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Ranulph Fiennes



Sir Ranulph Twisleton-Wickham-Fiennes (gewöhnlich verkürzt auf "Ranulph Fiennes", (*7. März 1944) ist ein britischer Forscher und Inhaber mehrerer Ausdauerrekorde. Er war unter anderem der erste Mann, der sowohl den Nord- als auch den Südpol erreichte.

Fiennes wurde zwar in Großbritannien geboren, verbrachte jedoch einen Teil seiner Kindheit in Südafrika. Er besuchte zuerst Eton, bevor er den Royal Scots Greys und später der britischen Special Air Service beitrat, deren Mitglied er acht Jahre lang war. Er diente später in der Privatarmee des Sultan von Oman.

Seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts war Fiennes als Forscher tätig. Er leitete Expeditionsfahrten den Nil hinauf und über den Jostedalsbre Gletscher im Jahre 1970. Seine wahrscheinlich berühmteste Expedition unternahm er von 1979 bis 1982. Fiennes und Charles Burton reisten rund um die Welt entlang der Polarachsen, legten dabei 52.000 Meilen zurück und waren die ersten Menschen, die beide Pole erreichten.

1992 leitete Fiennes eine Expedition, die die verlorene Stadt Ubar in Oman entdeckte. Im folgenden Jahr überquerten er und der Ernährungsspezialist Mike Stroud die Antarktis als die ersten Menschen, die dies ohne ein Unterstützungsteam taten. Mit 97 Tagen war ihre Reise die längste in der Geschichte des Südpols.

Trotz einer Herzerkrankung und einer Bypass Operation vier Monate vor der Durchführung, legten Fiennes und Stroud im Jahre 2003 7 komplette Marathons innerhalb sieben Tagen auf sieben Kontinenten zurück: Ihre Reiseroute sah dabei folgendermaßen aus:

26. Oktober 2003 - Marathon 1: Patagonien, Südamerika
27. Oktober 2003 - Marathon 2: Falklandinseln, Antarktis
28. Oktober 2003 - Marathon 3: Sydney, Australien
29. Oktober 2003 - Marathon 4: Singapur, Asien
30. Oktober 2003 - Marathon 5: London, Europa
31. Oktober 2003 - Marathon 6: Kairo, Afrika
1. November 2003 - Marathon 7: New York, Nordamerika

Ursprünglich war vorgesehen, dass der erste Marathon auf King George Island, Antarktis stattfinden sollte. Der zweite wäre dann in Santiago de Chile, Chile gewesen. Schlechte Wetterverhältnisse sorgten jedoch dafür, dass der Plan kurzfristig dergestalt geändert werden mußte, dass der erste im südlichen Patagonien stattfand und der Marathon auf den Falklandinseln als Substitut für den Antarktismarathon diente.

Nach dem sieben-Tage-Rennen sagte Fiennes, dass aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit und der Luftverschmutzung der härteste Marathon der in Singapur gewesen wäre.

Parallel zu seiner Kariere als Forscher und Weltreisender nahm auch der Ruf von Fiennes als Autor zu. Er hat bisher dreizehn Romane und Sachbücher veröffentlicht. Als letzte publizierte er eine Biographie über den Polarforscher Robert Falcon Scott, in der er die Leistungen Scotts entschieden verteidigte.

Fiennes wurde aufgrund seines gesellschaftlichen Engagements 1993 in den Adelsstand erhoben. Er hatte während seiner Expeditionen mehr als 5 Millionen Britische Pfund für wohltätige Zwecke gesammelt. 1995 wurde er mit der Polar Medaille ausgezeichnet.




     
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