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Natur- und Umweltpädagogik



Welche Bedeutung haben naturkundliche Aktivitäten für Kinder in einer Großstadt?

Gerade in einer Stadt, in der Kinder wenig über die Natur erfahren, ist es wichtig ihnen einen Zugang zu gewährleisten. Das Erkunden in der Natur eignet sich gut für Vor- und Grundschulkinder. Hier können sie Erfahrungen sammeln und sie mit anderen Bereichen verknüpfen.

Es ist erschreckend wie lückenhaft das naturwissenschaftliche Wissen der Stadtkinder ist. Durch Natur können sie ästethetische Gefühle entwickeln, z.B. bei einem Sonnenuntergang. In der NAtur können sie gemeinsam etwas erleben, z.B. bei einer Schnitzeljagd. Die Kinder sollten auch die Bäume differenziert wahrnehmen können.

Außedem sollten Kinder den Unterschied zwischen Natur und Umwelt kennen. Sie müssen außerdem erkennen, daß sie dem System Natur innewohnent sind. Menschen sind Teil der Natur. Die Natur hat einen Doppelcharakter. Einerseits ist sie Lebensgrundlage, z.B. Nahrung. Andererseits ist sie auch Bedrohun, z.B. Unwetter. Die Kinder sollten erkennen, inwiefern der Mensch die Natur ausbeutet. Außerdem einsehen, wie Kulturabhängig dies ist. Der Mensch tritt diesem System einmal als Individuum und einmal als Kollektiv entgegen. Kinder sollen lernen, wie sie etwas Gutes tun können. Zwar kann ein kleiner Teich nicht die Wüste zum Blühen bringen, doch jeder kleine Schritt zählt.

Die Kinder müssen erkennen, wie zerbrechlich unsere Erde ist und sich für sie verantwortlich fühlen. Sie sollten sehen, wie schädlich Waldsterben und wie grausam Massentierhaltung ist.

Die Kinder müssen wieder lernen einen Bezug zur Natur aufzubauen. Deswegen wäre es mehr als sinnvoll mit ihnen in den Wald zu gehen. Dort können sie gemeinsam etwas entdecken. Dies ist förderlich für ihr Sozialverhalten.

Der Mensch war vor einigen Jahrhunderten noch viel verbundener mit der Natur. Er fürchtete sei. Er verehrte sie. Er brachte ihr Opfer dar. Dieser Bezug geht uns immer mehr verloren. Da der Mensch aber so geschaffen ist, Eins mit der Natur zu sein, kann sich diese Distanzierung nur negativ auf seine Entwicklung auswirken. Viele große Denker hatten in der NAtur ihre großen Erkenntnisse, z.B. Newton und sein Apfel oder Fröbel auf seiner Wanderschaft. Sie erkannten, wie wichtig dies ist. Durch die Natur entwickelnt sich Neugierde. Wir dürfen den Kindern diese Erfahrungen nicht vorenthalten. Nur durch das genaue Beobachten der Natur, konnte der Mensch soweit kommen. Denkbar wäre es mit den Kindern eine Relation von Flugzeug und Vogel aufzustellen. Die Natur ist so mannigfaltig. Vor ihr lernt ein Mensch erst wahre Erkenntnis. Die ersten Wissenschaftler waren Biologen. Wie wichtig ihnen dies war kann man an den Höhlenzeichnungen erkennen. Aber: dieser Bezug, der so lebenswichtig für uns ist, geht imm mehr verloren. Deswegen muß der Erzieher die Kinder für Naturerfahrungen und Umweltbewußtsein sensibilisieren, wenn er pädagogisch gut arbeiten will.

Wie kann der Erzieher arbeiten?

Wichtig ist es von den interessen der Kinder auszugehen. Wenn die Kinder selber die Intention haben, ist das Lernen viel effektiver. Lernen soll Spaß machen. Ihnen Natur- und ERlebnispädagogik aufzuwängen, ist nicht sinnvoll. Man sollte die natürliche Neugierde der Kinder nutzen um ihnen die Natur näherzubringen.

Man könnte mit den Kindern zu einem Teich gehen (oder noch besser mit ihnen einen eigenen Teich anlegen). Es wäre möglich mit einem Marmeladenglas Tiere in einem Feuchtgebiet zu sammeln. Ist der Teich auf dem KiTa-Gelände? Umso besser! Wenn die Kinder die Tiere gesammelt haben, ist es wichtig das GEspräch mit ihnen zu suchen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass bestimmte Dinge unrefelktiert zurückbleiben.

Die Kinder anhand solcher Untersuchungen ihre Sonderstellung als Mensch und die damit verbundene extreme Verantwortung besser erfassen. Es ist wichtig, die Kinder so früh wie möglich für die Natur zu sensibilisieren. Gerade in den frühren Jahren bilden sich Charaktereigenschaften, Werte und Normen. So könnte den Kindern der Wert und die Kostbarkeit des Lebens vermittelt werden. Die jungen Menschen lernen dadurch Tiere zu lieben. Diesen Wert finde ich sehr sinnvoll. Ich bin der Auffassung, dass eine Gesellschaft ohne Werte "wertlos" ist. Über die Natur läßt sich dieses gut verstehen. Kinder können sich als teil eines großen Ganzen erkennen.

Es wäre sinnvoll bei dem Beispiel des Marmeladenglases die Kinder zu fragen: Was ist das für ein Tier? Wovon lebt es? Wo sind die Augen? Schwimmt es oben oder unten im Marmeladenglas? Anhand dieser Fragen können Kinder beobachten, betrachten, experimentieren und Rückschlüsse ziehen. Dies wirkt sich positiv auf die kognitive Entwicklung aus.




     
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