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Puma



Dieser Artikel befasst sich mit dem Tier Puma, andere Bedeutungen unter Puma (Begriffsklärung).
Puma
Systematik
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Katzenartige (Feloidea)
Familie: Katzen (Felidae)
Unterfamilie: Felinae
Gattung: Puma
Art: Puma (P. concolor)

Der Puma (Puma concolor) ist eine große Katze Nord- und Südamerikas. In seiner Heimat ist er unter zahlreichen Namen bekannt; für viele davon gibt es auch im Deutschen eine Entsprechung: Silberlöwe, Berglöwe oder Kuguar (von engl. cougar, frz. couguar). Gelegentlich wird er in den USA auch einfach als "Panther" bezeichnet; ein Name, der außerhalb der USA für verschiedene große Katzen verwendet wird.

Table of contents
1 Merkmale
2 Verbreitung
3 Lebensweise
4 Gefährdung und Bedeutung für den Menschen
5 Unterarten
6 Literatur
7 Weblinks

Merkmale

Zwar ist der Puma mit den eigentlichen Großkatzen (Löwe, Tiger etc.) nicht näher verwandt und wird taxonomisch den Kleinkatzen zugeordnet, doch ist er eine der größten Katzen: Seine Kopfrumpflänge beträgt im Schnitt 130 cm (Männchen) bzw. 110 cm (Weibchen), hinzu kommen zwischen 66 cm und 78 cm Schwanz. Männchen können 100 kg und mehr wiegen, Weibchen in der Regel nicht mehr als 50 kg. Das Fell ist kurz, dicht und in der Farbe sehr variabel. Am häufigsten sind gelbliche oder silbergraue Pumas; das Kinn und die Brust sind bei diesen immer weißlich. Selten kommen auch ganz schwarze Pumas vor (Melanismus). Neugeborene Pumas sind beigefarben und kräftig gefleckt; die Fleckenzeichnung verblasst noch während des ersten Lebensjahrs. Nur die Schwanzspitze bleibt auch beim ausgewachsenen Puma schwarz. Die Tiere geben zahlreiche Laute von sich, anders aber als die Großkatzen keine Brülllaute. Nordamerikanische Forscher wie Truman Everts beschreiben den Schrei des Puma als menschenähnlich.

Pumas erreichen in der Wildnis ein Alter von achtzehn bis zwanzig Jahren..

Verbreitung

Pumas waren früher über ganz Nord- und Südamerika verbreitet. Kein anderes Säugetier des amerikanischen Doppelkontinents hatte eine ähnlich weite Verbreitung; sie reichte vom Süden Kanadas über Mittelamerika bis ins südliche Patagonien. Heute ist der Bestand stark ausgedünnt, und auf von Menschen schwach besiedelte Gebiete reduziert. In den USA überlebten Pumas die Ausrottungswellen nur in den Rocky Mountains, in den Wüsten und Halbwüsten des Südwestens und in den Everglades-Sümpfen Floridas. Durch Schutzmaßnahmen hat sich das Verbreitungsgebiet wieder ausgedehnt, und in manchen Regionen des US-amerikanischen Westens scheuen Pumas auch die Nähe von Städten nicht mehr.

Pumas sind in nahezu allen Habitaten zu finden; die Prärie, boreale, gemäßigte und tropische Wälder, Halbwüsten und Hochgebirge gehören allesamt zu den Lebensräumen dieser Katze.

Lebensweise

Ernährung

Pumas erbeuten Säugetiere nahezu aller Größen. In Nordamerika zählen Elche, Hirsche und Rentiere zu den Beutetieren des Pumas, aber auch Mäuse, Ratten, Erdhörnchen, Skunks, Waschbären, Biber und Opossums sowie Schafe und junge Rinder. Auch andere Raubtiere wie Kojoten und Rotluchse können vom Puma überwältigt werden. Neben Säugetieren frisst der Puma auch Vögel und in manchen Gegenden Fische. Er ist jedoch kein Aasfresser.

Um ein größeres Beutetier zu erlegen, schleicht sich der Puma zunächst heran. Aus kurzer Distanz springt er dem Tier auf dem Rücken und bricht ihm mit einem kräftigen Biss in den Hals das Genick.

Der Puma ist eine scheue Katze, die menschliche Nähe für gewöhnlich meidet. Trotzdem kommt es gelegentlich zu Angriffen auf Menschen. In den USA soll es jährlich etwa vier solcher Vorfälle geben. Opfer der Attacken sind meistens Kinder.

Pumas selbst haben außer dem Menschen kaum Feinde zu fürchten. Lediglich Wölfe und Bären können gelegentlich junge oder kranke Pumas erbeuten.

Fortpflanzung

Als Einzelgänger kommen Pumas nur zur Paarungszeit, die häufig, aber nicht ausschließlich zwischen November und Juni liegt, für maximal sechs Tage zusammen, ehe das Männchen das Weibchen einige Wochen vor der Geburt der Jungen wieder verlässt. Die Tragzeit beträgt etwa drei Monate. Ein Wurf hat zwischen einem und sechs, in der Regel aber zwei bis drei Junge. Das Geburtsgewicht liegt zwischen 230 und 450 Gramm, die Größe der Neugeborenen 20 bis 30 cm. Die Jungen nehmen nach etwa sechs bis sieben Wochen feste Nahrung auf und trennen sich etwa nach 20 Monaten von der Mutter.

Gefährdung und Bedeutung für den Menschen

Obwohl unter Artenschutz wird der Puma dennoch von manchen Bauern gejagt, die um ihre Viehbestände fürchten. Die Art als Ganzes gilt allerdings nicht als gefährdet. Der Puma flieht meistens vor den Menschen. Nur in Ausnahmefällen greift er Erwachsene an.

Bei den Indianern war der Puma hoch geachtet. Ihm wurden Eigenschaften wie Führerschaft, Kraft, Findigkeit, Treue, Engagement und Mut zugeschrieben.

Die weißen Kolonisten in Nordamerika bekämpften den Puma. Sie wollten nicht nur ihr Vieh vor ihm schützen, sondern jagten ihn auch der beliebten Trophäe wegen.

Ein nordamerikanisches Indianervolk, die Irokesisch sprechenden Erie, tragen ihren Namen, der als Kurzform von Erielhonan, zu deutsch Langer Schwanz gedeutet wird, wohl nach dem Puma. Sie waren bei den Franzosen daher auch als Nation du Chat, zu deutsch Volk der Katze, bekannt.

Unterarten

24 Unterarten des Pumas werden unterschieden. Zwei davon gelten als ausgestorben; sie waren im östlichen Nordamerika beheimatet. Als besonders bedroht gilt der Florida-Panther (P. c. coryi), der in den Everglades-Sümpfen die Ausrottungswellen überlebt hat. Die Rettung dieser intensiv rot gefärbten, kleinen Unterart des Pumas ist derzeit eines der Hauptziele örtlicher Naturschutzorganisationen.

Literatur

Weblinks


Beurteilung:

Exzellenter Artikel




     
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