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MULE



M.U.L.E. (für Multiple Use Labor Element; ein Backronym zu mule, englisch für Maultier) ist ein Multiplayer-Computerspiel. Es wurde zunächst entwickelt für den Atari 800-Computer und den C64, später portiert auf viele weitere Systeme (IBM PCjr, Nintendo Entertainment System, MSX-1, PC-8801 MKII).

Es wurde 1983 programmiert von Ozark Softscape (Dani Bunten et al), herausgegeben von Electronic Arts.

M.U.L.E. ist äußerst bedeutend für die Geschichte der Computerspiele. Nicht nur, dass es eines der ersten Strategiespiele überhaupt für mehrere Spieler war, beeinflusste es eine ganze Spielegeneration. Viele der heute bekanntesten Designer von Computerspielen wie z.B. Will Wright oder Sid Meier bezeichneten M.U.L.E als Vorbild und Quelle der Inspiration - häufig sogar als "bedeutendstes Spiel aller Zeiten".

Spielprinzip

Das Spiel ist eine Aufbau- und Wirtschaftssimulation.

Vier Kolonisten werden auf dem neuen Planet "Irata" ("Atari" rückwärts gelesen) abgesetzt und haben dort ein Jahr (12 Runden) Zeit, ihre Kolonie aufzubauen. Danach kehrt das Raumschiff zurück, und der reichste Siedler ist der Sieger - aber nur, wenn die Kolonie insgesamt erfolgreich ist!

Bis zu vier Spieler können die Rolle dieser Kolonisten übernehmen (am Atari 800 können 4 Joysticks angeschlossen werden, bei den anderen Systemen steuern bis zu zwei Spieler mit der Tastatur). Die unbesetzten Positionen werden vom Computer geführt.

Die Landkarte wird für jedes Spiel neu erzeugt indem Ebenen und Gebirge zufällig verteilt werden, es gibt aber stets ein Flusstal in der Mitte. Ebenso ist die Siedlung mit den Läden und der Kneipe in der Mitte des Flusstals.

Ein M.U.L.E. ist ein Maulesel-ähnlicher Arbeitsroboter. Diese werden für eine Aufgabe ausgerüstet, auf einer Parzelle installiert und produzieren dort je nach Ausrüstung Lebensmittel (food), Energie (energy), "Schmitz-Erz" (smithore) oder "Krystit" (crystite).

Jeder Spieler braucht jede Runde eine bestimmte Menge an Lebensmitteln und Energie. Der Lebensmittel-Vorrat bestimmt die Zeit, die einem Spieler zur Landentwicklung zur Verfügung steht. Die benötigte Energie richtet sich nach der Anzahl installierter M.U.L.E.s. Schmitz-Erz wird gebraucht zur Produktion von neuen M.U.L.E.s. Krystit ist nur als Wertanlage bzw. zur Spekulation gut.

In jeder Runde finden folgende Aktionen statt:

Bei Landverteilung und den Versteigerungen sind alle Spieler gleichzeitig beteiligt und markieren ihr Wunschgrundstück bzw. drehen an ihren Preisen.

Bei Versteigerungen ist neben Handel mit dem Laden auch Privathandel zwischen zwei Spielern möglich.

Das Gelände ist für die Produktion unterschiedlich gut geeignet: am meisten Schmitz-Erz gibt es z.B. in den Bergen, Lebensmittel dagegen im Flusstal.

Je nach Angebot und Nachfrage schwanken die Preise - und am Anfang ist alles knapp...

Es sind auch viele kleine Gemeinheiten möglich, z.B. ein Monopol bei einer Warensorte aufzubauen, und dann Aufkaufen aller Vorräte im Laden, um die Preise hochzutreiben; oder Horten des Schmitz-Erz um M.U.L.E.s zu verknappen.

Weblinks




     
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