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Peru



(Details)
Wahlspruch: Libertad y Orden, span. "Freiheit und Ordnung"
Amtssprachen Spanisch, Quechua, Aymara
Hauptstadt Lima
Staatsform Republik
Präsident Alejandro Toledo Manrique
Regierungschef Carlos Ferrero Costa
Fläche 1.285.220 km²
Einwohnerzahl 28.409.897 (Juli 2003)
Bevölkerungsdichte 22,1 Einwohner pro km²
Unabhängigkeit von Spanien am 28. Juli 1821
Währung Neuer Sol (Nuevo Sol)
Zeitzone UTC-5
Nationalhymne Somos libres, seámoslo siempre
Kfz-Kennzeichen PE
Internet-TLD .pe
Vorwahl +51
Klimaregionen
Die Republik Perú (spanisch República del Perú, ketschua Piruw) ist ein Staat in Südamerika und grenzt an Ecuador, Kolumbien, Brasilien, Bolivien und Chile.

Table of contents
1 Geschichte
2 Politik
3 Geographie
4 Wirtschaft
5 Tourismus
6 Bevölkerung
7 Kultur
8 Siehe auch
9 Weblinks

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Perus

Peru ist ein Land mit Jahrtausende alten prä-inkaischen Kulturen. Das Reich der Inka umspannte große Teile der heutigen Gebiete Kolumbiens, Ecuadors, Perus, Boliviens, Argentiniens und Chiles an der Westküste Südamerikas. Während der Inkaperiode war das auf den Hochebenen Perus gelegene Cuzco die Hauptstadt.

Die Spanier eroberten dieses Land und gründeten für die spanische Krone das Vizekönigreich Peru, das auf seinem Höhepunkt vom heutigen Panama bis zum äußersten Süden des Kontinents reichte.

1821 wurde das Land durch José de San Martín und Simón Bolívar befreit und erhielt seine Unabhängigkeit.

Politik

Hier sollte ein Überblick über das politische System Perus (Verfassung, Regierung, Parteien, Gewerkschaften, Konflikte) stehen.

Siehe auch: Liste der Staatspräsidenten von Peru

Geographie

Perú besitzt drei völlig unterschiedliche Klimaregionen: Costa (Küste), Sierra (Anden), Selva (Regenwald).  
Die Costa steht unter dem Einfluss des Humboldtstroms und ist weitgehend eine Küstenwüste, in der nur entlang der aus den Anden kommenden Flüsse, in Flussoasen, Landwirtschaft möglich ist. 

Im Süden Perús, an der Grenze zu Chile, beginnt die trockenste Wüste der Erde, die Atacama-Wüste. Im südlichen Bereich der Costa bis nach Lima, das ungefähr auf der Hälfte des Küstenstreifens liegt, sind Regenfälle während des Jahres extrem selten. Nördlich von Lima nehmen Bodenqualität und Regenfall etwas zu, so dass hier auch Landwirtschaft außerhalb der Flussoasen möglich ist. Die Temperaturen schwanken zwischen 12 Grad im Winter und 35 Grad im Sommer.

Hinter der schmalen Küstenregion beginnt die Sierra. Sie besteht aus mehreren Bergzügen der Anden, die von Längstälern (span. callejón) unterbrochen werden. Von West nach Ost sind das die Schwarzen Kordilleren (cordillera negra, bis ca. 5000 m), gefolgt vom callejón de huaylas (um 3000 m). Der nächste Bergzug sind die Weißen Kordilleren (cordillera blanca), hier befindet sich der höchste Berg Perus, der Huascaran (6768 m). Weiter Richtung Osten erstreckt sich das callejón de conchucos (mit dem Fluss Marañón, einem Quellfluss des Amazonas), abgelöst von weiteren Bergketten. Die mittlere Jahrestemperatur in 3300 m Höhe liegt bei 16 Grad. Mitunter sind in der eher niederschlagsarmen Region heftige Regenfälle von Oktober bis April zu erwarten. Größere Städte in dieser Region sind Huaraz (ein Paradies für Bergkletterer) und Cuzco. In der Nähe Cuzcos liegt auch die legendäre Inka-Stadt Machu Picchu.

Östlich der Anden beginnt die Regenwaldregion (Selva). Der Übergang ist dabei fließend, da es einen tropischen Bergwald gibt, in dem ein milderes Klima herrscht. In der durch Tageszeitenklima bestimmten Region beträgt die Jahresmitteltemperatur ca. 26 Grad und der Jahresniederschlag erreicht bis zu 3800 mm/m². Dort entspringen auch weitere Quellflüsse des Amazonas, der durch das Amazonasbecken in Richtung Brasilien fließt. Die einzige größere und auch für den Tourismus wichtige Stadt in dieser Region ist Iquitos. Sie ist von Lima aus nicht auf dem Landweg erreichbar, sondern nur mit dem Flugzeug oder dem Boot.

