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Pferdesport



Der Pferdesport läßt sich in Reitsport und den Fahrsport unterteilen.

Table of contents
1 Reitsport
2 Fahrsport
3 Handarbeit

Reitsport

Beim Reiten sitzt der Reiter nicht passiv auf dem Pferd, sondern geht halbaktiv in der Bewegung des Pferdes mit. Das Pferd wird dabei durch Gewichtsverlagerung, Schenkeldruck und Zügelführung, so genannte Hilfen, kommandiert. Auch die Stimme ist eine hervorragende Hilfe für das Pferd, sie ist allerdings bei Dressurturnieren nicht zulässig.

Dressurreiten

Die Dressur bildet den Grundstein zur Ausübung aller Reitdisziplinen, welche in verschiedenen Schwierigkeitsstufen (E - Eingangsstufe, A- Anfangsstufe, L - Leicht, M - Mittel, S - Schwer) betrieben werden. In der Dressur präsentiert sich die gelernte und bestehende Harmonie zwischen Reiter und Pferd im Ausführen der verschiedenen Dressurlektionen.

Springreiten

Das Durchreiten eines Parcours der Schwierigkeitsgrade E - S erfordert sowohl von Reiter als auch vom Pferd viel Geschick, Kraft, Mut und Koordinationsvermögen bei der Überwindung der unterschiedlichen Hindernisse.

Vielseitigkeit (früher Military)

Die Vielseitigkeitsetzt sich aus den drei Disziplinen Dressur, Springen und Geländereiten zusammen. (Je nach Schwere der Prüfung kommen eine Wegestrecke sowie eine Sichtung des Pferdes hinzu.) Hier benötigen sowohl Reiter als auch Pferd viel Mut, Ausdauer, Geschicklichkeit und Flexibilität.

Distanzreiten

Das Distanzreiten bezieht sich auf das Überwinden von langen Strecken (10 - 160km) bestehend aus Trab- und Galoppstrecken, welche wahlweise auch mit Hindernissen geritten werden können.

Westernreiten

Das Westernreiten ist eine aus dem amerikanischen stammende Reitweise, die sich stark an den Erfordernissen der Arbeit zu Pferde anlehnt, zu der es Prüfungen in unterschiedlichen Disziplinen und Schweregraden gibt. Wichtigste Disziplin des Westernreitens ist das Reining, die 'Westerndressur'.

Voltigieren

Beim Voltigieren werden verschiedene Turn- und Gymnastikübungen allein oder in der Gruppe auf dem Pferd ausgeführt und auf verschiedenen Wettkämpfen vorgestellt

Wanderreiten

Wie beim Wandern gibt es auch hier eine hohe Bandbreite. Wanderritte können allein, in kleinen oder großen Gruppen, geführt oder selbst organisiert über einzelne oder mehrere Tage bis Wochen durchgeführt werden. Wie beim Wandern kann man auch hier Reitwanderkarten erhalten, die getestete und teilweise speziell fürs Wanderreiten gepflegte Wege mit allen notwendigen Stationen verzeichnen. Auch für das Wanderreiten können Abzeichen und Lehrgänge gemacht werden.

Pferderennen

Flachrennen

Rennen rein auf Schnelligkeit ohne Hindernisse

Hindernisrennen

in höchstmöglicher Geschwindigkeit müssen Hindernisse bewältigt werden.

Horseball

Eine Art Basketball zu Pferde.

Polo

Eine Art Hockey zu Pferde.

Ringreiten

Mit einem Speer muß ein kleiner Ring im Galopp getroffen werden.

Sonstiges

Außer im
Sport und in der Freizeit wird Reiten auch in der Therapie als Therapeutisches Reiten durchgeführt. Es gibt ein breites Angebot von Vereinen und Reitschulen, die es auch Anfängern ohne jegliche Erfahrung und ohne eigenes Pferd ermöglichen ihre ersten Erfahrungen im Umgang mit dem Pferd zu sammeln. Daneben besteht die Möglichkeit das Reiten in einem so genannten Reiterurlaub zu erlernen. Dieser Reiterurlaub kann sich neben den Anfängern durchaus auch an sehr fortgeschrittene Reiter wenden, die neue Reitweisen erlernen, oder auch einfach einmal eine Weile auf anderen Pferden reiten wollen.

Literatur: Ein Einführungsbuch zum Dressurreiten ist Horst Stern: So verdient man sich die Sporen.

Fahrsport

Fahrsport bezeichnet im weitesten Sinne das Fahren mit Pferdefuhrwerken zu Hobbyzwecken.

In Deutschland steht Fahrsport im Gegensatz zum Freizeitfahren tendenziell für Fahrturniere bzw. das Training dafür.

Auf Fahrturnieren wird im allgemeinen ein-, zwei- oder vierspännig gefahren. Die meisten Turniere bestehen aus Prüfungen in den Disziplinen Dressur, Marathon und Kegelfahren. Diese werden einzeln gewertet, das Gespann mit den besten Resultaten aller drei Teilprüfungen ist Sieger.

Dressur

Hier wird auf einem 40x100 Meter großen Feld ein vorgeschriebenes Programm absolviert, gefahren werden sollte hier mit stilechter Kleidung in traditionellen Kutschen.

Marathon

Gefahren wird eine in 5 Teilstrecken getrennte Strecke, meist etwa 20 km. In den Teilstrecken sind bestimmte Gangarten und Zeiten einzuhalten. Der letzte Streckenabschnitt hat acht Hindernisse, die möglichst schnell zu durchfahren sind. Häufig sind auch Geländehindernisse wie etwa Bachdurchfahrten zu meistern. Im Hindernisparcours darf galoppiert werden. Gefahren wird in Sportkleidung mit Marathonwagen. Der Beifahrer (Groom) stabilisiert in schnellen Kurven die Kutsche durch Gewichtsverlagerung und sagt dem Fahrer häufig laut rufend die Linienführung bzw. den Weg durch die Hindernisse an.

Kegelfahren

Auf einem Parcours sind 20 Kegelpaare aufgestellt, deren Abstand etwa 20 cm weiter ist als die Wagenspur. Die Kegelpaare sind innerhalb einer festgelegten Strecke möglichst schnell zu durchfahren, ohne einen Kegel umzuwerfen oder ein Paar auszulassen.

Handarbeit

Das Arbeiten des Pferdes vom Boden aus, das heißt ohne zu reiten. Im engeren Sinne der klassischen Reitkunst ist die Handarbeit eine Technik, bei der ein Pferdeführer ein Pferd mit einer Doppellonge führt und dabei hinter oder schräg hinter dem Pferd mitgeht. Das Pferd kann dabei praktisch alle Lektionen bis zur hohen Schule ausführen.




     
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