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Persönliche Ausrüstung eines Feuerwehrmannes



Die persönliche Ausrüstung eines Feuerwehrmannes ist eine persönliche Schutzausrüstung (PSA) und gewährleistet dem Feuerwehrmann Schutz vor äußeren Einwirkungen, die in einem Feuerwehreinsatz auftreten können.

Table of contents
1 Grundausrüstung
2 Zusatzgegenstände
3 Siehe auch

Grundausrüstung

Die Grundausrüstung ist im Einsatz immer zu tragen. Man kann nur generell sagen, welche Ausrüstungsteile zur Grundausrüstung gehören. Wie sie aufgebaut und ausgestattet sind, bleibt den einzelnen Herstellern überlassen. Die einzelnen Teile müssen jedoch der EU-Norm entsprechen.

Im einzelnen besteht die Grundausrüstung aus:

Feuerwehrschutzanzug

Die Schutzhose und die Schutzjacke sind aus einem feuerfesten Material (z.B. Nomex) gefertigt und sollen Schutz vor Brandeinwirkung bieten. Oft ist sie auch mit weißen und/oder gelben Leuchtstreifen versehen, wodurch die Feuerwehrleute auch Nachts und in verqualmten Bereichen gut zu sehen sind. Die Feuerwehrschutzhose ist grundsätzlich bei allen Einsätzen zu tragen.

Diese Hosen können Latzhosen sein oder aber nur bis zur Gürtellinie reichende. In diesem Fall muss aber eine längere Schutzjacke, ebenso aus Nomex getragen werden.

Es können aber auch Kombinationen aus Hose und Jacke, so genannte Overalls getragen werden.

Laut Norm müssen sowohl Hose als auch Jacke im Brandeinsatz eine Schutzwirkung von 40 Watt aufweisen.

Österreich

In Österreich werden viele ältere Einsatzhosen und Blusen mit einer Schutzwirkung von 20 Watt auch bei technischen Einsätzen getragen, so dass entweder für Brandeinsatz und technischen Einsatz zwei verschiedene Uniformen verwendet werden oder aber im Brandeinsatz eine zusätzliche Schutzhose und eine Schutzjacke mit jeweils 20 Watt getragen wird.

War bis vor einigen Jahren die Farbe der Einsatzbekleidung bis auf einige Bunderländer einheitlich grün, wurde die Farbe auf blau geändert, wobei aber alte Bekleidungsstücke aufgetragen werden können. Die Umstellung wird gerade bei kleineren Feuerwehren noch einige Jahre andauern. Unabhängig davon, werden vor allem von Feuerwehren, die auf Autobahnen Einsätze fahren, auch rote Schutzanzüge aus Sicherheitsgründen verwendet. Dies wird zwar von den Landesfeuerwehrkommandanten nicht gerne gesehen, können es aber nicht wirklich verbieten, da die Ortsfeuerwehr dafür verantwortlich ist.

Feuerwehrhelm

Der Feuerwehrhelm besteht aus einem herkömmlichen Helm aus Stahl, Aluminium oder Duroplast. Er ist mit einem Visier zum Schutz vor Splittern und mit einem Nackenschutz versehen. Zusätzlich kann noch ein Hitzeschutzvisier, das die Hitze reflektiert montiert sein. Der Feuerwehrhelm soll den Kopf gegen herabstürzende Gegenstände und umherfliegende Teile schützen und ist deshalb auch bei jedem Einsatz zu tragen. Bei technischen Hilfeleistungen ist immer ein Helm mit Schutzvisier zu tragen.

Des weiteren ist der Feuerwehrschutzhelm nachleuchtend: Wenn er für kurze Zeit angeleuchtet wird, ist er noch lange im Dunkeln zu sehen. Zusätzlich ist er noch mit einem reflektierenden Streifen ausgestattet. Außerdem ist er mit einer Sprengsicherung ausgestattet. Diese Sprengsicherung ist ein Kinngurt, der sich bei einem plötzlichen Schlag öffnet und der Helm vom Kopf weggerissen werden kann. Somit wird ein Peitschenschlag gegen den Kopf mit schweren Verletzungen verhindert. Oft werden noch zusätzliche reflektierende Symbole aufgeklebt, die z.B. Dienstgrad oder einen Atemschutzgeräteträger kennzeichnen. Manchmal werden am Helm noch zusätzliche Helmlampen befestigt, um die Hände zum Arbeiten frei zu haben. Auch für die Funkgeräte gibt es Helmgarnituren, die am Helm festgeklemmt werden.

In Österreich werden vieler Orts noch die so genannten Spinnenhelme verwendet. Aber auch andere Helme werden erst langsam je nach finanziellen Möglichkeiten der Feuerwehr mit Nachschaffungsaktionen durch die neuen Kunststoffhelme ersetzt.

Hersteller

Feuerwehrschutzschuhwerk

Das Feuerwehrschutzschuhwerk besteht aus Stiefeln (meist Leder), mit besonders starkem Profil, welche mit Stahlkappen und einer durchtrittsicheren und rutschsicheren Sohle versehen sind. Sie werden aber auch neben vielen anderen umfangreichen Prüfungen auf elektrische Durchlässigkeit geprüft. So dürfen sie keinen kleineren
elektrischen Widerstand als 1'000 Ohm aufweisen.

Es gibt sowohl Schaft-, als auch Schnürstiefel im Feuerwehrdienst, letztere werden mit einem Reißverschluss geschlossen. Die Feuerwehrstiefel sollen die Feuerwehrmänner vor Brandeinwirkung, Ausrutschen, Nässe und herabstürzenden Teilen schützen und sind ebenfalls bei jedem Einsatz zu tragen. Zusätzlich gibt es auch Modelle die durch Kevlareinlagen Schutz vor Verletzungen mit der Motorsäge bieten. Die Schutzhose wird über den Stiefeln getragen, so dass von oben nichts in die Stiefeln hinein fallen kann.

Feuerwehrschutzhandschuhe

Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Feuerwehrschutzhandschuhen:

Zusatzgegenstände

Abhängig von den Gefahren eines Einsatzes und den Aufgaben eines Feuerwehrwehrmannes sind weitere Ausrüstungsgegenstände nötig:

Siehe auch




     
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