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Katastrophen im Schienenverkehr



Chronologische Auflistung von Katastrophen im Schienenverkehr.

Table of contents
1 Chronik
1.1 Türkei - Zug stürzt um
1.2 Nordkorea - Explosion zweier Tankzüge
1.3 Iran - Ein mit Chemikalien und Benzin beladener Zug explodiert.
1.4 Österreich, Kaprun - Brand im Tunnel
1.5 Deutschland, Brühl - D-Zug entgleist
1.6 Deutschland, Eschede - ICE entgleist
1.7 Deutschland, Berlin - Frontalzusammenstoß zweier Züge
1.8 Deutschland, Rüsselsheim - Zusammenstoß zweier S-Bahnen
1.9 UdSSR, Arsamas - Sprengstoffzug explodiert
1.10 DDR, Forst Zinna - Kollision mit einem Panzer
1.11 Kanada, Toronto - Chemikalienzug
1.12 DDR, Schweinsburg-Culten - Zusammenstoß zweier Züge
1.13 BRD, Radevormwald - Schienenbus prallt gegen Güterzug
1.14 BRD, Aitrang - Schienenbus fährt in entgleisten TEE
1.15 DDR, Langenweddingen - Kollision mit Tanklaster
1.16 DDR, Leipzig - Frontalzusammenstoß zweier Züge
1.17 Deutschland, Warthausen - Zusammenstoß mit Schmalspurzug
1.18 Deutschland, Genthin - Zwei Züge kollidieren
1.19 Schweiz, Münchenstein - Einsturz der Eisenbahnbrücke
1.20 Schottland - Zug stürzt in Fluss
2 Literatur
3 Weblinks

Chronik

Türkei - Zug stürzt um

22. Juli 2004 - In der Nähe von Pamukova im Nordwesten der Türkei entgleisen vier Wagen eines Schnellzuges und stürzen um. Ersten Angaben zufolge sind über siebzig Tote und zahlreiche Verletzte zu beklagen, später wird die Zahl der getöteten Personen auf 36 korrigiert.

Nordkorea - Explosion zweier Tankzüge

22. April 2004 - siehe Zugkatastrophe von Ryongchon

Iran - Ein mit Chemikalien und Benzin beladener Zug explodiert.

18. Februar 2004 - Ein Geisterzug nahe der iranischen Stadt Nischapur setzt sich in Bewegung, nach einigen Kilometern entgleisen einige der Wagen und geraten in Brand. Während der Löscharbeiten explodieren Tankwagen. Es sterben ca. 300 Personen, vorwiegend Feuerwehrleute.

Österreich, Kaprun - Brand im Tunnel

11. November 2000 - Bei einer Brandkatastrophe im Tunnel der Standseilbahn zum Kitzsteinhorn in Kaprun in Salzburg sterben 155 Menschen, darunter auch viele Kinder und Jugendliche. Hauptgrund war, daß die Bahn bei Ausbruch des Brandes in einem Tunnel stehenblieb.

Die gerichtliche Untersuchung kam abschließend zu dem Ergebnis, daß ein falsch aufgestellter elektrischer Heizlüfter die Katastrophe ausgelöst hat. Den Verantwortlichen dafür sei jedoch formal kein Verschulden anzulasten.

Deutschland, Brühl - D-Zug entgleist

6. Februar 2000 - Um 00.12 Uhr wechselt der D-Zug 203 von Amsterdam in Richtung Basel kurz nach Verlassen des Kölner Hauptbahnhofs aufgrund einer Baustelle auf das Gegengleis. Obwohl nur 40 km/h erlaubt sind, fährt der Zug mit 122 km/h über die Weiche Nr. 48 im Bahnhof Brühl. Der Zug entgleist, die Lok rast in ein angrenzendes Wohnhaus, die ersten Wagons stürzen einen Abhang hinunter. 9 Menschen sterben, 52 werden schwer verletzt. Bericht zur Katastrophe

Deutschland, Eschede - ICE entgleist

3. Juni 1998 - Bei dem bis dato schlimmsten Bahnunglück in Deutschland kamen 101 Menschen ums Leben, 119 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Durch das Versagen eines gummigefederten Radreifens am hinteren Gestell des ersten ICE-Wagens hinter dem Triebkopf entgleiste der ICE 1 "Wilhelm Conrad Röntgen" in der Nähe des Bahnhofs Eschede mit Tempo 200. siehe: ICE-Unglück Eschede.

