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Krakau



Diese Seite behandelt die polnische Stadt Krakau. Für den gleichnamigen Ort in Sachsen, siehe: Krakau (Sachsen).
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Krakau (polnisch: Kraków, Aussprache ['krakuf];) ist die Hauptstadt der polnischen Woiwodschaft Małopolska (Kleinpolen) und liegt an der oberen Weichsel in Südpolen. Die Stadt ist mit 760.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Polens und gilt als wichtiges kulturelles und wissenschaftliches Zentrum Polens. Krakau war vor Warschau (aber nach Gnesen und Posen) die Hauptstadt Polens, und wird wegen seiner über 1000jährigen Tradition von einigen als das zweite Zentrum Polens betrachtet.

Krakau kann auf eine über 1000jährige Geschichte zurückblicken.

Krakau ist auch das Ziel vieler polnischer und internationaler Touristen. Die Stadt ist bei Besuchern auf Grund ihrer südlichen Atmosphäre sehr beliebt. Krakau ist weniger hektisch als Warschau und kann wirklich als "Perle" unter den polnischen Städten bezeichnet werden.

Auf der gegenüber liegenden Seite der Weichsel liegt der Stadtteil Kasimir (Kazimierz), der einst eine selbständige Stadt war. In Kasimir gab es früher einen hohen jüdischen Bevölkerungsanteil. Das ehemalige Ghetto ist heute überwiegend saniert und zu einem Anziehungspunkt für Besucher geworden, jedoch wird es heute nicht mehr von Juden bewohnt.

Table of contents
1 Geschichte
2 Architektur
3 Kulturelles Leben, Events
4 Bildung
5 Sehenswürdigkeiten
6 Lokale Küche
7 Berühmte Krakauer
8 Berühmte mit Krakau verbundene Personen
9 Verkehr (vor Ort)
10 Verkehr (Langstrecke)
11 Umgebung
12 Klima & Wetter
13 Weblinks

Geschichte

8. Jahrhundert

Die Geschichte Krakaus beginnt vor der Gründung des polnischen Staates als Hauptstadt des vistulischen Stammes.

Der Gründungsmythos der Stadt berichtet vom Stammesfürsten Krak, der die Stadt auf dem Wawelhügel über einer Drachenhöhle errichtete. Die ersten Überlieferungen beziehen sich auf Slawen, die sich am Weichselufer ansiedelten.

10. Jahrhundert

Um das Jahr 1000 herum war Krakau bereits ein bedeutender Handelsplatz und wurde von Boleslaw I. Chrobry erobert, kam damit unter die Herrschaft der Piasten. Die ersten steinernen Gebäude wurden errichtet (eine Burg und diverse romanische Sakralbauten)

11. Jahrhundert bis 13. Jahrhundert

14. Jahrhundert bis 16. Jahrhundert

15. Jahrhundert

16. Jahrhundert

17. Jahrhundert bis 19. Jahrhundert

Im Zuge der Polnischen Teilungen wird Krakau Österreich-Ungarn zugeschlagen (Galizien). Krakau war nun Freie Stadt Krakau. Unter der relativ liberalen Herrschaft Österreichs wurde Krakau erneut das Zentrum polnischer Kultur und Kunst. Jan Matejko, Stanislaw Wyspianski, Stanislaw Ignacy Witkiewicz, Stanislaw Przybyszewski, Jan Kasprowicz, Juliusz Kossak and Wojciech Kossak wirkten hier. Krakau wurde das Zentrum des polnischen Modernismus (Junges Polen). In Krakau und Warschau etablierten sich nationale Befreiungsbewegungen.

20. Jahrhundert

Im Ersten Weltkrieg kämpften Krakauer Truppen innerhalb der Achsenmächte an der Seite Österreichs und Deutschlands. im September 1939 wurde Krakau von der deutschen Wehrmacht besetzt und zur Hauptstadt der deutschen Besatzungsregierung. Unter dem Gouverneur Hans Frank wurden die Konzentrationslager Plaszow und Auschwitz in unmittelbarer Nähe errichtet. Obwohl die Besatzer einige Schäden anrichteten, blieb Krakau von Bombardements und großen Zerstörungen weitgehend verschont. Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchten die UdSSR und das ihr untertane Warschauer Kommunistenregime, die bürgerlichen und aristokratischen Strömungen der Krakauer zu unterdrücken, da Polen sozialistisch werden sollte. Aus diesen ideologischen Überlegungen heraus wurde in unmittelbarer Nachbarschaft das damals weltgrößte Stahlwerk und eine sozialistische Trabantenstadt mit dem fantasievollen Namen Nowa Huta (deutsch: Neue Hütte) errichtet. Bis in die 90er Jahre hinein schädigten die Emissionen die historische Substanz der alten Stadt. Man erhoffte sich durch einen größeren Anteil an "sozialistischen" Arbeitern dem Einfluss der "kapitalistischen" Intellektuellen zu beseitigen. Nowa Huta wurde im Rahmen der Samtene Revolution und auch immer wieder zu einem Brennpunkt des sozialen und politischen Geschehens.

Jüngste Vergangenheit

Architektur

Da nach der Zerstörung durch die Tataren im Hochmittelalter keine wesentlichen Zerstörungen erfolgten und sich die Industrialisierung eher außerhalb abspielte, ist Krakau reich an Beispielen aller Epochen ab dem Hochmittelalter, vor allem Renaissance, aber auch Jugendstil und Neogotik sind zu finden (Collegium Novum). Bausünden wurden erfreulich wenige begangen. Seit dem Jahr 2002 werden viele Baulücken im Stadgebiet durch angepasste Neubauten geschlossen.

