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Primaten



Primaten

Katta (Lemur katta)
Systematik
Überklasse: Kiefermäuler (Gnathostomata)
Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Euarchontoglires
Ordnung: Primaten (Primates)
Unterordnungen

Die Primaten (Primates) oder Herrentiere sind eine zu der Überordnung der Euarchontoglires gehörige Ordnung innerhalb der Unterklasse der höheren Säugetiere. Sie umfassen mehr als 200 Arten.

Die Primaten bestehen aus den beiden Unterordnungen der Feuchtnasenaffen (Strepsirhini) und Trockennasenaffen (Haplorhini), wobei zweitere auch die Menschenaffen (Hominidae) inklusive dem Menschen (Homo sapiens) mit einschließen. Früher wurde zwischen Halbaffen (Prosimiae) und "Echten" Affen (Simiae) unterschieden, diese Bezeichnungen gelten heute als veraltet. Bis auf die Familie der Koboldmakis entsprechen die Feuchtnasen- den Halbaffen und die Trockennasen- den echten Affen.

Sie leben hauptsächlich in den Wäldern der Tropen oder Subtropen, und haben oft ein komplexes Sozialverhalten. Viele Primaten sind reine Pflanzenfresser; einige Arten ergänzen ihre Nahrung durch Fleisch.

Alle Primaten haben nach vorne gerichtete Augen und Hände mit fünf kräftigen Fingern und Daumen, die zum Greifen benutzt werden können. An den Zehen bzw. Fingern befinden sich Plattnägel. Daneben haben sie ein relativ großes Hirn, generell ein gutes Sehvermögen mit Farbsicht und schlechten Geruchssinn.

Im Urzustand hatten Primaten vierzig Zähne: Zwei Schneidezähne (Incisivi), einen Eckzahn (Canini), vier Vorbackenzähne (Prämolaren) und drei Backenzähne (Molaren) pro Kiefer und Seite. Daneben zeichnen sie sich durch eine lange Entwicklungszeit der Jungen und eine lange Trächtigkeitsdauer aus.

Table of contents
1 Systematik
2 Weblinks
3 Literatur

Systematik

Man unterscheidet heute zwei Unterordnungen, die Trockennasenaffen (Haplorhini) und die Feuchtnasenaffen (Strepsirhini).

Die Zusammenfassung der Koboldmakis und der "echten" Affen als Trockennasenaffen ist eine wichtige Veränderung gegenüber der traditionellen Systematik. Demnach sind Koboldmakis mit dem Menschen näher verwandt als mit Lemuren. Über die Abstammungsverhältnisse innerhalb der Menschenartigen (Hominoidea) herrscht bis heute eine heftige Debatte unter den Wissenschaftlern.

Die folgende Systematik wird nur bis Familien-Niveau dargestellt.

Primaten (Primates)

|-- Feuchtnasenaffen oder Halbaffen (Strepsirhini, Prosimiae) 
|   |--Lemurenartige (Lemuriformes)
|   |  |--Daubentonioidea
|   |  |  |--Fingertiere  (Daubentoniidae)
|   |  |
|   |  |--Lemuroidea
|   |     |--Indris  (Indriidae)
|   |     |--Lemuren (Lemuridae)
|   |     |--Wieselmakis (Megaladapidae)
|   |     |--Katzenmakis (Cheirogaleidae)
|   |
|   |--Loriverwandte (Lorisiformes)
|      |--Lorisoidea
|         |--Loris (Lorisidae) 
|         |--Galagos (Galagonidae)
|
|--Trockennasenaffen bzw. "echte", "eigentliche" oder höhere Affen
  |                                            (Haplorhini, Anthropoidea)
  |
  |--Koboldmakis oder Tarsier (Tarsiiformes)
  |  |--Tarsiodea
  |     |--Koboldmakis (Tarsiidae)
  |
  |--Neuweltaffen oder Breitnasenaffen (Platyrrhini) 
  |  |--Ceboidae
  |     |--Krallenaffen (Callitrichidae)
  |     |--Kapuzinerartige (Cebidae)
  |
  |--Altweltaffen oder Schmalnasenaffen (Catarrhini) 
  |  |--Geschwänzte Altweltaffen (Cercopithecoidea)
  |  |  |--Meerkatzenartige (Cercopithecidae)
  |  |
  |  |--Menschenartige (Hominoidea) 
  |       |--Gibbons oder kleine Menschenaffen (Hylobatidae) 
  |       |--Große Menschenaffen und Menschen (Hominidae)

Weblinks

Literatur




     
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