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Pseudoentlehnung



Bei der Pseudoentlehnung (auch: Scheinentlehnung) handelt es sich um den Fall eines scheinbaren Fremd- oder Lehnwortes, das nur klingt, als stamme es aus einer fremden Sprache. Bekanntes Beispiele dafür ist der Scheinanglizismus Handy im Deutschen, die in der englischen Sprache unbekannt sind, desgleichen Friseur scheinbar aus dem Französischen.

Oft wird eine Scheinentlehnung aus den Fremdwörtern gebildet, die sich schon in der eigenen Sprache befinden. Zum Beispiel wurden die Wörter Show und Master in der deutschen Sprache verwendet und wurden zum Showmaster kombiniert, um den Moderator einer Unterhaltungssendung im Fernsehen zu bezeichnen. Eine andere Möglichkeit ist es, Wörter mit einem fremden Klang neu zu bilden, das heißt: man erfindet Scheinentlehnungen ganz neu; dafür ist das bekannteste Beispiel das Wort Handy.

Es wird landläufig angenommen, solche Wörter stammen oft aus der Werbesprache oder sollen die Sprache grundlos aufputzen, aber laut Definition besteht ein großer Teil unserer Fachwörter aus Pseudoentlehnungen: Telefon, Telegramm, Neonatologie sind eben keine griechischen und lateinischen Fremdwörter, sondern wurden nach fremdsprachigen Vorbildern auf Deutsch gebildet.

Siehe auch: Scheingallizismus




     
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