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Philosophie des Bewusstseins



Die Philosophie des Bewußtseins (PdB) erschließt das Bewusstsein über seine Inhalte. Sie geht davon aus, dass diese Inhalte nicht mit dem Bewußtsein selbst identisch sind, jenes jedoch repräsentieren. Als Inhalt des Bewußtseins wird das subjektiv erlebte angenommen. Entscheidend dabei ist, dass die PdB das Erleben nicht auf die reine Kognition beschränkt, sondern die Welt als Ganzes zum Erlebten erklärt. Die Größe eines Bewusstseins bemißt sich demnach anhand der Komplexität der erlebten Welt. Wesentliches Merkmal der PdB ist dabei ihr Postulat einer elementaren Subjektivität. Jeder Mensch lebt primär in seiner subjektiven Welt, wie sie ihm sein Gehirn aus Sinnesdaten interpretiert und dem inneren Auge "vorstellt" ( vgl. Schopenhauer: Welt als Wille und Vorstellung). Durch Kommunikation mit anderen Menschen entsteht ein intersubjektives Welt- und Selbstmodell, wobei der Begriff intersubjektiv explizit nicht im Sinne von objektiv missinterpretiert werden darf. (vgl. Radikaler Konstruktivismus). Die PdB grenzt sich von einer Wissenschaft des Bewusstseins (WdB) durch die jeweils angewandte Beschreibungsmethodik ab. Die "WdB" versucht eine Erforschung des Bewusstseins ausschließlich mittels naturwissenschaftlicher Methodik; die "PdB" läßt auch eine subjektive Introspektion zu. Daraus ergibt sich, das die Ergebnisse einer PdB nicht im naturwissenschaftlichen Sinne beweisbar, sondern, aufgrund ihrer subjektiven Natur, lediglich einer Plausibilitätsprüfung unterziehbar sind. Seitens der WdB wird sie daher als unwissenschaftlich abgelehnt. Dem hält die PdB entgegen, dass die WdB aufgrund ihrer beschränkten Methodik, der unbedingten Forderung nach objektiven Maßstäben, für eine Erforschung des ihrer Meinung nach rein subjektiven Bewußtseins ungeeignet sei.

Literatur

Weblinks




     
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