WEB LEXIKON: Ein Blick zurück
Hauptseite | Aktueller Wikipedia-Artikel

Magersucht



Die Anorexia nervosa ist der medizinische Ausdruck für die Magersucht. Auch der Begriff Anorexia mentalis wird zur Indikation verwendet.

Table of contents
1 Definition
2 Gründe
3 Folgen
4 Behandlung
5 Literatur
6 Weblinks

Definition

Magersucht ist durch einen absichtlich selbst herbeigeführten Gewichtsverlust gekennzeichnet. Am häufigsten ist diese Störung bei heranwachsenden Mädchen und jungen Frauen. Neben dem Gewichtsverlust sind typische Verhaltensweisen In letzter Zeit nehmen auch Berichte über die Zunahme von Anorexie-Erkrankungen bei Frauen über 40 zu.

Seit wenigen Jahren ist in den Medien häufig von einer so genannten Pro-Ana-Bewegung die Rede. Es handelt sich dabei um verschiedene Strömungen, die keineswegs eine homogene Gruppe bilden. Hauptverbreitungsmedium sind Foren im Internet. Dort tauschen sich bekennende Anorektikerinnen über Therapieerfahrungen aus, berichten von den psychischen Folgen der Abmagerung und beraten einander. Viele Foren, die teilweise von 15jährigen und noch jüngeren Mädchen besucht werden, propagieren Magersucht als "Lifestyle" und verstehen sich als Börse für Diät-Tipps. Bilder von Popstars kursieren, um die Motivation zum Hungern zu unterstützen. Das Selbstverständnis von Pro-Anas reicht vom Hunger nach Sexappeal bis zur Verweigerung eines gesunden Lebens in einer als "krank" erlebten Welt.

Gründe

Für die Entwicklung einer Magersucht sieht man häufig in den erhöhten Anforderungen, die Menschen sich heutzutage an ihren Körper stellen. Bedingt durch das aktuell vorherrschende Schlankheitsideal und der Einstellung, man sei für das Aussehen seines Körpers selbst verantwortlich, sollen viele zur Magersucht verleitet werden.

Richtig ist aber auch, dass die Magersucht ein Kontrollmoment für die jeweilige Person darstellt. Man kann mit Kalorienzählen seinen Körper beherrschen. Häufig ist die Magersucht auch nur Symptom einer anderen Erkrankung. Depressive Persönlichkeiten und durch Vergewaltigung in ihrer Persönlichkeit getroffene Menschen neigen dazu, eine Esstörung wie die Magersucht zu entwickeln, weil die Kontrolle über den Körper das einzige zu sein scheint, was noch übrig bleibt.

Folgen

Bei Frauen Verzögerung oder gar Ausbleiben der Pubertätsentwicklung (Wachstumsstopp, fehlende Brustentwicklung, Ausbleiben der Periode) sowie im Extremfall der Tod durch Versagen lebenswichtiger Organe.

Behandlung

Die Therapie umfasst neben einer Stabilisierung des Essverhaltens in der Regel eine psychotherapeutische Betreuung. Bei kritischem Untergewicht ist eine stationäre Behandlung in einem Krankenhaus mit einer parenteralen Ernährung notwendig.

Zur Erkennung der Magersucht ist der Brocaindex besser geeignet als der Body Mass Index:

Beispiel: Koerpergroesse = 180 cm ---> Normalgewicht = 180 - 100 = 80 kg
Idealgewicht [in kg]: (Körpergröße in cm - 100) * 0.9
  • Untergewicht [in kg]: Das gemessene Gewicht ist kleiner als (Körpergröße in cm - 100) * 0.8
  • schweres Untergewicht [in kg]: Das Gewicht ist kleiner als (Körpergröße in cm - 100) * 0.7


  • Siehe auch: Bulimie, Essstörungen, Ernährung, Idealgewicht, Sucht, Orthorexie

    Literatur

    Weblinks


    Bitte beachten Sie auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen.

     



         
    Das Web Lexikon "Ein Blick zurück" bietet die Moeglichkeit auf einfache Art und Weise in den "alten" Wikipedia-Beiträgen zu blättern. Das Lexikon spiegelt den Stand der freien Wikipedia-Enzyklopädie vom August 2004 wider. Sie finden hier in rund 120.000 Artikel aus dieser Zeit Informationen, Erklärungen, Definitionen, Empfehlungen, Beschreibungen, Auskünfte und Bilder. Ebenso kommen Begriffserklärung, Zusammenfassung, Theorie, Information, Beschreibung, Erklärung, Definition und Geschichte nicht zu kurz. Ein Lexikon das Auskunft, Bericht, Hinweis, Bedeutung, Bild, Aufklärung, Darstellung und Schilderung zu unterschiedlichsten Themen kompakt auf einer Seite bietet.
    Impressum ^ nach oben ^