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Radiologie



Die Radiologie ist das Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Anwendung von Strahlen zu diagnostischen, therapeutischen und wissenschaftlichen Zwecken befasst.

Traditionell werden in der Radiologie Röntgenstrahlen verwendet. Darüber hinaus kommen andere ionisierende Strahlen, wie Gammastrahlung oder Elektronen zum Einsatz. Da ein wesentlicher Einsatzzweck die Bildgebung ist, werden allgemein bildgebende Verfahren wie die Sonografie und die Magnetresonanztomografie zur Radiologie gerechnet.

Die Radiologie gliedert sich in die Gebiete Diagnostische Radiologie, Strahlentherapie und Nuklearmedizin.

Table of contents
1 Diagnostische Radiologie
2 Strahlentherapie
3 Nuklearmedizin
4 Strahlenschutz
5 Literatur
6 Links

Diagnostische Radiologie

Die bildgebenden Verfahren in der diagnostischen Radiologie umfassen die Projektionsradiografie, Röntgen-Computertomografie, Sonografie und Magnetresonanztomografie. Bei all diesen Verfahren können Substanzen eingesetzt werden, die die Darstellung bzw. Abgrenzung bestimmter Strukturen erleichtern und/oder Aufschluss über die Funktion eines Systems geben. Diese Substanzen bezeichnet man als Kontrastmittel. Die Auswahl des Verfahrens und die Entscheidung, Kontrastmittel einzusetzen, richten sich nach der klinischen Fragestellung und einer Kosten/Risiko-Nutzen-Abwägung.

Radiografie

Bei den radiografischen Verfahren wird der Körper des Patienten oder ein Teil desselben aus einer Richtung mit Röntgenstrahlung durchstrahlt. Auf der Gegenseite wird die Strahlung mit geeigneten Materialien registriert und in ein Bild umgewandelt. Dieses zeigt die im Strahlengang liegenden Gewebe in der Projektion: Knochen absorbieren mehr Strahlung als Weichteile und werfen daher Schatten; luftgefüllte Gewebe wie die Lunge sind relativ durchlässig, sodass dahinter eine höhere Strahlenintensität registriert wird. Da verschiedene Strukturen sich meist im Strahlengang überlagern, ist es oft hilfreich, mehrere Bilder aus unterschiedlicher Projektionsrichtung anzufertigen.

Welche Art Sensormaterial zur Registrierung verwendet wird, hängt vom Geräte- und Aufnahmetyp ab. Bei der herkömmlichen Radiografie wird lichtempfindliches Filmmaterial analog zur Fotografie verwendet, das sich bei Strahleneinfall schwärzt und chemisch entwickelt werden muss. Fortentwicklungen dieses Prinzips erlauben anstelle der Entwicklung das digitale Auslesen des Films. Um bewegte Bilder in Echtzeit zu beurteilen (Durchleuchtung) werden traditionell Photomultiplier als Sensoren verwendet. In modernen Geräten werden zur direkten digitalen Akquisition sowohl von Standbildern als auch von Echtzeit-Bewegtbildern CCDss eingesetzt.

Als Kontrastmittel in der Projektionsradiografie eignen sich unlösliche Bariumsalze als Aufschwemmung, Iodverbindungen, Luft und Kohlendioxid. Barium wird gewöhnlich für den Verdauungstrakt verwendet. Lösliche Iodverbindungen und Kohlendioxid eignen sich für die Injektion in Gefäße, Luft kann rektal zur Dickdarmdarstellung appliziert werden.

Im Folgenden sind die wichtigsten Untersuchungen aufgeführt:

Röntgen-Computertomografie

Siehe
CT, Vorteile: überlagerungsfreie Schnittbilder, z.T. Funktionsbeurteilung bei Kontrastmittelanwendung (sowohl Darm mit Barium als auch Gefäße mit Iod), CT-Angiografie

Magnetresonanztomografie

Siehe MRT, Vorteile: wie CT, dabei besserer Weichteilkontrast, keine ionisierenden Strahlen, aber höherer zeitlicher und apparativer Aufwand, schlechtere Toleranz beim Patienten, Kontrastmittel z. B. Gadoliniumverbindungen und superparamagnetische Eisenoxid-Partikel.

Ultraschalluntersuchung

Siehe Sonografie, das am häufigsten angewendete bildgebende Verfahren in der Medizin, Vorteile: schonend, wiederholbar, Echtzeitbeurteilung, zum Teil Funktionsbeurteilung; Nachteil: untersucherabhängig, nicht alle Gewebe und Areale zugänglich. Als Kontrastmittel werden kleinste Gasbläschen (microbubbles) eingesetzt, die die Struktur- und Funktionsdarstellung von Gefäßen und der Leber erleichtern, außerdem Wasser und gasabsorbierende Substanzen zur verbesserten Darstellung der Oberbauchorgane.

Interventionelle Radiologie

Die Interventionelle Radiologie umfasst therapeutische Methoden, die aus der bildgebenden Diagnostik erwachsen sind, z.B. Aufdehnung von Gefäßverengungen in der Angiografie. Gehört zwar von der Systematik nicht in die Diagnostische Radiologie, da nicht mehr diagnostisch, wird jedoch meist von Radiologen ausgeführt.

Strahlentherapie

Die Behandlung erkrankter Gewebe, vor allem bösartige Tumoren, mit ionisierender Strahlung bezeichnet man als Strahlentherapie.

Nuklearmedizin

Die medizinische Anwendung von Radionukliden ist die Domäne der Nuklearmedizin. Sowohl therapeutische als auch diagnostische Anwendungen fallen unter diesen Begriff. Die letzteren sind meist Funktionsuntersuchungen. Besonders häufig durchgeführt werden Auch in der Nuklearmedizin haben sich Schnittbildverfahren etabliert:

Strahlenschutz

Da die angewendeten Strahlendosen in der Röntgendiagnostik zwar sehr gering, aber doch potenziell schädlich für den Patienten und den Anwender sind, wird in der Radiologie besonderer Wert auf den
Strahlenschutz gelegt.

Literatur

Zeitschriften

Links




     
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