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Mauser (Vögel)



Als Mauser (von lateinisch mutare: ändern, tauschen) bezeichnet man das Abwerfen und Neuwachstum von Federn bei Vögeln.

Table of contents
1 Die Mauser allgemein
2 Krankhafte Mauser
3 Weblinks

Die Mauser allgemein

Die Mauser ist artspezifisch. Es gibt verschiedene Formen der Mauserung. Allgemein nutzen die Federn ab und müssen daher gelegentlich erneuert werden. Während der Mauser bleiben die meisten Vögel flugfähig. Die Ersetzung der Federn geschieht nach und nach. Teilweise sogar nach einem bestimmten System, um die die Flugfähigkeit zu erhalten. Nur wenige Arten werden bei der Mauserung generell flugunfähig. Sie verstecken sich in dieser Zeit meistens. Diese Vögel werden häufig auch Renner genannt.

Unterschieden wird artspezifisch zwischen

Weitere Einteilungen sind artspezifische Mausern zu speziellen Ereignissen: Die Mauser stellt für die Vögel in der Regel eine enorme Belastung dar. Einige Vögel reagieren in dieser Zeit gereizt. Die Balz-, Paarungs- und Brutzeit ist in der Regel von der Zeit der Mauser getrennt, da auch sie Belastungen mit sich bringen. In der Vogelzucht wird häufig zu speziellem, unterstützendem Futter geraten, das meist Kieselsäure und Mineralien enthält.

Während der Mauserzeit baden Vögel besonders gern in Wasser oder Sand, um Federreste los zu werden.

Biologie der Mauser

Nach einigen Experten ist die genaue Funktion der Mauser noch nicht erforscht. Zur Diskussion steht, dass ein Hormon die Mauser auslöst, sowie dass die Mauser in den Genen festgelegt ist neben der Theorie eines zyklischen Austausches des Federkleids. Dabei scheinen Hormone zumindest teilweise an der Mauser mitbeteiligt zu sein (siehe Schockmauser). Auch die Gene für die Federentwicklung sind bekannt. Die Schwierigkeiten in der Diskussion liegen darin, dass bislang noch nicht alle Phänomene mit den Theorien erklärt werden können.

Zur Entstehung der Feder siehe auch Entwicklung der Vogelfeder.

Krankhafte Mauser

Schockmauser

Als Schockmauser bezeichnet man einen unverhältnismäßigen Federabwurf, der durch
Stress ausgelöst wird. Vermutlich wirken hier die Stresshormone auf die Mauser. Die Schockmauser entspringt wahrscheinlich einem Schutzreflex und dient der Flucht vor einem Angreifer, der nur Federreste zurück behält.

Stockmauser

Die Stockmauser ist eine Gefiederkrankheit, bei der Gefieder im Hals- und Nackenbereich der Vögel nicht richtig nachwächst und das Gefieder glanzlos aussieht. Die Stockmauser kann verschiedene Ursachen haben.

Französische Mauser

Die Französische Mauser hat zwar den Namen Mauser, doch handelt es sich hier um eine Krankheit, sodass keine Erneuerung des Federkleides eintritt. Die Krankheit kann unterschiedliche Schweregrade haben. Sie gilt derzeit als nicht heilbar. Auslöser sind Polyoma-Viren.

Weitere Gefiedererkrankungen finden sich online auch hier.

Weblinks




     
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