Städte: Lima (8.000.000 Einw.), Trujillo (2.200.000), Chiclayo (1.100.000), Arequipa (1.100.000), Callao (750.000), Piura (340.000), Iquitos (300.000), Cuzco (300.000), Huancayo (300.000).

Berge: Nevado Huascarán (6768) m, Yerupaja (6634 m), Coropuna (6425 m), Ampato (6310 m), Chachani (6075 m), Volcán Misti (5822 m)

Flüsse: Apurímac, Urubamba, Ucayali, Marañón, Napo, Putumayo

 
Seen: Titicacasee, Lago di Junín

Verwaltungsbezirke: Amazonas, Ancash, Apurimac, Arequipa, Ayacucho, Cajamarca, Callao, Cusco, Huancavelica, Huanuco, Ica, Junin, La Libertad, Lambayeque, Lima, Loreto, Madre de Dios, Moquegua, Pasco, Piura, Puno, San Martin, Tacna, Tumbes, Ucayali

Wirtschaft

Peru hat eine gelenkte Volkswirtschaft, die in den letzten Jahren zunehmend dereguliert und privatisiert wurde. Dies hat dazu geführt, dass vor allem nordamerikanische Konzerne, aber auch europäische Firmen, den Markt beherrschen. Teilweise ist der Zustand monopolartig, wie z.B. die beherrschende Stellung der spanischen Telefónica im Telekommunikationsbereich.

Das Land ist reich an Bodenschätzen, vor allem Gold und Kupfer, die durch internationale Konsortien ausgebeutet und exportiert werden. Zusätzlich spielen die Fischerei und Landwirtschaft eine wichtige Rolle, neben Zuckerrohr wird viel Kaffee ausgeführt.

Industrie konzentriert sich auf die Küste und dort vor allem auf Lima, die restlichen Gebiete sind, außer bei Bodenschätzen, untergeordnet.

Tourismus

Hauptartikel: Tourismus in Peru mit Hinweisen zu den Sehenswürdigkeiten

Peru ist durch seine landschaftliche Vielfalt interessant für jede Art von Tourismus. Ökotourismus bietet sich an, da es viel unberührte Natur gibt, vor allem im Regenwald im Osten des Landes. Die Anden bieten neben Wanderungen bei Huaraz und Cuzco (Inkatrail) noch Bergsteigen und Wildwasserfahrten. Einige historische Stätten sind interessant, insbesondere Machu Picchu, die schönste archäologische Stätte Südamerikas. Auch der Titicacasee ist ein weiteres touristisches Highlight.

Das Land ist gut erschlossen, wenn auch durch die Gebirgslage das Reisen manchmal beschwerlicher als in Europa ist.

Bevölkerung

Religionen: Katholiken (90%), Protestanten (3%), Anhänger von Naturreligionen. Rund eine halbe Million Peruaner leben aufgrund einer anhaltenden Emigration im Ausland, vor allem in den USA, Europa und Japan. 80% der Einwohner Perus sind indianischer Abstammung (knapp die Hälfte davon offiziell Mestizen).

Kultur

Die Kultur Perús ist einerseits geprägt durch die spanischen Eroberer und den durch ihnen mitgebrachten katholischen Glauben. Andererseits sind, besonders in den ländlichen Gebieten, viele Traditionen erhalten geblieben, die auf die Inkas oder andere Kulturen zurückgehen, die bereits vor der spanischen Eroberung existierten.

Etwa 85% der Peruaner sind katholisch (eine Folge der zwangsweisen Missionierung durch die Eroberer), jedoch lebt ein gewisser Teil ihrer Ur-Traditionen auch in christlichen Ritualen weiter (neuerdings erzielen auch evangelische Sekten einen großen Zulauf). In Lima kann man viele prachtvolle Bauten im Kolonialstil bewundern.

Das kulturelle Leben konzentriert sich auf die wenigen großen Städte. Allein in Lima lebt ca. ein Drittel der Gesamtbevölkerung. Diese durch Landflucht ausgelöste Tatsache hat große soziale Probleme zur Folge: Armut und Kriminalität sind in Lima nicht zu übersehen.

Künstler

Siehe auch

Weblinks




     
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