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Küchenlatein



Küchenlatein (latinitas culinaria) ist eine spöttische Bezeichnung für so genanntes "schlechtes" oder "barbarisches" Latein. Klassisch-Antik gebildete Humanisten bezeichneten damit das von ihnen so genannte "verderbte Mönchslatein" des Mittelalters.

Diese Form der (aus heutiger Sicht durchaus natürlichen) Weiterentwicklung der lateinischen Sprache war den klassisch gebildeten Humanisten zu Beginn der Neuzeit, die eine Rückkehr zum Stil Ciceros oder Cäsars propagierten, ein Gräuel. Sie wurde deshalb in den anonymen satirischen "Epistolae obscurorum virorum" (Dunkelmännerbriefen) als "sprachliche Tarnkappe" benutzt, um die alte, verknöcherte Klostergelehrsamkeit selbst zur Zielscheibe des Spottes werden zu lassen.

Siehe auch: Vulgärlatein




     
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