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Interjektion



Eine Interjektion ist ein Ausrufewort, oder auch Empfindungswort, wie z.B.: "Ach!", "Au!", "Hey!", "O!" oder "Eijeíjeijei". Die Umgangssprache (vor allem die mit Kleinkindern) macht davon reichlicheren Gebrauch als die Hochsprache.
Dazu zählen auch "Ja" und "Nein", die verdeutlichen, dass Interjektionen syntaktisch meist als Satzäquivalente aufzufassen sind. Für die Interpretation der stark unterschiedlichen Bedeutungen, mit denen die Interjektion aufgeladen wird, ist der jeweilige Kontext entscheidend. Eine besonders große Rolle spielt dabei auch die Intonation, die sich ja nur in der gesprochenen Sprache bemerkbar macht und in der Verschriftlichung verbalisiert werden muss. Beispiel: Ach! rief er freudig erregt. - Nein? wiederholte sie fragend.

Interjektionen als quasi selbständige "Sätze" erlauben zuweilen, grammatikalische 'Lücken' einer Sprache zu füllen. Zum Beispiel verlangt ein deutscher Satz "Subjekt" und "Verb", was zu Widersinnigkeiten führen kann, etwa wenn es heißt: "Der Wind weht." Es gibt aber keinen "Wind", der, wenn er nicht weht, in seiner Höhle liegt und schläft. Es geht um einen darzustellenden Prozess. Der Ausweg "es weht" wirft die neue Frage auf, wer denn dieses "es" sei. Da ist eine Interjektion wie "Hui!" viel gewandter und kann durch Betonung und Längung sogar die Stärke und die Dauer des Wehens anzeigen. (Aus dem "Struwwelpeter": "Hui, wie pfeift der Wind und keucht, | dass der Baum sich nieder beugt.")

Etymologisch lässt sich das Wort auf lateinisch interiectio zurückverfolgen (inter = dazwischen, zwischen hinein, iacere = werfen).

(Siehe dazu auch Interjektion (von Gegenständen))




     
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