WEB LEXIKON: Ein Blick zurück
Hauptseite | Aktueller Wikipedia-Artikel

Pskow



Pskow (russisch Псков, deutsch Pleskau) ist eine ehemalige Hansestadt im Nordwesten Russlands mit circa 207.000 Einwohnern, etwa 250 km südwestlich von St. Petersburg, und die Hauptstadt einer gleichnamigen Oblast mit circa 790.000 Einwohnern. Wichtigste Städte neben Pskow sind Velikie Luki (170.000 Einwohner), Ostrow (29.000) und Nevel (22.000).

Table of contents
1 Geographie
2 Geschichte
3 Persönlichkeiten
4 Sehenswürdigkeiten der Stadt
5 Sehenswürdigkeiten der Umgebung
6 Partnerstädte
7 Initiative Pskow
8 Weblink

Geographie

Pskow liegt an der Mündung des Flüsschens Pskowa in die Welikaja. Es liegt in der Nähe des Pskower Sees, einem Nebengewässer des Peipussees. Die Welikaja ist zugleich der Hauptfluss der Oblast Pskow (etwa 55.000 km²). Pskow liegt rund 300 Kilometer südwestlich von St. Petersburg. Pskow ist eine der ältesten russischen Städte. Früher war die Stadt eine mächtige Grenzfestung, heute ist sie eine bedeutende Industriestadt. Pskow ist Knotenpunkt der Eisenbahnlinien Moskau - Riga und St. Petersburg - Kiew. Die Durchschnittstemperatur beträgt im Winter (Januar) -8 bis -10°C, im Sommer (Juli) 17 bis 18°C.

Geschichte

Pskow wurde von dem altrussischen Stamm der Kriwitschen gegründet. Die Anfänge der Stadt liegen im Dunkeln. Als die Stadt 903 erstmals erwähnt wurde, bezeichnete man sie als "lange existierend". Der Sage nach gehörte sie seit 864 zum Großfürstentum Nowgorod. Bereits 955 begann unter Fürstin Olga, der Witwe Fürst Igors von Kiew, die Christianisierung der Region, die im 15. Jahrhundert hohe Bedeutung auf dem Gebiet der Ikonenmalerei bekommen sollte, im 16. Jahrhundert Bischofssitz wurde und bis ins 19. Jahrhundert religiöses Zentrum weit über die Region hinaus blieb.
Im 12. Jahrhundert wurde Pskow ein selbständiges Fürstentum unter Vsevolod Mstislavič. Obwohl er schon ein Jahr später starb, wurde er in der Stadt zum Symbol der Unabhängigkeit.
Als Russland im 13. Jahrhundert von den Einfällen der Mongolen heimgesucht wurde, blieb Pskow verschont, musste sich aber etwa zur selben Zeit dem deutschen Orden zur Wehr setzen. 1240 besetzte dieser die Stadt, doch am 5. April 1242 wurde er von Alexander Newski in der Schlacht auf dem Peipussee vernichtend geschlagen.
1510 wurde Pskow ein Teil des Großfürstentums Moskau. 1582 wurde es gegen das 100.000 Mann starke Heer des polnischen Königs Stephan Báthory verteidigt, ebenso 1615 bei der Belagerung durch den schwedischen König Gustav Adolf.
Ab 1701 wurde es von Peter I zur Festungsstadt ausgebaut, zur gleichen Zeit ging seine Bedeutung auf Grund der Verlegung der Grenze nach Westen und der Gründung St. Petersburgs zurück. 1777 entstand das Gouvernement Pskow.
1900 hielt sich Lenin einige Monate in Pskow auf. Im Februar 1917 unterzeichnete Nikolaus II in Pskow seine Abdankungsurkunde. Von Februar bis November 1918 war Pskow von deutschen Truppen besetzt, im September 1919 konnte die Rote Armee die Stadt einnehmen.
Vom 9. Juli 1941 bis zum 23. Juli 1944 war die Stadt erneut deutsch besetzt. Zu 94 % zerstört und nach 290.000 Todesopfern konnte sie schließlich befreit werden.
Während der Sowjetherrschaft wurden die meisten Klöster und Kirchen geschlossen oder zerstört . In der Perestroikazeit ist das geistige Leben wiedererwacht. Viele Klöster wurden wiedereröffnet oder ausgebaut, zunächst mit bescheidenen Mitteln. Heute gewinnt Pskow wieder an Bedeutung als religiöses Zentrum. Zahlreiche Gläubige aus ganz Russland pilgern zu den Kirchen und Klöstern. Seit 1990 verbindet die Stadt Neuss eine intensive Städtepartnerschaft mit der russischen Metropole. Die Freundschaft wurde im Laufe der Jahre auf viele Bereiche ausgedehnt. So wird der Austausch von künstlerisch begabten Jugendlichen regelmäßig gepflegt. Heute ist Pskow Zentrum einer landwirtschaftlich und handwerklich-technisch geprägten Region und Standort mehrerer pädagogischer Hochschulen und Ausbildungsstätten. Auch seine Bedeutung als religiöses Zentrum nimmt wieder zu.

Persönlichkeiten

Sehenswürdigkeiten der Stadt

Sehenswürdigkeiten der Umgebung

Partnerstädte

Initiative Pskow

Aus der Zerstörung entstanden Partnerschaften: Seit 2001 besteht die "Initiative Pskow in der evangelischen Kirche im Rheinland e.V.", in der - vor dem Hintergrund von Erinnerung und Trauer - Begegnung, Partnerschaft und Hilfe in großem Umfang gepflegt und geleistet werden, letzteres insbesondere auch im Rahmen der humanitären Hilfe für die Schwächsten: schwerstbehinderte Kinder. www.initiativepskow.de

Siehe auch: Nestorchronik, Kiewer Rus

Weblink




     
Das Web Lexikon "Ein Blick zurück" bietet die Moeglichkeit auf einfache Art und Weise in den "alten" Wikipedia-Beiträgen zu blättern. Das Lexikon spiegelt den Stand der freien Wikipedia-Enzyklopädie vom August 2004 wider. Sie finden hier in rund 120.000 Artikel aus dieser Zeit Informationen, Erklärungen, Definitionen, Empfehlungen, Beschreibungen, Auskünfte und Bilder. Ebenso kommen Begriffserklärung, Zusammenfassung, Theorie, Information, Beschreibung, Erklärung, Definition und Geschichte nicht zu kurz. Ein Lexikon das Auskunft, Bericht, Hinweis, Bedeutung, Bild, Aufklärung, Darstellung und Schilderung zu unterschiedlichsten Themen kompakt auf einer Seite bietet.
Impressum ^ nach oben ^