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Phönizische Schrift



Bei der phönizischen Schrift handelt es sich um die älteste Alphabetschrift des nordsemitischen Typus, deren frühestes Zeugnis aus Byblos stammt (16. Jh. v. Chr.?). Die bekanntesten Inschriften sind auf dem Kalkstein-Sarkophag des Königs von Byblos, Achiram (10. Jh. v. Chr.), und auf der Siegessäule des Königs von Moab, Mescha (842 v. Chr.), zu finden.

Diese Entwicklung kam nicht nur durch den zunehmenden Gebrauch der Schrift zustande, sondern auch durch die zunehmenden Einflüsse der einheimischen Kulturen, die auf das phönizische Reich einwirkten. Dieses umfasste nicht nur den semitischen Sprachraum, sondern reichte über Nordafrika bis nach Spanien. Durch immer wieder auftretende semitische Namen oder auch einheimische Worte veränderte sich die phönizische Schrift weiter.

Durch die Gründung von Karthago und weiterer Städte, die keinen direkten Bezug mehr zum ägyptischen Sprachraum hatten, änderten sich nun auch die Bedeutung der Schriftzeichen. Standen selbst die Vereinfachungen der Hieroglyphen noch für einzelne Begriffe, so ging diese Bedeutung nun verloren. Statt dessen machten sie Platz für Laute. So waren aus den Wortzeichen Schallzeichen geworden. Doch in einem unterschieden sich die phönizischen Schallzeichen dann doch von der urtümlichen Keilschrift. Sie stellten vokalisch indifferenzierte Silben dar, denn als vokalisch indifferenziert waren sie aus dem Ägyptischen übernommen worden.

Die Lautschrift hat eine feste Buchstabenzeile, die in den einzelnen Sprachen verschiedene Schreibrichtungen hat. Im Altsyrischen verläuft sie von links nach rechts, genauso wie es heute in allen Kulturschriften üblich ist, während sie im Hebräischen z.B. von rechts nach links verläuft. Aber innerhalb einer Sprache hält sich auch die Schrift an festgefügte Regeln und Grenzen.

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