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Katharina II. (Russland)



Katharina II., genannt Katharina die Große (russisch Екатерина Великая, * 2. Mai 1729 in Stettin, † 17. November 1796 in Zarskoje Selo) war seit 28. Juni 1762 Zarin in Russland.

Katharina wurde als Prinzessin Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst-Dornburg in Stettin geboren. Preußens König Friedrich II war für die Ehe der jungen Prinzessin mit dem russischen Thronfolger Peter (zukunft. Peter III). Am 1. September 1745 heiratete sie den Thronfolger, nachdem sie zum orthodoxen Glauben konvertiert war. Sie hieß jetzt Jekaterina Alexejewna von Russland.

Die Ehe zwischen den beiden war nicht harmonisch. Katharina war eine lebensfrohe und intelligente Frau, die ihre Affären hatte (unter anderem mit Fürst Potemkin). 1754 brachte sie aus einem dieser Verhältnisse einen Sohn zur Welt. Die russische Zarin erkannte das Kind Paul Petrowitsch als legitim an. Die Zarin Elisabeth Petrowna nahm Katharina den Sohn weg, wie auch die Tochter Anna, die am 9. Dezember 1757 zur Welt kam, und am 9. März 1759 starb. Das dritte Kind, Alexej (*/† 11. April 1762) stammte von Graf Grigori Orlow.

1762 kam Katharinas Ehemann als Zar Peter III an die Macht. Der Zar regierte glücklos, und Katharina nutzte die Gelegenheit, um mit Hilfe von einem Günstling, Graf Grigori Orlow, den Zaren zu stürzen. Wenig später wurde Peter III. ermordet.

Katharina II. betätigte sich engagiert, um in Russland Reformen durchzusetzen. Sie holte Einwanderer ins Land (vor allem Deutsche, siehe Russlanddeutsche) und siedelte sie am Schwarzen Meer und der Wolga an. Sie hatte Interesse an der Kultur und Wissenschaft, als deren Förderin sie bekannt wurde. Sie regierte mit harter, konsequenter Hand. Im Gegensatz zu vielen anderen Herrschern ließ sie sich über alles in ihrem Reich informieren. Obwohl sie der Gedankenwelt der Aufklärung nahestand, war sie nicht für die Gewaltenteilung. Sie baute den Machtbereich Russlands aus, indem sie sich im Krieg gegen die Türkei durchsetzte und den Zugang zum Schwarzen Meer erkämpfte. Bei der endgültigen Teilung Polens 1795 usurpierte sie weite polnische Landstriche. Obwohl sie in verschiedenen Bereichen Russlands für Veränderungen sorgte, sorgte sie aber auch dafür, dass die Leibeigenschaft der Bauern auch auf die Ukraine ausgeweitet wurde.

Literatur

Vorgänger:
Peter III
Russische Zaren Nachfolger:
Paul I




     
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