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Linz



Table of contents
1 Basisdaten
2 Geographie
3 Wappen
4 Geschichte
5 Universitäten und Fachhochschulen
6 Soziales
7 Kultur und Sehenswürdigkeiten
8 Wirtschaft
9 Verkehr
10 Weblinks

Basisdaten



;Wahlspruch

Linz. Eine Stadt lebt auf.
In Linz beginnts
;Bundesland
Oberösterreich
;Bezirk
Statutarstadt
;Fläche
96,105 km²
;Einwohner
190.504 ′'(2003)''
;Bevölkerungsdichte
1938 Einwohner/km²
;Höhe
266 m ü. NN
;Postleitzahlen
4020-4049
;Vorwahlen
alt: 0732, neu: 070
;Geografische Lage
48°18 ′11 ″ Nördlicher Breite
14°17 ′26 ″ Östlicher Länge
;KFZ-Kennzeichen
L
;Amtliche Gemeindekennzahl
40101
;NUTS-Region
Linz - Wels (312)
;Gliederung des Stadtgebiets
9 Stadtteile
;Adresse der Stadtverwaltung
Bürgerservice Center
Hauptstraße 1-5
A-4041 Linz
;Webseite
www.linz.at
;E-Mail-Adresse
info@mag.linz.at

Politik

;
Bürgermeister
Franz Dobusch (SPÖ)
;Regierende Parteien
SPÖ, ÖVP, Die Grünen

''Dieser Artikel befasst sich mit Linz an der Donau in Österreich. Eine Stadt gleichen Namens ist Linz am Rhein in Deutschland.


Linz ist die Landeshauptstadt des Bundeslandes Oberösterreich in der Republik Österreich. Mit 186.298 Einwohnern (Stand: Volkszählung 2001) ist sie größte Stadt Oberösterreichs und die drittgrößte Österreichs nach Wien und Graz. Die Stadt ist Zentrum des oberösterreichischen Zentralraums und hat eine Fläche von 96,105 km2.

Linz ist Statutarstadt und somit sowohl Gemeinde als auch Bezirk.

Geographie

Linz liegt auf beiden Seiten der Donau. Der nördlich der Donau gelegene Stadtteil heißt Urfahr und wurde erst im Jahr 1919 Teil von Linz und ist über drei Donaubrücken erschlossen. Umgeben von Kürnberger Wald, dem fruchtbaren Eferdinger Becken und den sanften Hügeln des Mühlviertels, liegt das Linzer Becken mit der oberösterreichischen Landeshauptstadt. Die Donau umfließt das Stadtgebiet von Linz stromabwärts in einem nord- westsüdwestlichen Halbkreis. Die Traun mündet 7 km östlich des Stadtzentrums in die Donau. Das ehemals problematische Umweltimage als Industriestandort hat Linz durch eine diesbezüglich äußerst konsequente Politik abgelegt. Die Stadt, welche mit Namen wie Johannes Kepler, Anton Bruckner und Adalbert Stifter eng verbunden ist, gehört mittlerweile zu den saubersten Landeshauptstädten Österreichs und bietet eine hohe Lebens- und Freizeitqualität.

städtische Bezirke

- Stadtteile: Altstadtviertel, Rathausviertel, Kaplanhofviertel, Neustadtviertel, Volksgartenviertel, Römerberg-Magarethen

- Stadtteile: Freinberg, Froschberg, Keferfeld, Bindermichl, Spallerhof, Wankmüllerhofviertel, Andreas-Hofer-Platz-Viertel

- Stadtteile: Makartviertel, Franckviertel, Hafenviertel

- Stadtteile: Neue Welt, Scharlinz, Bergern, Neue Heimat, Wegscheid, Schörgenhub, Kleinmünchen

- Stadtteile: Ebelsberg, Solar-City, Pichling

- Stadtteile: Alt-Urfahr, Heilham, Hartmayrsiedlung, Harbachsiedlung, Karlhofsiedlung, Auberg

- Stadtteile: Pöstlingberg, Bachl-Gründberg

- Stadtteile: St.Magdalena, Katzbach, Elmberg

Nachbargemeinden

Linz grenzt im Süden an den Bezirk Linz-Land (Gemeinden Leonding, Traun, Ansfelden, St. Florian, Asten) und im Norden an den Bezirk Urfahr-Umgebung (Gemeinden Puchenau, Gramastetten, Ottensheim, Lichtenberg, Kirchschlag, Altenberg, Engerwitzdorf, Steyregg).

