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Opossums



Opossums

Virginia-Opossum (Didelphis virginiana)
Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Beutelsäuger (Metatheria)
Überordnung: Ameridelphia
Ordnung: Beutelratten (Didelphimorphia)
Familie: Beutelratten (Didelphidae)
Gattung: Opossums (Didelphis)

Opossums (Didelphis) im eigentlichen Sinn sind eine Gattung der Beutelratten mit 3 Arten. In einem allgemeineren Sinne (und im englischen Sprachgebrauch) werden alle Beutelratten und nicht nur Angehörige dieser Gattung als Opossums bezeichnet. Hier geht es aber um die Tiere der Gattung Didelphis. Der Name "Opossum" stammt übrigens aus der nordamerikanischen Indianersprache Algonkin.

Verbreitung

Opossums sind die weitverbreitetste Gattung der Beutelratten und die einzige, die auch in Nordamerika vorkommt. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom südlichen Kanada über die USA bis ins mittlere Argentinien. Eingeführt wurden sie auf einigen Inseln der kleinen Antillen, Neuseeland und Madagaskar.

Beschreibung

Opossums sind die größten Beutelratten. Sie erreichen eine Körperlänge von 32 bis 50 cm (vergleichbar mit der Hauskatze), dazu kommt ein ebenso langer, nackter Schwanz. Ihr Fell ist weißlich bis grau gefärbt, am Kopf haben sie meist drei schwarze Streifen, einen über jedem Auge und einen in der Mitte. Alle vier Füße haben fünf Zehen mit Krallen außer der ersten Zehe der Hinterfüße, die daumenartig entwickelt ist und den anderen Zehen gegenübergestellt werden kann.

Lebensweise

Für gewöhnlich leben Opossums in bewaldeten oder buschbewachsenen Gebieten. Allerdings sind sie Kulturfolger und kommen auch in Plantagen, Parks und Städten vor. Ihr Verbreitungsgebiet ist seit der Ankunft der Europäer in Nordamerika gewachsen.

Opossums sind nachtaktive Einzelgänger. Anderen Opossums begegnen sie meistens aggressiv. Sie können gut schwimmen, und mit Hilfe ihres Greifschwanzes auch gut klettern, wobei sie manchmal nur mit ihrem Schwanz auf Ästen hängen. Trotzdem leben sie aber meist auf dem Boden. Den Tag verbringen sie ist Felsspalten, hohlen Bäumen, in selbstgegrabenen Bauten oder in Nestern, die sie aus Gräsern und Blättern errichten. Opossums sind nicht dauerhaft reviergebunden, sie bewohnen ein bestimmtes Gebiet nur für ein paar Monate. In dieser Zeit verteidigen sie dieses allerdings hartnäckig gegen andere Opossums.

Zu den natürlichen Feinden der Opossums zählen unter anderem Kojoten, Füchse, Eulen und große Greifvögel. Wenn sie bedroht werden, stellen sie sich tot. Dieses Totstellen ist so auffällig, dass es in Amerika als "playing possum" zur Redewendung wurde.

Nahrung

Opossums sind Allesfresser. Sie ernähren sich sowohl von Insekten, kleinen Wirbeltieren und Aas als auch pflanzlichem Material wie Früchtem und Körnern.

Fortpflanzung

Opossumweibchen haben einen gut entwickelten Beutel mit meist 13 Zitzen darin, welche kreisförmig angeordnet sind. Nach nur zwölf- bis vierzehntäiger Tragzeit (eine der kürzesten aller Säugetiere) kommen rund 20 Jungtiere zur Welt. Die Neugeborenen sind winzig, sie werden nur 1 cm lang und haben ein Gewicht von 0,13 g. Nicht alle kommen im Beutel unter, diese verenden dann. Im Alter von zwei bis drei Monaten verlassen sie erstmals den Beutel. Wenn nicht mehr alle im Beutel Platz haben, reiten einige Jungtiere am Rücken der Mutter. Mit drei bis vier Monaten sind sie selbständig und gegen Ende des ersten Lebensjahres werden Opossums geschlechtsreif.

Ihre Lebenserwartung beträgt in freier Wildbahn nicht mehr als zwei bis drei Jahre, Exemplare in Gefangenschaft werden älter (bis zu fünf Jahren).

Mensch und Opossum

Als Kulturfolger profitieren Opossums mehr von der Anwesenheit des Menschen als viele andere Tiere. Sie finden Nahrung in Mülleimern und auf Plantagen und es wird ihnen nachgesagt, dass sie manchmal Geflügel reißen. Opossums wurden wegen ihres Fleisches gejagt, ihr Fell ist als Pelz verbreitet und auch als Labortiere finden sie Verwendung. Darüberhinaus werden viele Opossums Opfer des Straßenverkehrs. Trotzdem sind sie häufig und keine der Arten ist laut IUCN gefährdet.

Die Arten




     
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