Kulturelles Leben, Events

Die bekanntesten Theater

Die wichtigsten Veranstaltungen (eigentlich ist immer was los ;-)

Bildung

Krakau ist ein Bildungszentrum. Es gibt 12 Hochschulen mit ca. 10,000 Bediensteten und 51,000 Studenten.

Links zu Bildungseinrichtungen:

Sehenswürdigkeiten

Die Krakauer Altstadt ist reich an Sehenswürdigkeiten. Der größte Teil des Zentrums ist Fußgängerzone, daher wird die Stadt am besten mit einem Stadtrundgang erkundet. Die Stadtverwaltung hat dazu mehrere Besichtigungsrouten ausgeschildert.

Überblick

Königlicher Weg

Der königliche Weg beginnt nördlich der Altstadt am Denkmal der Grunwaldschlacht, welches an den Sieg der Polen über den deutschen
Ritterorden erinnert. Man überquert die innere Ringstraße um die Altstadt und steht vor der Barbakane, die als größter gotischer Wehrturm Europas gilt. Weiter kommt man zu den Resten der Stadtmauer mit dem Krakauer Florianstor. Durch dieses letzte erhaltene Stadttor betritt man die Altstadt. Im Verlauf der Floriansstraße kommt man am Apothekenmuseum vorbei und erreicht den größten europäischen Marktplatz des Mittelalters.

Am und um den Hauptmarkt (poln. Rynek) liegen mehrere Sehenswürdigkeiten, dazu gehören die Krakauer Marienkirche mit dem berühmten Hochaltar des Nürnbergers Veit Stoss, die Krakauer Barbarakirche, die Sukiennice (Tuchhallen) mit Gemäldegallerie (1.OG) und Souvenirläden (EG), der Krakauer Rathausturm, die Krakauer_Adalbertkirche und weitere Denkmäler und Bürgerhäuser. Etwas abseits des Marktplatzes liegt der alte Teil der Jagiellonen-Universität. Entlang der Grodzkastraße kommt man an weiteren Kirchen vorbei. Dazu gehören die Krakauer Dominikanerkirche, die Krakauer Peter und Paul Kirche, die Krakauer evangelische Kirche. Am Ende des Weges sieht man das überwältigende Wawel-Schloss auf dem Wawelhügel am Ufer der Weichsel mit dem feuerspeienden Denkmal des Wawel-Drachenss.

Museen

Die wichtigsten der 28 Museen

Lokale Küche

Die lokale Küche ist teilweise noch von der austro-ungarischen Vergangenheit geprägt, aber mittlerweile abgesehen davon so breit und international wie in jeder vergleichbaren Stadt. Besonders hervorzuheben ist der neueste Trend zu altpolnischer bäuerlicher Küche. Die Portionen sind sehr grosszügig bemessen, also besser vom typischen 3-Gänge-Menü (Suppe, Hauptgericht, Dessert) nur das Hauptgericht bestellen. Die Mehlspeisen sind deutlich österreichisch geprägt.

Berühmte Krakauer

Berühmte mit Krakau verbundene Personen

Verkehr (vor Ort)

Das
Straßenbahn- und Autobusnetz ist dicht. Besonders die Außenbezirke verbindet die Straßenbahn mit dem Zentrum. Eine Schnellstraßenbahn ist in Planung - teilweise als U-Bahn konzipiert.

Verkehr (Langstrecke)

Endpunkt der Autobahn A4 Polen.

Internationaler und nationaler Flughafen - John Paul II Airport in Balice mit Linienverbindungen u.a. nach Chicago, Frankfurt am Main, Wien.

Eisenbahnverbindungen (u.a. nach Breslau und Gdansk über Warschau, aber auch in die Ukraine über Przemysl, nach Prag und Budapest sowie Wien und Bratislava und auch (neuerdings) Berlin über Poznan, im Sommer Direktverbindung bis Hamburg.

Linienbusverkehr, international und ins Umland.

Die Weichsel wird höchstens für Ausflugsdampfer benutzt.

Umgebung

Partnerstädte

Krakau unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:

Klima & Wetter

Krakau liegt an der Schwelle vom atlantischen See- zum Kontinentalklima. Je nach vorherrschender Windrichtung wird das Wetter beeinflusst. Westwinde (~40%) bringen vor allem im Sommer feuchtes Wetter mit Regen, während Ostwinde (~22%) besonders im Winter trockene und sehr kalte Witterung hervorrufen. Der
Wind weht durchschnittlich mit 11 km/h.

Die mittlere Temperatur im Januar beträgt etwa -2°C, wobei Tiefsttemperaturen von mehr als -20°C keine Seltenheit sind. Die mittlere Temperatur im Juli beträgt etwa +19°C, das Thermometer kann aber auch satte +35°C und mehr erreichen. Allgemein ist das Wetter sehr ruhig mit geringen täglichen Schwankungen.

An sehr heißen Sommertagen kann es zu gewaltigen Gewittern kommen. In den letzten Jahren haben in der Region die Extremwettererscheinungen zugenommen. Dazu gehören Sturzregen mit 50 l/m2 oder auch kleine Tornados. Im Rekordsommer 2003 wurden Staubteufel beobachtet.

Weblinks




     
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