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IsiXhosa



IsiXhosa ist die Sprache der Xhosa und eine der elf Amtssprachen in der Republik Südafrika, außerdem wird es auch in Botswana und Lesotho verwendet. Es wird von etwa 7,9 Millionen Menschen gesprochen und ist damit die zweithäufigste Muttersprache in Südafrika. Charakteristisch sind besonders die Klicklaute, sogar der Name "Xhosa" beginnt mit einem Klick. Er wird im internationalen phonetischen Alphabet wie folgt geschrieben: [||hosa].

Xhosa ist eine südöstliche Bantusprache der Nguni-Untergruppe, aber ca. 15% des Vokabulars kommt aus den Khoisansprachen. Sie ist eng verwandt mit der Sprache der Zulu.

Xhosa
Gesprochen in: Südafrika
Region: Ostkap
Sprecher: 6,9 Millionen
Rangfolge: nicht unter den Top100
Sprachfamilie
und Klassifizierung:
Niger-Kongo-Sprachen
 Atlantic-Kongo
  Volta-Kongo
   Benue-Kongo
    Bantoid
     Southern
      Narrow Bantu
       Central
        S
         Nguni
          Xhosa
Status
Amtssprache in: Südafrika
Geregelt durch: Xhosa Language Boards of Ciskei and Transkei
Sprachcode
ISO 639-1 xh
ISO 639-2 xho
SIL XOS

Table of contents
1 Geschichte
2 Geographische Ausbreitung
3 Dialekte
4 Laute
5 Grammatik
6 Alphabet
7 Weblinks
8 Literatur

Geschichte

Der Name Xhosa kommt von einem legendären Häuptling. Die ethnische Gruppe, die Xhosa spricht, bezeichnet sich selbst als die amaXhosa und ihre Sprache als isiXhosa. Fast alle Sprachen mit Klicklauten sind Khoisan-Sprachen und das Vorhandensein dieser Klicks verrät die engen historischen Verbindungen mit den Khoisan-Nachbarsprachen. Sogar der Name Xhosa könnte vom Ursprung her Khoisan sein.

Geographische Ausbreitung

Die Sprache stellt den südwestlichsten Teil der Familie der Nguni, einer Unterfamilie der Bantusprachen dar. Die meisten Muttersprachler leben in der Ostkapprovinz, es gibt aber auch in zunehmendem Maße Sprecher am Westkap, darunter auch in Kapstadt.

Dialekte

Xhosa ist eng mit den anderen Bantusprachen verwandt. An den Grenzen zu anderen Sprachen verstehen die Sprecher oft auch die andere Sprache, etwa Zulu oder Swati. (Vergleiche Deutsch und Niederländisch im Grenzgebiet.) Darüberhinaus hat Xhosa mehrere Dialekte. Zwischen Experten ist die Grenzziehung zwischen den einzelnen Dialekten umstritten. Eine Kategorisierung lautet: Xhosa, Ngquika, Gealeka, Mfengu, Thembu, Bomvana, Mpondomise.

Laute

Xhosa hat eine einfache Struktur der Vokale, ist aber reich an ungewöhnlichen Konsonanten. Zusätzlich zu den mit Hilfe des Lungenstroms geformten Konsonanten verfügt es über drei Arten von Klicklauten. Der erste ist der dentale Klick, er wird erzeugt durch ein Andrücken der Zunge an die Schneidezähne. Der entstehende Laut ist vergleichbar dem "ts ts ts", das etwa zum Tadeln verwendet wird. Der zweite Klick ist der laterale Klick, erzeugt durch die Zunge an den Seiten des Mundes, es ergibt sich ein Schnalzlaut, wie er etwa zum Rufen von Pferden verwendet wird. Der dritte Klick heisst postalveolarer Klick und wird mit dem Körper der Zunge gegen den Gaumen erzeugt. Jeder Klick kommt in sechs Spielarten vor. Außerdem ist Xhosa eine Tonsprache, das heißt, die Tonhöhe, in der ein Wort gesprochen wird, ist bedeutungsunterscheidend. Es gibt zwei Töne, hoch und niedrig.

Grammatik

Xhosa ist eine agglutinierende Sprache, (vom lat. agglutinare - zusammenkleben), Suffixe und Präfixe werden zu den Wortstämmen gefügt und enthalten grammatische Informationen. Außerdem hat Xhosa ein Klassen- oder Genussystem wie alle Bantusprachen, mit viel mehr Kategorien als männlich, weiblich, sächlich, wie im Indoeuropäischen gebräuchlich. Es gibt Klassen für Wortgruppen, beispielsweise für Menschen, Verwandte, Tiere, Pflanzen, Gegenstände, abstrakte Konzepte, usw.

Alphabet

Benutzt wird das lateinische Alphabet. Europäische Missionare führten es ein, als sie begannen, die Bibel zu übersetzen. 1833 wurden erste Teile der Bibel in isiXhosa veröffentlicht, 1846 das gesamte Neue Testament und schließlich 1859 eine vollständige Ausgabe der Bibel. Klicklaute werden nicht mit diakritischen Zeichen, sondern mit c für den dentalen Klick, x für den lateralen Klick und q für den postalveolaren Klick geschrieben.

Ein Beispiel ist Qongqothwane, ein Lied von Miriam Makeba. Auf Englisch ist es als The Click Song bekannt (siehe unten für ein 6 Sekunden langes Hörbeispiel des Liedes).

Igqira lendlela nguqongqothwane
Igqira lendlela kuthwa nguqongqothwane
Sebeqabele gqithapha bathi nguqongqothwane
Sebeqabele gqithapha bathi nguqongqothwane.

Weblinks

Literatur


Beurteilung:
Exzellenter Artikel



     
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