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Minos



Minos ist in der griechischen Mythologie ein König von Kreta, Sohn des Zeus und der Europa - und damit der Bruder von Rhadamanthys und Sarpedon - sowie der Gemahl der Pasiphaë.

Mit Pasiphaë war er der Vater von Akakallis, Androgeos, Ariadne, Deukalion, Glaukos, Katreus, Phaidra und Xenodike.

Nach einer Erzählung wurden er mit seinen Brüdern von Asterios, dem König von Kreta, adoptiert. In der Frage, wer dessen Nachfolge antreten sollte, kam es zum Streit zwischen den dreien. Als Minos den Poseidon um ein ihm würdiges Opfertier anrief, schickte ihm dieser einen prächtigen Stier, so dass damit der Streit entschieden war und Minos König von Kreta wurde.

Allerdings war der Stier so prächtig, dass ihn Minos nun nicht mehr opfern wollte. Er war sogar so prächtig, dass sich Pasiphaë in diesen verliebte, sich eine hölzerne Kuh bauen ließ und in diese stieg, um bestiegen zu werden. Sie brachte nun ein Ungeheuer zur Welt: den Minotauros ("Stier des Minos") - und manche sagen, dass Minos so für seinen Frevel bestraft wurde.

Von Daidalos ließ er nun ein Labyrinth für den Minotauros bauen, dem die Athener jährlich sieben Jungfrauen und Jünglinge zum Verzehr liefern mussten, bis Theseus sie davon befreite.

Nach antiken Quellen, z. B. Thukydides soll Minos die Karer untertänig gemacht bzw. von Kreta und/oder den Inseln vertrieben haben und große Teile des ägäischen Meers beherrscht haben (Thalassokratie). Ob Kreta während der "minoischen" Zeit eine Thalassokratie innehatte, ist heftig umstritten. Minos wurde mit seinem Bruder Rhadamanthys und mit Aiakos Richter in der Unterwelt.

Nach dem sagenhaften Minos wurde die Kultur von Altkreta als minoisch benannt. Bedeutende Zeugnisse dieser Kultur finden wir z. B. in den Palastanlagen von Knossos und Phaistos.

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