Wappen

Beschreibung:
Das Wappen der Stadt zeigt zwei silberne Türme, die ein offenes Tor einschließen. Über dem Tor ist das rot-weiß-rote Binnenschild Österreichs angebracht, darunter zwei silberne Wellenlinien.

Bedeutung:
Tor und Türme symbolisieren die mittelalterliche befestigte Stadt. Nach Erweiterung des Stadtgebiets zur Donau hin wurden Wellenlinien hinzugefügt, die die Donau repräsentieren. Das österreichische Schild ist Hinweis auf die Landeshauptstadtfunktion.

Geschichte:
Das Stadtwappen von Linz entwickelte sich aus dem Siegelbild, das ab spätestens
1242 Verwendung fand. Dieses Siegelbild zeigte bereits das offene Stadttor begrenzt von zwei zinnenbewehrten Türmen auf Felsgrund. Ab 1288 wurde das Tor auf Wasser stehend dargestellt.

Geschichte

Antike

Linz wurde zum ersten Mal 410 im römischen Staatshandbuch als "Lentia" erwähnt. Diese Bezeichnung leitet wahrscheinlich sich vom keltischenen Wort lentos - biegsam, gekrümmt ab. Die Siedlung war somit nach der Biegung der Donau benannt, an der sie sich befand. Zur Sicherung der Verbindung über die Donau legten die Römer Mitte des 1. Jahrhunderts ein Kastell an, das im 2. Jahrhundert durch ein größeres ersetzt wurde. Lentia wurde nach dem 2. Jahrhundert einige Male durch Einfälle der Germanen zerstört, überdauerte aber die Völkerwanderung.

Mittelalter

Im Frühmittelalter wurde Linz durch das Vordringen des bayerischen Herzogtums nach Osten wieder bedeutsamer. 799 wurde der deutsche Name der Stadt als "Linze" zum ersten Mal urkundlich erwähnt. 806 wird sie zum Markt ernannt. Während der Herrschaft der Karolinger erfüllte Linz Markt- und Zollaufgaben für den Traungau. Durch eine Neuordnung der Marken büßte es jedoch später wieder an Bedeutung ein.

Ab 1210 diente die Stadt unter den Babenbergern als Grenzfestung gegen Bayern. Zu dieser Zeit entwickelte sich Linz auch zur Stadt, bis 1242 erhielt sie einen Stadtrichter und ein Stadtsiegel. Die Linzer Maut war eine der wichtigsten Einnahmequellen der österreichischen Herzöge, wodurch die Stadt Aufschwung nahm. Ebenso war es durch seine Randlage zu Bayern als Ort für Fürstenversammlung interessant. 1335 wurde dort der Erwerb von Kärnten durch die Habsburger abgeschlossen.

Seit Ende des 13. Jahrhunderts war Linz Sitz des Landeshauptmanns und so zum Zentralort von Österreich ob der Enns geworden. Friedrich III wählte die Stadt sogar als Residenzstadt aus und machte sie so von 1489 bis 1493 zum Mittelpunkt des Heiligen Römischen Reichs. Während des 15. Jahrhunderts konnten die Linzer Bürger das Recht zur Wahl eines Rates und zur Wahl des Bürgermeisters sowie zur Blutgerichtsbarkeit erlangen. 1497 erhielt Linz das Recht zum Bau einer Brücke über die Donau.

Neuzeit

Zur Zeit der Reformation war Linz bis 1600 protestantisch. Während dieser Zeit errichteten die Stände auf dem Gelände des ehemaligen Minoritenklosters das Landhaus im Stil der Renaissance als Zeichen ihrer Macht. Im Landhaus war später auch die Landschaftsschule untergebracht, an der zwischen 1612 und 1626 Johannes Kepler lehrte. Ab 1600 führten Jesuiten und Kapuziner die Gegenreformation durch. Der dadurch mit ausgelöste Bauernkrieg traf 1626 auch die Stadt, als sie unter der Führung Stefan Fadingers neun Wochen lang belagert wurde.

