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Laizismus



Der Laizismus (von Laie im Sinn von Nicht-Geistlicher) bezeichnet eine im 19. Jahrhundert entstandene Bewegung, um die Geistlichkeit von allen nicht unmittelbar kirchlichen Angelegenheiten auszuschließen.

Laizismus sieht die Regierung in einer neutralen Position bezüglich der Religion ihrer Bürger, ohne deshalb Religion an und für sich abzulehnen oder einzuschränken. Die Übergänge zum de facto staatlich verordneten Atheismus sind jedoch fließend.

Der Gegensatz zu Laizismus ist Klerikalismus, die Bestrebung, der Geistlichkeit einer Religion größeren staatlichen Einfluss zu verschaffen.

Beispiele für laizistische Staaten sind - mehr oder weniger ausgeprägt - die westlichen Demokratien (deren politische Kultur dennoch auf den Ideen des Christentums basiert und deren politische Entscheidungen zum großen Teil christlich beeinflusst sind), darunter besonders Frankreich oder die Türkei. Klerikalistische Staaten sind z.B. der Iran, Saudi-Arabien oder die Vatikanstadt.

Laizismus ist eine Grundforderung von Liberalismus, Demokratie und Religionsfreiheit.

Der Ausdruck wird oft auch in erweitertem Sinn verwendet für Säkularismus, das Zurückdrängen von Religion und Kirche im öffentlichen Leben.




     
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