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Heuriger



Heuriger ist in Österreich zunächst einmal die Bezeichnung für den Federweißern, also jungen, frisch vergorenen Wein. Heuriger ist aber auch der Name zahlreicher Österreicher Gastronomiebetriebe. Ursprünglich wurde dort nur der letztjährige Wein ausgeschenkt, also der heurige Wein. heuer ist österreichisch für diesjährig. Davon leitet sich der Name auch ab.

Ein Heuriger hat allerdings einige Einschränkungen gegenüber einem üblichen Gasthaus. Es darf nur der eigene Wein ausgeschenkt werden. Auch beim Verkaufen von Essen sind sie auf einige, vor allem kalte Speisen beschränkt. Außerdem darf ein Heuriger nur eine bestimmte Dauer pro Jahr ausgesteckt haben, d.h. geöffnet haben. In einem Heurigenort ist es meist untereinander abgesprochen wann wer ausgesteckt hat. Somit ist gewährleistet, dass in einem größeren Weinort das ganze Jahr ein oder mehrere Heurigenlokale offen haben. Es stehen auch separate Tafeln im Ort, wo jeder Weinhauer anzeigt, wann er offen hat.

Da einerseits die Erwartungen an ein Heurigenlokal gestiegen sind, diese aber auf diese Art nicht leicht zu finanzieren sind, haben heute viele Lokale auch eine Restaurantkonzession zusätzlich. Somit kann das Angebot wesentlich erweitert werden und sogar Bier verkauft werden, was bei einem klassischen Heurigen ausgeschlossen ist.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war es Sitte, dass man zum Heurigen sein eigenes Essen mitbringen konnte. Um ein Lokal rentabler zu gestalten war es vielerort auch üblich, dass ein Lokal von einer Genossenschaft geführt wurde und die einzelnen Winzer das Lokal für einige Wochen im Jahr pachteten. Meist hatte dieses Lokal den Namen Winzerstube.

Der Name wird hauptsächlich in Ostösterreich verwendet. In den südlichen Bundesländer Steiermark und Kärnten hat sich der Name Buschenschank eingebürgert.

Eine Abart vom Heurigen, bei dem Wein ausgeschenkt wird, ist der Mostheurige, wo der so genannte Apfel- oder Birnenmost ausgeschenkt wird.

Heurigenorte:




     
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