Nach dem Ende des Dreißigjährigen Kriegs wurde die Stadt barockisiert. Wesentlichen Anteil daran hatten neue Klostergründungen von Orden. 1672 gründete Christian Sint die "Wollzeugfabrik", die erste Texilfabrik Österreichs. Im 18. Jahrhundert wurde diese verstaatlicht; zeitweise arbeiteten dort über 50'000 Menschen.

Im österreichischen Erbfolgekrieg wurde Linz 1741 von bayerischen und französischen Truppen besetzt, ebenso während der Koalitionskriege in den Jahren 1800/01, 1805/06 und 1809. Am 3. Mai 1809 kam es dabei in Ebelsberg beim Traunübergang zu einem blutigen Gefecht zwischen Österreichern und Franzosen. 1800 brach in der Linzer Altstadt ein Großbrand aus, der die Stadt stark zerstörte.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Dampfschiffahrt auf der Donau eingeführt. Die 1832 nach Budweis errichtete Pferdeeisenbahn war die erste Eisenbahn auf dem Kontinent. Bis 1861 wurde die Stadt durch die Westbahn ("Kaiserin Elisabeth Bahn") ein wichtiger Knotenpunkt auf dem Weg von Wien nach Salzburg beziehungsweise Passau. 1880 wurde in Linz eine Pferdestraßenbahn errichtet, die 1897 elektrifiziert wurde. Die Pöstlingbergbahn als steilste Adhäsionsbahn der Welt wurde 1898 eröffnet.

Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts erfasste die Industrialisierung auch Linz, wo eine Schiffswerft und eine Lokomotivfabrik errichtet wurden. Auch die Textilindustrie hatte in Linz einen bedeutenden Standort. Bis 1923 wurden zahlreiche ehemalige Vororte eingemeindet, darunter 1919 auch Urfahr am linken Ufer der Donau.

Zeitgeschichte

Zur Zeit des Austrofaschismus begannen am 12. Februar 1934 im Linzer Hotel Schiff die Februarkämpfe. Auslöser war, dass Truppen der Heimwehr im Parteilokal der Sozialdemokraten auf der Linzer Landstraße nach Waffen suchten. Die Sozialdemokraten leisteten bewaffneten Widerstand, der später in einen Bürgerkrieg mündete.

Nach dem "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich in der Zeit des Nationalsozialismus sollte Linz, das als Alterssitz Hitlers vorgesehen war, zu einem Industrie- und Verwaltungszentrum ausgebaut werden. Hitler ging in Linz zur Schule und verband sie mit seiner Jugend. Er hatte der Stadt daher eine hervorgehobene Rolle im Deutschland nach dem Krieg zugedacht. Bereits 1938 erfolgte die Grundsteinlegung für die "Hermann Göring Werke" zur Herstellung von Eisen und Stahl - nach dem Krieg wurden diese Industrieanlagen in die VOEST überführt. Der Zweite Weltkrieg verhinderte eine Durchführung der meisten anderen Pläne, unter anderem eine monumentale Prachtstraße. Nach dem Krieg wollte sich Hitler in Linz zur Ruhe setzen.

Zur Besatzungszeit war Linz bis 1955 entlang der Donau geteilt. Der Norden mit Urfahr war sowjetisch besetzt, der Süden von den USA. 1966 wurde Linz mit der "Hochschule für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften" zur Universitätsstadt, daraus wurde 1975 die Johannes Kepler Universität Linz.

Ab Ende der 1970er Jahre versuchte Linz, vom Image der grauen und schmutzigen Industriestadt wegzukommen. Im Zuge dessen wurde die Ars Electronica ins Leben gerufen, ein Festival für Computerkunst. Dieses Festival gehört noch immer zu den wichtigsten Veranstaltungen dieser Art. 1974 wurde das Brucknerhaus an der Donaulände eröffnet. Durch das Ars Electronica Center und das städtische Lentos-Museum für moderne Kunst ist Linz inzwischen auch als Kulturstadt bedeutend. Diese Bedeutung soll mit einer Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas für das Jahr 2009 weiter unterstrichen werden. 2004 wurde der Bau eines neuen Musiktheaters am Standort Blumau beschlossen.

