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Reichswehr



Die Reichswehr war von 1921 bis 1935 der offizielle Name der deutschen Streitkräfte in der Weimarer Republik. Mit der Einführung der Wehrpflicht 1935 änderte sich die Struktur und der Name in Wehrmacht.

Vorgeschichte

Nach dem für Deutschland verlorenen Ersten Weltkrieg beschränkten die Kriegsgegner 1919 mit dem Versailler Vertrag die Militärstreitkräfte des Deutschen Reiches stark.

Das Heer durfte maximal 100.000 Soldaten umfassen, die Marine höchstens 15.000. Eine Luftwaffe war gänzlich verboten, außerdem war die Art und der Umfang der Bewaffnung beschränkt.

Entstehung

Schon nach dem Kriegsende 1918 bildeten sich mit der Schwarzen Reichswehr aus zurückkehrenden Verbänden die Vorläufer der Reichswehr. 1919 wurde aus den Verbänden per Dekret die Vorläufige Reichswehr gebildet und 1921 schuf man daraus per Gesetz die Reichswehr, die entsprechend den Vorgaben des Versailler Vertrages zusammengesetzt war und nur aus Berufssoldaten bestand. Den Oberbefehl über alle Teile der Reichswehr (Reichsheer und Reichsmarine) übte der Reichswehrminister aus.

Die Reichswehr verhielt sich in den Folgejahren grundsätzlich staatstreu. Ein großer Teil des nur noch 4.000 Mann umfassenden Offizierskorps war adlig und einem konservativ-monarchistischen Weltbild verhaftet, in der Regel standen seine Mitglieder der parlamentarischen Demokratie eher ablehnend gegenüber.

Als im März 1920 der Reichswehrgeneral Walther Freiherr von Lüttwitz und Wolfgang Kapp putschten verweigerte die Führung der Reichswehr ein Vorgehen gegen die Putschisten: Truppe schießt nicht auf Truppe.

Die Soldaten waren konservativ und hatten Verbindungen zu rechten Organisationen wie dem Stahlhelm. Unter Führung des Generals Hans von Seeckt entwickelte sie sich zum Staat im Staate.

Seit 1921 versuchte die Führung der Reichswehr im Geheimen in Zusammenarbeit mit der Roten Armee entgegen dem Versailler Vertrag die Reichswehr zu erweitern, neue Waffensysteme einzuführen und eine Luftwaffe aufzubauen. Im Dezember 1926 legte der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann im Reichstag die Machenschaften offen und stürzte damit die Regierung unter Wilhelm Marx.

1935 führte Adolf Hitler die Wehrpflicht in Deutschland ein und baute mit der Wehrmacht eine neue, moderne Armee auf. Die Reichswehr ging darin auf, Soldaten und Offiziere halfen beim Aufbau und nahmen wichtige Positionen in der Wehrmacht ein.

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