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Quebracho



Quebracho bedeutet ein die Axt zerbrechendes, also hartes Holz, und mehrere Bäume, welche diesen Namen führen, spielen in der Wald- und Buschvegetation Argentiniens eine große Rolle.

Der Quebracho flajo (Quirilin) ist die Jodina rhombifolia aus der Familie der Rhamneen, ein weitverbreiteter, ästiger Strauch mit lederartigen, rutenförmigen, an drei Ecken stechenden Blättern, dessen Stämmchen man nur zu Zaunpfählen benutzt.

Der Quebracho blanco ist der Aspidosperma Quebracho Schlecht. aus der Familie der Apocyneen, ein mittelhoher Baum, der im Innern des Landes, in der Provinz Catamarca, ungeheure Waldungen bildet. Er besitzt einen geraden, starken Stamm, eine mäßige Krone, herabhängende Zweige und fastgegenständige,oval-lanzettförmige, ganzrandige, etwas lederartige Blätter, unscheinbare Blüten und eine fast 8 cm lange und 5 cm breite, schiefe, elliptische Frucht. Die bittere Rinde dieses Baums war ein Volksheilmittel gegen Malaria und enthält ein Alkaloid, Quebrachin. Das außerordentlich dichte und feste Holz verdient als Surrogat des Buchsbaumholzes für den Holzschnitt Beachtung. Aspidosperma Vargasii besitzt Holz von außerordentlich feinfaseriger und gleichartiger Struktur, welches wegen seiner Farbe Dottergelbholz genannt und ebenfalls als Surrogat des Buchsbaumholzes gerühmt wird.

Die dritte Quebrachoart, Quebracho colorado, Loxopterygium Lorentzi Griseb. aus der Familie der Anakardiaceen, ist ein stattlicher Baum mit gefiederten Blättern, welche stark riechen und bei längerer Berührung Blasen ziehen sollen. Das Holz ist sehr geschätzt, hart, aber leicht spaltbar und bereits ein wichtiger Gegenstand der Ausbeutung in der subtropischen Zone. Es enthält auf Klüften abgesondert viel Harz. Ein daraus bereitetes Extrakt gibt mit verschiedenen Beizen braune, graue, schwarze oder rotviolette Farben. Holz und Blätter dieses Baums gehören zu den gewöhnlichsten Gerbmaterialien Argentiniens. Diese Droge wurde bei Dyspnoe, Asthma, Bronchitis, Tuberkulose etc. benutzt. Die Rinde enthält ein Alkaloid, Loxopterygin C13H17NO.


Dieser Artikel basiert auf dem entsprechenden Eintrag in Meyers Konversationslexikon, 4. Auflage von 1888-90




     
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