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Methylenblau



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Strukturformel
Allgemeines
Name Methylenblau
Summenformel C16H18N3SCl
Andere Namen Methylthioniniumchlorid, 3,7-Bis(dimethylamino)phenazathiazoniumchlorid
Colour Index Nr. 51015
Kurzbeschreibung dunkelblau, kristallin
CAS-Nummer 61-73-4
Sicherheitshinweise

Xn (gesundheitsschädlich)
R- und S-Sätze R 22
S 2-46
Handhabung Vor Hitze schützen. Von Zündquellen fernhalten. Leere Behälter sind feuergefährlich, Restmengen unter einer Abzugshaube verdampfen lassen. Alle Gerätschaften mit diesem Stoff erden. NICHT verschlucken. Staub nicht einatmen. Bei der Arbeit geeignete Schutzkleidung tragen. Bei Verschlucken sofort einen Arzt rufen und den Behälter oder die Beschriftung vorzeigen. Von inkompatiblen Substanzen fernhalten, so z. B. Oxidationsmittel..
Lagerung Behälter dicht geschlossen halten. Behälter an einem kühlen und gut gelüfteten Ort aufbewahren. Nicht lagern über 20°C.
MAK Maximale Arbeitsplatzkonzentration ml/m3
LD50 (Ratte) 1180 mg/kg
LD50 (Kaninchen) x mg/kg
Physikalische Eigenschaften
Aggregatzustand fest, kristallin
Farbe dunkelblau
Dichte 0,4 - 0,6 g/cm³ (Schüttdichte)
Molmasse 319,86 g/mol
Schmelzpunkt ~180°C (Zersetzung)
Siedepunkt x °C
Dampfdruck x hPa (x °C)
Weitere Eigenschaften
Löslichkeit 50 g/l (in Wasser) (bei 20 °C)
10 g/l (in Ethanol) (bei 20 °C)
Gut löslich in Lösungsmittel
Schlecht löslich in Lösungsmittel
Unlöslich in Lösungsmittel
Kristall
Kristallstruktur Gittertyp angeben
Thermodynamik
ΔfH0g in kJ/mol
ΔfH0l in kJ/mol
ΔfH0s in kJ/mol
S0g, 1 bar in J/mol·K
S0l, 1 bar in J/mol·K
S0s in J/mol·K
Analytik
Klassische Verfahren ''Kurzbeschreibung Nachweisreaktionen (auch der einzelnen Ionen!)
SI-Einheiten wurden wo möglich verwendet. Wenn nicht anders vermerkt wurden Normbedingungen benutzt.

Methylenblau (Methyl(en)thioniniumchlorid, Tetramethylthioninchlorid) ist ein Farbstoff, der in Chemie, Medizin und Färbetechnik verwendet wird.

Als reiner Farbstoff erscheint Methylenblau als dunkelgrünes Pulver, bzw. als dunkelgrüne Kristalle. Es wird zur Blaufärbung von Fasern oder Papier verwendet.

In der Medizin ist es ein wichtiges Antidot bei Kohlenoxid-, Blausäure-, Nitrit- und Anilinvergiftungen, da es den Abbau von Methämoglobin beschleunigt (s. Methämoglobinämie). Weiter wird es noch als Antiseptikum (historisch z.B. zur Bekämpfung von Malaria), Antirheumatikum und zu Diagnosezwecken eingesetzt. In der Histologie wird es zur Färbung bestimmter Gewebearten verwendet.

In der Chemie dient es z.B. als Redoxindikator.




     
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