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Lunochod



Mit Lunochod wird ein sowjetisches Mondmobil (Rover) bezeichnet, das den Erdmond erforschte. Es war das bisher (2004) einzige ferngesteuerte Fahrzeug auf dem Mond.

Es gab zwei Missionen, beide verliefen sehr erfolgreich:

Lunochod wurde von einem fünfköpfigen Team gesteuert (Kommandant, Fahrer, Betriebsingenieur, Navigator, Funker). Zur Erleichterung der Fahrmanöver waren die Lunochods mit einem Kreiselsystem, einem Bodenfühler und einem Neigungsmesser ausgestattet. Bei Lunochod 2 kam eine dritte Frontkamera zur Verbesserung der Manövrierfähigkeit hinzu.

Table of contents
1 Luna 17 / Lunochod 1
2 Luna 21 / Lunochod 2
3 Weblinks

Luna 17 / Lunochod 1

Allgemeine Daten

- Nation:       UdSSR
- Besatzung:    unbemannte Mission
- Dauer:        elf Monate
- Wegstrecke:   10.540 m	
- Ziele:        Erforschung des Mondes, Betrieb eines Rovers
- Startdatum:   10. November 1970
- Landedatum:   17. November 1970
- Startplatz:   Baikonur
- Trägerrakete: Proton 8K82K/11S824
- Masse:        5.600 kg (davon Rover 756 kg)
- Rovermaße:    ca. 135 cm hoch (ohne Antennen), 220 cm lang sowie 160 cm breit
- Geschwindigkeit: ca. 2-3 km/h
- Bahndaten:    Landung am 17.11.1970, 38,28°N, 325,00°O
- Missionsende: 4. Oktober 1971

Ausrüstung

Die wissenschaftliche Ausrüstung bestand aus einem Kamerasystem: zwei niedrig auflösende und vier hochauflösende Fernsehkameras, einem Röntgenfluoreszenzspektrometer, einem Penetrometer, einem Strahlendetektor für Protonen, Alphastrahlen und Röntgenstrahlung, einem Strecken und Geschwindigkeitsmesser, sowie in Frankreich gebauten Laser-Reflektoren auf dem Deckel, die das Vermessen der Erde-Mond Distanz ermöglichten.

Ergebnisse

Missionsablauf

Luna 17 wurde von einem Parkorbit um die Erde aus zum Mond gestartet, erreichte den Mondorbit am 15.11.1970 und landete am 17.11.1970 im Mare Imbrium. Danach verließ der unbemannte 8-rädrige Mondrover Lunochod 1 die Landeeinheit über eine Rampe und begann die Umgebung zu erkunden. Der Rover arbeitete über elf Monate (geplant waren 3 Monate), bis zum offiziellen Missionsende am 4. Oktober 1971. Dies war der 14. Jahrestag des Starts von Sputnik 1. In dieser Zeit legte der Rover 10.540 m zurück, übertrug mehr als 20.000 Bilder, über 200 Panoramen und untersuchte über 500 Bodenproben.

Luna 21 / Lunochod 2

Allgemeine Daten

- Nation: 	 UdSSR
- Besatzung: 	 unbemannte Mission
- Dauer: 	 ca. fünf Monate
- Wegstrecke:	 37.000 m
- Ziele: 	 Erforschung des Mondes, Betrieb eines Rovers
- Startdatum: 	 8. Januar 1973
- Landedatum:	 15. Januar 1973
- Startplatz: 	 Baikonur
- Trägerrakete: Proton 8K82K/11S824
- Masse: 	 5.567 kg (davon Rover 840 kg)
- Rovermaße:	 ca. 135 cm hoch, 220 cm lang sowie 160 cm breit
- Bahndaten: 	 Mondorbit erreicht am 12.1.1973, Landung am 15.1.1973 im Krater
                LeMonnier (25,85°N, 30,45°O)
- Missionsende: 4. Juni 1973 (offizielle Bekanntgabe)

Ausrüstung

Die Ausrüstung ähnelte der von Lunochod 1. Neu war eine weitere TV Kamera die an einem Ausleger befestigt war und einen besseren Überblick bot. Der verbesserte Rover Lunochod 2 führte u.a. Instrumente zur Messung von Röntgen- und UV-Strahlung mit sich, weiterhin ein Astrophotometer, ein Magnetometer an einem Ausleger von 2,5 m Länge, einen Photodetektor sowie einen Laser-Reflektor.

Ergebnisse

Missionsablauf

Am 08.01.1973 wurde Luna 21 mit einer Proton-Trägerrakete in einen Erdorbit gebracht und startete von dort mit der D-Stufe zum Mond. Am 12.1.1973 erreichte Luna 21 eine Mondumlaufbahn in einer Höhe von 90-100 km. Einen Tag später wurde die Bahn auf 16 km abgesenkt, am 15.1.1973 wurde das Landemanöver eingeleitet. In einer Höhe von 750 m zündeten die Haupttriebwerke und bremsten die Sonde bis auf eine Höhe von 22 m ab. Anschließend zündeten die Nebentriebwerke und bremsten, bis der Lander 1,5 m Höhe erreicht hatte, dann wurden sie abgeschaltet.

Die Landung erfolgte am Südrand des 55 km breiten Kraters Le Monnier in der Übergangszone vom Mare Serenitatis zum Taurus-Gebirge.

Entscheidend für die Wahl der Landestelle war vor allem eine besonders interessante geologische Formation im Südostteil des Kraters. Hier befindet sich ein langer, geradliniger, tektonischer Grabenbruch der Mondrinde. Er liegt ca. 15 km vom Luna 21-Landepunkt entfernt und erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung über eine Länge von 15 bis 16 km. Seine Breite beträgt ca. 300 m, die Tiefe schwankt zwischen 40 bis 80 m. Seine Erforschung war Hauptziel der sowjetischen Lunochod 2-Mission

Das Forschungsprogramm begann am 18.01.mit Untersuchungen der physikalisch-mechanischen Eigenschaft der obersten Bodenschicht, des sogenannten Regoliths und endete am 03.05.1973.

Weblinks

ausführliche Luna Missionsübersicht in dt.




     
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