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Karl II. (England)



Karl II., engl. Charles II (* 29. Mai 1630; † 6. Februar 1685) war König von England, Schottland und Irland (durch die Monarchisten am 30. Januar 1649 ausgerufen; Thronbesteigung nach der Wiederherstellung der Königswürde am 29. Mai 1660).

Er war der älteste Sohn König Karl I und Königin Henrietta Maria von Frankreich. Obwohl er den Titel des Prince of Wales annahm, wurde er ihm nie formell verliehen, weil der Bürgerkrieg (Ausbruch 1642) in der Zeit seiner Kindheit wütete. In dieser Zeit wurde sein Vater am 30. Januar 1649 hingerichtet. So war Karl II. schon 1646 gezwungen, nach Frankreich zu fliehen.

Karl lebte für einige Zeit in Den Haag mit den restlichen Familienmitgliedern. Kurz nach dem Tod seines Vaters, am 5. Februar 1649, wurde ihm mit der Ausrufung zum König von Schottland in Edinburgh die Möglichkeit gegeben, den Thron Schottlands zu besteigen, wenn er das "Scottish Covenant", die Zusicherung der Glaubensfreiheit für schottische Presbyterianer, unterzeichnen würde. Am 23. Juni 1650 mit der Ankunft in Schottland signierte er die Erklärung. So wurde er am 1. Januar 1651 bei Scone zum König von Schottland gekrönt. In Schottland fand er die nötige Unterstützung, um gegen den Lordprotektor Oliver Cromwell vorzugehen.

In der Schlacht von Worcester 1651 wurde Karl II. besiegt; nur durch den Umstand, dass er sich in einem hohlen Eichenbaum des Boscobel House verbarg, gab ihm die Möglichkeit, verkleidet auf den Kontinent zu fliehen.

Er blieb im Ausland, wo er ein zügelloses Leben führte und Legenden zufolge an die 350 unehelichen Kinder zeugte; darunter auch der spätere Herzog James von Monmouth (* 1649), den er mit der walisischen Adligen Lucy Walter zeugte, mit der er heimlich verheiratet gewesen sein soll.

Karl kehrte erst 1660, nach dem Tod Oliver Cromwells, nach England zurück. Das Parlament erklärte ihn am 8. Mai 1660 zum König, obwohl er das Festland erst am 23. Mai betrat und London am 29. Mai erreichte. Den Thron Englands bestieg er noch am gleichen Tage. Am 23. April 1661 wurde er in Westminster Abbey gekrönt. Die Wiederherstellung der Monarchie wurde zu einer der bedeutenden Epochen Englands, die gleichzeitig durch den Wiederaufbau Londons nach der Pest von 1665 und der Feuersbrunst 1666 begleitet wurde.

In den frühen Jahren seiner Regentschaft war Edward Hyde sein Berater, den er zum Earl of Clarendon 1661 machte. Clarendon war zugleich Stiefvater des jüngeren Bruders Karls II., dem Herzog von Herzog von York. 1667 wurde Clarendon nach den Niederlagen im Krieg mit Holland ins Exil geschickt.

Karl II. löste das Parlament am 24. Januar 1679 auf.

Karl hielt sich weiterhin Mätressen, die berühmteste war die Schauspielerin Nell Gwyn. Am 31. Mai 1662 heiratete er Katharina von Braganza, eine portugiesische Prinzessin, doch ihre Ehe blieb kinderlos, sodass unklar blieb wer ihm nachfolgen sollte. Dies Problem verschärfte sich, als er an einem Schlaganfall in Whitehall Palace starb. Sein Nachfolger wurde sein jüngerer Bruder als Jakob II und Jakob VII. von Schottland. Seine illegitimen Kinder wurden fast sämtlich in höherrangige Positionen gehoben.

Vorgänger:
Richard Cromwell
Britische Monarchen Nachfolger:
Jakob II


Englische Herrscher
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