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Reinhard Furrer




Reinhard Furrer, NASA-Foto (1984)

Reinhard Alfred Furrer (* 25. November 1940; † 9. September 1995) war ein deutscher Wissenschaftsastronaut.

Furrer wurde in Wörgl, Österreich geboren, aber nach dem Zweiten Weltkrieg musste die Familie nach Deutschland umsiedeln und fand in Kempten im Allgäu eine neue Heimat. Furrer studierte zunächst an der Universität Kiel und später an der Freien Universität Berlin Physik. 1969 machte der sein Diplom, 1972 erreichte er den Doktorgrad. 1974 wurde er Assistenzprofessor in Stuttgart. 1979 habilitierte er und verbrachte zwei Jahre in den USA, an der Universität sowie am Argonne National Laboratory in Chicago.

1977 bewarb sich Furrer bei der DVFLR, als diese einen Wissenschaftsastronauten für die erste Spacelab-Mission suchte. Bei der ersten Auswahl war er noch Ulf Merbold unterlegen, aber bei der Auswahl für die erste deutsche Spacelab-Mission 1982 wurde er dann nominiert. Am 30. Oktober 1985 startete er dann an Bord des Space Shuttle Challenger bei der Mission STS-61-A als Nutzlastspezialist, zusammen mit Ernst Messerschmid und dem Niederländer Wubbo Ockels, sowie 5 Amerikanern. Bei dem auch als D1-Mission bekannten Raumflug, führte Furrer physikalische Experimente durch und untersuchte unter anderem die Auswirkungen der Schwerelosigkeit bei die Materialverarbeitung und auf den menschlichen Körper.

Nach seinem Raumflug wurde er 1987 Professor und Direktor des Weltrauminstituts an der Freien Universität Berlin.

Furrer war ein begeisterter Sportpilot. Er machte seine erste Pilotenlizenz 1974 und unernahm viele Flugtouren mit einmotorigen Sportflugzeugen - z.B. ein Flug über das Inlandeis Grönlands, oder ein Soloflug von Deutschland nach Quito (Ecuador).

Furrer starb am 9. September 1995 bei einem Flugzeugabsturz während einer Flugshow in Johannisthal (Berlin), bei der er Ehrengast war. Nach Ende des offiziellen Programms machte er einen Rundflug mit einer historischen Messerschmitt Me 108, als der Pilot Gerd Kahdemann die Kontrolle über das Flugzeug verlor. Furrer und der Pilot waren sofort tot.

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Siehe auch:

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