Deutschland, Berlin - Frontalzusammenstoß zweier Züge

9. April 1993 - Die Bahn hatte auf der Strecke Berlin-Helmstedt damit begonnen, die Bahntrasse auf ICE-Bedingungen umzurüsten, Teilabschnitte waren daher nur eingleisig befahrbar. Aufgrund des Osterreiseverkehrs wurden die Sperrungen jedoch wieder aufgehoben. Der aus Berlin kommende IC "Leo von Klenz" hatte auf dem Teilabschnitt Wannsee und Griebnitzsee zunächst ein Haltesignal, der Fahrdienstleiter gab jedoch ein Ersatzsignal zur Weiterfahrt. Eine falsch gestellte Weiche leitete den Zug auf das Gegengleis obwohl das eigentliche Gleis aufgrund der zu Ostern aufgehobenen Sperrungen frei gewesen wäre. Als der Zug das Stellwerk passierte, bemerkte der Fahrdienstleiter diesen Fehler und versuchte per Funk, den entgegenkommenden Entlastungszug E 1045 aus Hannover zu stoppen, jedoch kommt es dennoch um 14.40 Uhr zum Zusammenstoß. Drei Menschen starben, unter ihnen die beiden Lokführer des Eilzuges, 14 Passagiere werden schwer verletzt.

Deutschland, Rüsselsheim - Zusammenstoß zweier S-Bahnen

2. Februar 1990 - In der Nähe von Rüsselsheim ereignete sich eines der schwersten Zugunglücke im Rhein-Main-Gebiet, bei dem eine S-Bahn aus Frankfurt am Main mit einer aus Wiesbaden kommenden S-Bahn zusammenstieß und entgleiste. Dabei starben 17 Menschen, über 80 wurden zum Teil schwer verletzt. Als Unfallursache stellte sich eine Unachtsamkeit des Triebfahrzeugführers heraus.

UdSSR, Arsamas - Sprengstoffzug explodiert

6. Juni 1988 - In der sowjetischen Stadt Arsamas explodierte ein mit Sprengstoff beladender Güterzug. 70 Menschen starben.

DDR, Forst Zinna - Kollision mit einem Panzer

19. Januar 1988 - In einer sowjetischen Kaserne verliert bei einer Übung auf einem Militärgelände im brandenburgischen Forst Zinna in der Nähe von Jüterbog (damals DDR) ein 18jähriger Panzerfahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug. In seiner Panik gerät er schließlich auf ein Gleis der DDR-Reichsbahn und bleibt dort stehen. Der herannahende Schnellzug D 716 rast gegen 17.50 Uhr ungebremst mit 120 Km/h in das Kettenfahrzeug, sechs Menschen kommen ums Leben, 33 werden schwer verletzt.

Kanada, Toronto - Chemikalienzug

10. November 1979 - Bei Toronto brach an einem Zug mit 106 Güterwagen (davon 38 Wagen mit gefährlichen Stoffen) eine Wagenachse. 240.000 Einwohner aus der Umgebung Torontos mussten evakuiert werden. In seiner Panik gerät er auf ein Gleis der DDR-Reichsbahn.

DDR, Schweinsburg-Culten - Zusammenstoß zweier Züge

30. Oktober 1972 - Eine unglückliche Verkettung von Ereignissen sorgte gegen gegen 7.30 Uhr für ein Unglück in Schweinsburg-Culten (damals DDR). Im dichten Nebel hatte der Lokführer des verspäteten Zuges 346 Leipzig - Karlovy Vary ein Haltesignal übersehen und stieß mit dem aus Werdau kommenden Schnellzug D 273 Aue - Berlin zusammen, der an diesem Morgen mit etwa 1.000 Fahrgästen besetzt war. 22 Menschen sterben, 70 werden schwer verletzt.

BRD, Radevormwald - Schienenbus prallt gegen Güterzug

27. Mai 1971 - Aufgrund eines Signalfehlers stößt ein Schienenbus auf der Strecke Wuppertal - Radevormwald mit einem Güterzug zusammen. Zu beklagen sind 46 Tote, darunter 41 Schulkinder, sowie 25 Verletzte.

