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Papierchromatografie



Die Papierchromatografie bzw. -graphie ist ein Trennverfahren der Chromatografie für kleine Substanzmengen wobei ein feines Filtrierpapier die stationäre (= ruhende) Phase, und Lösungsmittel die mobile (= bewegliche) Phase darstellt.

Die gelöste Probe wird in einem kleinen Tropfen auf das Filterpapier aufgebracht, daneben meist ein oder mehrere Tropfen mit einer oder mehreren bekannten Vergleichssubstanz(en). Das getrocknete Filterpapier so in ein geschlossenes Glasgefäß gestellt oder gehängt, dass das Papier nicht die Glaswand berührt. Der Startpunkt befindet sich am unteren Ende so weit vom Papierrand entfernt, dass er nicht in das Lösungsmittel eintaucht. Durch die Kapillarwirkung steigt das Lösungsmittel nach oben und transportiert die Substanzen mit, wobei sich durch die Wechselwirkung (Adsorption und Desorption) der Substanz mit dem Papier eine substanzspezifische Wanderungsgeschwindigkeit ergibt.

Gebräuchlich ist neben der eindimensionalen Papierchromatografie auch die zweidimensionale Papierchromatografie (zweimaliger Durchlauf der Substanz bei Drehung des Chromatogramms um 90°) für die Trennung komplexerer Gemische, wie beispielsweise Aminosäuren aus Proteinen. Farblose Proben werden nach dem Trocknen des Chromatogramms mit einem Reagens sichtbar gemacht, bei Aminosäuren beispielsweise durch Aufsprühen von Ninhydrin.

Der Nobelpreis für Chemie des Jahres 1952 wurde an Archer John Porter Martin und Richard Laurence Millington Synge für die Entwicklung dieser Chromatografieart verliehen.




     
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