder Mongolische Sprachen. Für die nicht-russischen Völker wurden Republiken mit weitgehender Autonomie errichtet. Ohne eigene autonome Republik leben 400.000 Polen zerstreut über ganz Russland. In den letzten Jahren erlebt Russland einen Bevölkerungsrückgang. Dennoch ist Russland eines der wichtigsten Einwanderungsländer der Welt. Herkunftsländer sind hierbei v.a. die ärmeren, südlichen ehemaligen Sowjetrepubliken Zentralasiens und des Kaukasus. Eine bedeutende Rolle unter den Einwanderern spielen Russen, die während der Sowjetzeit in anderen Teilrepubliken angesiedelt wurden und nun mit ihren Familien nach Russland zurückkehren.

Verkehr

Mit Abstand wichtigster Verkehrsträger in Russland ist die Eisenbahn, wichtigste Verkehrsachse ist die Transsibirische Eisenbahn. Durch sie und die abzweigenden Strecken wird das Land in West-Östlicher Richtung erschlossen. Zwischen den größten Städten Moskau und Sankt Petersburg pendelt seit wenigen Jahren ein Hochgeschwindigkeitszug.

Der Straßenverkehr hat vor allem im europäischen Teil Russlands Bedeutung für den Regionalverkehr innerhalb der Föderationssubjekte, der Luftverkehr ist in den nördlichen Gebieten wichtig, in denen verkehrsfeindliches Klima und ebensolche Gegebenheiten herrschen. Erst seit kurzem (2003) existiert eine durchgehende Straßenverbindung von der Ostsee zum Pazifik.

Wichtige Wasserstraßen sind die Wolga, die Kama, die Nischni Nowgoroder Oka, die Wjatka, der Don und die Kanäle, die diese Flüsse miteinander verbinden. Für den Verkehr zwischen dem russischen Kernland und der Exklave Kaliningrad ist der Fährverkehr sowie die Korridor-Eisenbahnverbindung durch Litauen und Weißrussland von Bedeutung.

Siehe auch: Kfz-Kennzeichen (Russland)

Wirtschaft

Russland ist ein ehemals realsozialistisches (kommunistisches) Land, in dem seit 15 Jahren der Kapitalismus restauriert wird. (Privatisierung).

Der Hauptteil des Bruttoinlandsproduktes wird durch den Reichtum an Bodenschätzen erwirtschaftet. Hierbei sind vor allem Erdöl und Erdgas, Metalle (Nickel, Platin, Gold u.a.) sowie Uran, Kobalt und Diamanten zu nennen. Nach dem Zerfall der Sowjetunion fiel die verarbeitende Industrie (Maschinenindustrie, Autoindustrie) in eine tiefe Krise. Seit einigen Jahren geht es aber mit diesem Industriezweig wieder bergauf, nachdem sich die russischen Erzeugnisse als einfacher und preiswerter als westliche Konkurrenzprodukte profilieren konnten und so Märkte v.a. in der GUS wiedererschlossen wurden und neue Märkte in Asien gefunden wurden. Einer der wichtigsten Handelspartner ist Deutschland, das unter anderem den Grossteil seines Erdölbedarfs aus Russland bezieht. Seit dem Machtantritt Präsident Putins erlebt Russland einen Wirtschaftsaufschwung, mit einem Wirtschaftswachstum, dass seit 2000 weit über dem der EU-Länder liegt.

Siehe auch: Eurasische Wirtschaftsgemeinschaft, Tourismus in Russland

Kultur

Russland ist wie Deutschland ein Land der Dichter, Denker und Komponisten. In Russland werden die grossen Schriftsteller und Komponisten verehrt wie Ikonen und Propheten.

Zu den russischen Schriftstellern von Weltrang gehören: Lew Tolstoj (Krieg und Frieden), Fjodor Dostojewski (Schuld und Sühne), Alexander Puschkin (Eugen Onegin), Nikolaj Gogol (Die toten Seelen), Iwan Turgenjew (Väter und Söhne), Anton Tschechow (Die Möwe), Michail Lermontow (Ein Held unserer Zeit), Maxim Gorki (Nachtasyl), Iwan Bunin (Ein unbekannter Freund), Wladimir Nabokow (Lolita), Michail Bulgakow (Der Meister und Margarita), Michail Scholochow (Der stille Don), Boris Pasternak (Doktor Schiwago) und Alexander Solschenizyn (Archipel Gulag) (siehe auch: Russische Literatur).

Bedeutende russische Komponisten sind Pjotr Tschajkowski, Modest Mussorgski, Alexander Borodin, Nikolai Rimski-Korsakow, Michail Glinka, Alexander Glasunow, Sergej Rachmaninow, Alexander Skrjabin, Igor Strawinsky, Sergej Prokofjew und Dmitri Schostakowitsch.

Russland brachte auch einige der wichtigsten europäischen Filmregisseure hervor, z.B. Sergej Eisenstein und Andrej Tarkowski (siehe auch: Russische Filmgeschichte).

Es gibt kein Land das in so vielen Sportarten zur Spitzenklasse zählt wie Russland (speziell in den Kategorien Leichtathletik, Wintersport, Turnen/Gymnastik, Gewichtheben). Die Lieblingssportarten der Russen sind Eishockey, Handball, Basketball, Fußball (siehe auch: Fußball in Russland) und neuerdings auch Tennis. Die meisten Schachweltmeister und -Großmeister kommen aus Russland.

Teetrinken hat in Russland Tradition, was wie bei den Engländern auf die alten Handelsbeziehungen mit dem Orient und Asien zurückgeht. Wahrscheinlich lernten die Russen den Tee schon durch die Chasaren kennen. Daher auch das turksprachige Wort für "Tee" in der russischen Sprache: Tschai.

Militär

Hauptartikel: Russische Streitkräfte

Russland hat den von der Sowjetunion 1949 erlangten Status als Atommacht "geerbt" und verfügt heute nach den USA über die meisten Atomsprengköpfe.

Literatur

Weblinks


Siehe auch Portal Osteuropa


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