BRD, Aitrang - Schienenbus fährt in entgleisten TEE

9. Februar 1971 - Auf der Fahrt von München nach Zürich durchfährt der TEE 56 "Bavaria" hinter dem Bahnhof Aitrang, Allgäu, eine Rechtskurve mit 130 Km/h, obwohl diese nur für 80 Km/h zugelassen ist. Der Zug entgleist, zerstört das Gegengleis, einige Wagen stürzen eine Böschung hinab. Kurze Zeit nach dem Unfall fährt ein aus der Gegenrichtung kommender Schienenbus in die Unfallstelle. Bei dem Unglück kommen 28 Personen ums Leben, 42 werden verletzt. Als Unfallursache wird ein Defekt der Bremsen vermutet.

DDR, Langenweddingen - Kollision mit Tanklaster

6. Juli 1967 - In dem zwölf Kilometer südlich von Magdeburg (damals DDR) gelegenem Dorf Langenweddingen stößt ein Zug auf einem Bahnhübergang mit einem Minol-Tanklaster zusammen. Die 15.000 Litern Leichtbenzin explodieren, nach offiziellen Angaben kommen 96 Menschen in dem Doppelstockzug der DDR-Reichsbahn ums Leben, überwiegend Kinder, die an ihrem ersten Ferientag auf dem Weg in ein Ferienlager waren. Die Zahl der Opfer wird insbesondere von den Rettungskräften stark in Zweifel gezogen. Sie vermuten etwa 140 Tote. Das Unglück gilt als das schwerste in der Geschichte der DDR.

DDR, Leipzig - Frontalzusammenstoß zweier Züge

15. Mai 1960 - Am Hauptbahnhof der sächsischen Stadt Leipzig (damals DDR) stößt an der Weiche 262 gegen 20.20 Uhr der Eilzug E 237 Halberstadt - Bad Schandau mit dem Nahverkehrszug P 466 Leipzig - Halle frontal zusammen. Bereits am Unfallort sterben 54 Menschen, weitere in den Krankenhäusern, die tatsächliche Zahl der Opfer bleibt unklar. Unfallursache war menschliches Versagen, der Fahrdienstleiter hatte es versäumt, die korrekte Weichenstellung im Bahnhof zu überprüfen.

Deutschland, Warthausen - Zusammenstoß mit Schmalspurzug

6. Januar 1944 - Beim Bahnhof Warthausen der Öchslebahn Biberach-Ochsenhausen (Schmalspurbahn) stieß ein Südbahn-Zug nach Überfahren eines haltzeigendes Signals auf der niveaugleichen Kreuzung mit einem Schmalspurzug des Öchsle zusammen. Die Lok der Zuges P1521 Friedrichshafen - Ulm, eine 18.1 (württembergische C) bohrte sich in die Wagen des GmP 303 OchsenhausenBiberach. Bei diesem Unglück gab es 12 Tote und eine große Anzahl von Verletzten (Quelle: http://www.privat-bahn.de/Oechsle1.html).

Deutschland, Genthin - Zwei Züge kollidieren

Am 22. Dezember 1939 kommt es auf dem Bahnhof in Genthin zu einer der größten Katastrophen im Schienenverkehr. Zwei D-Züge kollidieren und 196 Menschen sterben dabei.

Schweiz, Münchenstein - Einsturz der Eisenbahnbrücke

14. Juni 1891 - Unter einem von Basel herkommenden Zug bricht die Eisenbahnbrücke der Jurabahn über die Birs unterhalb des Dorfes Münchenstein, Schweiz zusammen. 78 Personen kommen dabei ums Leben, 131 werden verletzt. Bericht der Katastrophe im Web

Schottland - Zug stürzt in Fluss

28. Dezember 1879 - Durch eine Orkanböe wurde in Schottland ein Zug, aus St. Andrews kommend und in Richtung Dundee unterwegs, in die Mündung des Flusses Tay gerissen. Der Sturm hatte die Firth-of-Tay-Brücke zusammenstürzen lassen, 74 Menschen starben. Das Ereignis wurde durch die Ballade von Theodor Fontane bekannt.

Literatur

Weblinks

Siehe auch: Eisenbahn, Katastrophen der Luftfahrt, Katastrophen der Seefahrt, Katastrophen der Raumfahrt




     
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