Universitäten und Fachhochschulen

Soziales

Freizeit & Sport

Gesundheitswesen

Religion

Schul- und Bildungswesen

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten

Kultur

Parks

Wirtschaft

Linz ist größte Wirtschaftsstandort im oberösterreichischen Zentralraum, der zu den drei stärksten in ganz Österreich zählt. In Linz siedelten sich während und nach dem Zweiten Weltkrieges bis heute bedeutende Unternehmen, wie die VOEST/voestalpine (entstanden aus den Hermann-Göring-Werken) oder die Chemie Linz an. Weitere Unternehmen aus der Metall-, Papier- und chemischen bzw. pharmazeutischen Industrie sowie Unternehmen aus dem Forschungs- und Entwicklungsbereich. Ebenso ist Linz Standort für Niederlassungen aus der Lebensmittel- und Versandhausbranche.

Verkehr

Straße

Die Stadt Linz ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Neben der im Süden vom Stadtgebiet verlaufenden A1 Westautobahn Wien - Salzburg, verläuft die A7 Mühlkreisautobahn, die zusammen mit der geplanten S10 eine wichtige Verkehrsverbindung in die Tschechische Republik darstellt, durch das Stadtgebiet. Im Südwesten von Linz zweigt die A25 Welser Autobahn ab, die in die A8 Innkreis-Autobahn mündet, welche bis zur Staatsgrenze bei Passau führt.

Eisenbahn

Die 1825 errichtete und 1832 eröffnete Pferdeeisenbahnstrecke von Linz nach
Budweis war die erste Bahnstrecke auf dem europäischen Festland. Diese Bahnstrecke verband die Donau mit der Moldau und machte Linz zu einem bedeutenden Verkehrsknotenpunkt.

Linz wurde 1852 an die Kaiserin-Elisabeth-Westbahn angeschlossen und wurde ein wesentlicher Knotenpunkt für den Verkehr nach Bayern und Salzburg. Neben dem Hauptbahnhof am damaligen Südende der Stadt wurde 1880 zusätzlich der Central-Frachten- und Rangierbahnhofes für den Güterverkehr errichtet.

Der ursprüngliche Linzer Hauptbahnhof wurde im zweiten Weltkrieg zerstört und zwischen 1945 und 1950 neu aufgebaut. Zwischen 2000 und 2004 wurde er durch ein neues Bahnhofsgebäude mit einer verbesserten Nahverkehrsanbindung ersetzt.

Luftverkehr

In Hörsching befindet sich der
Flughafen Linz mit Linienverbindungen nach Düsseldorf, Wien und Zürich. Eine tägliche Billigflugverbindung gibt es nach London. Zusätzlich stehen noch einige Charterverbindungen (nach Ägypten, Griechenland, Italien, Kroatien, Spanien, Türkei) am Programm. Gleichzeitig Bedeutung als Standort für Luftfracht-Speditionen.

Nahverkehr

Die Linz-Linien (ehem. ESG, heute Linz AG) bietet zahlreiche Busverbindungen in Linz an. Bereits 1880 wurde die erste Pferdetramway in Linz eingeführt, 1914 Inbetriebnahme der Straßenbahnlinie M. Seit 1929 durchgehende Straßenbahnverbindung durch die Linzer Innenstadt, die bis 1977 bis Auhof verlängert wurde. 2003 folgte die Linie 2 nach Ebelsberg. Weitere Straßenbahnlinien in Planung (nach Wegscheid/Traun und Ansfelden). Zwischen Linz und Eferding verkehrt seit 1912 die Linzer Lokalbahn (LILO), der "Gurkerl-Express". City-S-Bahn vom Hauptbahnhof bis zum Mühlkreisbahnhof für spätestens 2012 geplant. Ende 2004 geht die Nahverkehrsdrehscheibe-Linz (http://www.drehscheibe-linz.at/ ) in Betrieb: Durch Einführung einer Mini-U-Bahn zwischen 4 Straßenbahn-Stationen, wird eine direkte Anbindung des Bahnhofes möglich. Neben dem Bahnhof entsteht auch das neue Busterminal, welches zum zentralen Punkt für die linzer Busse werden soll.

Radverkehr

Linz liegt ebenso am beliebten Donauradwanderweg Passau - Wien.

Weblinks

Bezirke und Statutarstädte in Oberösterreich
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