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Mod (Computerspiel)



Im Sektor der PC-Spiele bezeichnet Mod (Kürzel für Modifikation) eine von Spielern oder Spieleentwicklern erstellte Erweiterung an einem Computerspiel. Bei einem Mod spricht man dabei nicht von einzelnen Maps (Multi- oder Singleplayer), Spielermodellen, Skins o.ä., sondern von einer Vielzahl von Ergänzungen, die als ganzes ein neues Spielerlebnis erlauben. Vereinzelt wird auch von einer sogenannten Total Conversion gesprochen, wenn das modifizierte Spiel keinerlei Inhalte des Originalspiels übernimmt, d.h. nur noch dessen Plattform (Engine) nutzt.

Die Art, in welcher ein Mod das betreffende Spiel verändert oder ergänzt, wird lediglich durch die Kreativität ihrer Entwickler begrenzt, die sich in der Regel aus der Fanszene heraus zusammentun. Aus diesem Grund sind Mods in der Regel private, nicht-kommerzielle Projekte und finanzieren sich lediglich aus dem Budget ihrer Entwickler. Oft unterstützen Spiele-Firmen selbst allerdings auch die Mod-Entwicklung, da sie eine vergleichsweise günstige Möglichkeit darstellen, das bereits fertiggestellte PC-Spiel zu ergänzen und somit für den Käufer noch attraktiver zu machen. Insbesondere veröffentlichen die Spieleentwicklungsfirmen spezielle Editoren und SDKs, um die Veränderung ihrer Spiele zu ermöglichen. Wird dies nicht getan, wird seitens der Mod-Entwickler vereinzelt auch auf Techniken des Reverse Engineering zurück gegriffen, um dennoch Einfluß auf das ursprüngliche Spiel nehmen zu können.

Vielen Mods ist es gelungen, weit über ihre Fangemeinde hinaus bekannt zu werden. Bekanntestes Beispiel dafür ist wohl Counter-Strike, das ursprünglich als eine Modifikation für das Spiel Half-Life entwickelt wurde, mittlerweile aber auch als eigenständiges Spiel erhältlich ist. Die Entwicklung eigenständiger Modifikationen hat sich jedoch erst in den letzten Jahren aus dem Untergrund hervorgetan. Die ersten Mod-Programmierer hatten oft juristische Probleme mit den Spiele-Herstellern, die gar nicht gerne sahen, was manche Hobby-Programmierer mit ihrer Software anstellten und so kam es mitunter zu Unterlassungsklagen. Das änderte sich erst mit Quake 1. Anstatt rechtliche Schritte einzuleiten, veröffentlichte id Software Scripts, Dokumente, Anleitungen, FAQs und später sogar teilweisen Quellcode des Spieles (mittlerweile komplett veröffentlicht), was der Mod-Community Ansporn genug war, die Entwicklung voranzutreiben, und den Bekanntheitsgrad des Spiels im Nachhinein nicht unbeträchtlich beeinflusste. Mittlerweile trifft man oft auf die Situation, dass Spiele-Hersteller bereits bei der Veröffentlichung ihrer Produkte den Kontakt zur Mod-Community suchen. Ein gutes Beispiel dafür sind die Spiele der Unreal-Reihe von Epic Games. Von Anfang an bekam man mit dem Spiel den Editor mitgeliefert, um eigene Multiplayerkarten entwerfen zu können. Im Extremfall erfolgt die Veröffentlichung von Editoren zur Modifikation des Spiels sogar vor dem Erscheinen des Spiels selbst.

Für Konsolenspiele egal welcher Art gibt es kaum Mods, da hier die Möglichkeit der bei Modifikationen üblichen Distribution über das Internet aufgrund noch oft fehlender Festplatten oder Internetverbindungen nicht gegeben ist. Zudem benötigt die Entwicklung von Spielen auf Konsolen teure, lizenzierte Entwicklungsumgebungen, die für die Hobbyprogrammierer nicht erschwinglich sind.

Mods werden vor allem in den Spiele-Genres der Ego-Shooter und der Rollenspiele verwendet, aber auch Strategiespiele finden sich in letzter Zeit das Interesse der Modder.

Table of contents
1 Bekannte Modifikationen

Bekannte Modifikationen

Ego-Shooter

Rollenspielee

Strategiespielee




     
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