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Palermo



Palermo ist die größte Stadt der Insel Sizilien. Sie liegt an einer Bucht an der Nordküste der Insel. Die Ebene, in der sich die Stadt ausbreitet, wird Conca d'oro (Goldene Muschel) genannt

Table of contents
1 Geschichte
2 Sehenswürdigkeiten
3 Weblinks

Geschichte

Die Phönizier gründeten die Stadt als Handelsstützpunkt etwa im 8. Jahrhundert v. Chr Während des Ersten Punischen Krieges war Palermo ein wichtiges Bollwerk der Karthager bis sie 254 v. Chr von den Römern erobert wurde.

Der lateinische Name der Stadt war Panormus. Unter Augustus wurden ehemalige römische Legionäre in der Stadt angesiedelt. Sizilien war in der Antike eine überwiegend griechischsprachige Insel, besonders der Ostteil. Palermo lag etwa an der Grenze zum griechischsprachigen Teil. Nachdem die Wandalen im Jahre 429 ihr Reich in Nordafrika mit dem heutigen Tunesien als Zentrum gegründet hatten, fielen sie mehrfach in Sizilien ein und versuchte es sich dauerhaft einzuverleiben.

Die Stadt fiel 535 wieder an Ostrom, unter dessen Herrschaft sie etwa zweihundert Jahre blühte. Später kam sie dann unter islamische Herrschaft. Unter dieser Herrschaft entwickelte sich Palermo zur Hauptstadt der gesamten Insel. Der arabische Einfluss aus dieser Zeit ist auch heute noch in der Architektur zu sehen. Unter den Normannen (seit 1072) entstanden weitere außerordentliche Gebäude.

1194 übernahmen die Staufer die Macht. Friedrich II baute die Stadt zur glanzvollen Residenz aus. Palermo erlebte seine kulturelle Blüte.

Eines der herausragenden Ereignisse der mittelalterlichen Epoche war die so genannte Sizilianische Vesper. Im Jahre 1282 wurden sämtliche Franzosen Siziliens von der einheimischen Bevölkerung abgeschlachtet, ein für die damalige Zeit außergewöhnliches demozidales Ereignis. Allein in Palermo wurden 2000 Franzosen ermordet. Insgesamt kamen dabei wohl mindestens 10.000 Franzosen zu Tode. (Siehe auch Vergleichende Völkermordforschung.)

In der Folgezeit nahmen die Aragonier, Österreicher und Bourbonen die Stadt in Besitz. Die ehemalige Bedeutung ging verloren. 1860 zog Giuseppe Garibaldi in die Stadt ein und bereits ein Jahr später wurde sie, zusammen mit der gesamten Insel, Bestandteil des Königreiches Italien. Während des Zweiten Weltkrieges wurde Palermo schwer beschädigt.

In jüngster Zeit war Palermo fest in der Hand der Mafia und in ruinösem Zustand. Mutige Staatsanwälte wie Giovanni Falcone oder Paolo Borsellino wurden zu Martyrern des Widerstandes. Unter dem "Antimafia"-Bürgermeister Leoluca Orlando erlebte die Stadt jedoch ein rasches Aufblühen. Auch die einst von Verdi-Uraufführungen ausgezeichnete Oper konnte nach einer mehr als ein Vierteljahrhundert verschleppten Bauzeit wiedereröffnet werden.

Sehenswürdigkeiten

Zu den wichtigen Sehenswürdigkeiten gehören unter vielen anderem

Weblinks




     
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