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Pfeilschwanzkrebse



Pfeilschwanzkrebse
Systematik
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Stammgruppe: Urmünder (Protostomia)
Überstamm: Häutungstiere (Ecdysozoa)
Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
Unterstamm: Kieferklauenträger (Chelicerata)
Klasse: Merostomata
Ordnung: Pfeilschwanzkrebse (Xiphusura)
Familie: Pfeilschwanzkrebse (Limulidae)
Arten
  • Limulus polyphemus
  • Carcinoscorpoius rotundicauda
  • Tachypleus gigas
  • Tachypleus tridentatus

Die Pfeilschwanzkrebse oder Mollukkenkrebse (Xiphosura: Limulidae) sind die einzige Ordnung und zugleich einzige Familie innerhalb der Klasse der Merostomata, die innerhalb der Kieferklauenträger den Spinnentieren gegenüber gestellt wird.

Die seit dem Kambrium bekannten Pfeilschwanzkrebse sind nach einer Blütezeit vom Silur bis ins Jura heute nur noch in vier Arten bekannt, die an der amerikanischen Atlantikküste und in Südostasien vorkommen und alle in die Limulidae eingeordnet werden. Die entsprechend gern als lebende Fossilien bezeichneten Tiere werden bis zu 60 Zentimetern lang. Neben den Pfeilschwanzkrebsen werden auch die ausgestorbenen Seeskorpione häufig zu den Merostomaten gestellt.

Table of contents
1 Lebensweise der Pfeilschwanzkrebse
2 Bau der Pfeilschwanzkrebse
3 Fortpflanzung und Entwicklung

Lebensweise der Pfeilschwanzkrebse

Pfeilschwanzkrebse leben an den flachen Sandküsten tropischer Meere in Tiefen zwischen 10 und 40 Metern. Normalerweise leben Pfeilschwanzkrebse auf dem Boden, können aber auch (mit der Bauchseite nach oben) schwimmen. Sie ernähren sich von Muscheln und anderen Weichtieren, die sie im Boden finden und mit der Chelicere oder den Laufbeinen in den Mundraum führen. Alle bekannten Arten können sich einrollen und so vor Feinden schützen. Durch wiederholtes Zusammenrollen und Auseinanderklappen können die Tiere sich im weichen Sand eingraben.

Bau der Pfeilschwanzkrebse

Der Körper der Pfeilschwanzkrebse ist grob hufeisenförmig, weshalb die Arten im englischsprachigen Raum als "Horseshoe crab" bezeichnet werden. Der Hinterleib endet in einem spitzen, starren Schwanzstachel auf, der wie ein Pfeil nach hinten ragt. Der Körper wird in einen Vorderkörper (Prosoma) und einen Hinterkörper (Opisthosoma) mit dem Schwanzstachel eingeteilt, diese sind über ein flexibles Gelenk miteinander verbunden. Allerdings entspricht die Körpergliederung nicht der der Spinnentiere, vielmehr sind bei de Pfeilschwanzkrebsen die ersten beiden Hinterleibssegmente Teil des Vorderkörpers geworden.

Der mit einem mächtigen Panzer versehene Vorderkörper besitzt beiderseits eine Erhebung, auf der zwei komplexen Facettenaugen sitzen, außerdem besitzen die Tiere zwei Punktaugen am Vorderrand des Panzers. Auf der Unterseite befindet sich der im Vergleich zum Panzer relativ kleine Körper mit fünf einfach gebauten Beinpaaren, bei denen die ersten 4 Beine in einer Schere endet. Das letzte Laufbein endet in langen Borsten und besitzt am Grundglied (Coxa) einen kurzen zweiten Ast, das Flabellum. Dieser dichtet den Kiemenraum nach vorn ab.

Vor den Laufbeinen befindet sich die klauenartige Chelicere, die als Mundwerkzeug dient. Der Mundraum liegt zwischen den Hüftgliedern der Laufbeinpaarse und bildet eine rinnenartige Struktur. Der Hinterkörper besitzt sechs Paar plattenförmiger Extremitäten, die den Kiemenraum mit bis zu 150 übereinanderliegenden Buchkiemen abdecken.

Fortpflanzung und Entwicklung

Die geschlechtsreifen Tiere sammeln sich im Frühsommer im Gezeitenbereich an den flachen Küsten ihrer Heimatmeere, wo sich die Männchen mit Hilfe ihrer entsprechend gestalteten Vorderbeine an den Weibchen festkrallen. Diese legen ihre Eier (200 bis 1000) in eine flache Sandmulde, wo sie dann besamt und zugedeckt werden.

Die erste freischwimmende Larve der Pfeilschwanzkrebse wird aufgrund ihrer Form als Trilobitenlarve bezeichnet. Sie besitzt bereits alle Segmente, jedoch nur 9 Paar Extremitäten. Die restlichen Beinpaare sowie den Schwanzstachel erhalten sie nach der ersten Larvenhäutung, geschlechtsreif werden die Tiere nach 9 bis 12 Jahren.




     
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