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Hammurapi



Hammurapi bzw. Hammurabi, (* 1728 v. Chr, † 1686 v. Chr) war 5. König der ersten Dynastie von Babylon und König von Sumer und Akkad. Er war einer der bedeutendsten altorientalischen Herrscher.

Hammurapi verfügte über ein ausgeklügeltes Netz von Botschaftern und Agenten in allen wichtigen Stadtstaaten. So konnte er durch gezielte Bündnisse gefährliche Gegner politisch und militärisch isolieren, um sie dann mit seinem 30.000 Mann starken Heer einzunehmen. Obwohl er zu Beginn seiner Regentschaft nur ein kleines Gebiet hatte, konnte er während seiner Lebenszeit seine Herrschaft über große Teile Mesopotamiens ausweiten. Seinem Reich war aber keine lange Lebensdauer vergönnt. Schon während der Regierungszeit seines Sohnes Samsuiluna (1749 v. Chr - 1712 v. Chr) kam es zu Unruhen in Südmesopotamien, und an den Grenzen erschien ein neues Volk - die Kassiten. Aus westlicher Richtung drangen fast gleichzeitig die Hethiter vor, die sich aber nach anfänglichen Erfolgen wieder zurückzogen. Die Kassiten lösten schließlich die Hammurabi-Dynastie ab. Die altbabylonische Epoche in Mesopotamien endete an diesem Zeitpunkt.

Berühmt geworden ist Hammurapi jedoch für die älteste vollständig erhaltene Gesetzessammlung, den Codex Hammurapi. Dieser umfasste 300 Gesetzessprüche, aufgezeichnet wurde er unter anderem auf einer ca. 2,25 m hohen Stele (ein freistehender Pfeiler) aus Diorit. Diese Stele wurde 1902 bei Ausgrabungen in Susa gefunden. Ihr ursprünglicher Standort ist unbekannt, vermutlich wurde sie von einem Eroberer aus einer babylonischen Stadt geraubt. Die Stele von Susa befindet sich heute im Louvre in Paris.

Hammurapis Gesetzessammlung war keineswegs einzigartig. Bereits 300 Jahre zuvor schuf der südbabylonische König Urnammu ein ähnliches Werk, und 100 Jahre vor Hammurapi ließ Lipitschar, König von Isin, ebenfalls eine Stele beschriften. Beide Werke sind jedoch nur fragmentarisch erhalten. Hammurapis Schriften wurden jedoch vielfach aufgezeichnet. Der assyrische König Assurbanipal verwahrte eine Abschrift auf Tontafeln in seiner Bibliothek in Ninive. Auch ins römische Recht fand der Codex Hammurapi Eingang.




     
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