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Großbritannien (Insel)



Die Insel Großbritannien liegt im Nordatlantik, an der nordwestlichen Küste des europäischen Kontinents. Mit einer Fläche von 229.850 km² ist die Hauptinsel die achtgrößte Insel der Welt sowie die größte Insel Europas und der Britischen Inseln, zu denen auch noch Irland, Faröer und die Insel Man gehören. England bildete im Altertum die römische Provinz Britannia. Ein alter Name für die Insel Großbritannien ist "Albion", oder die heute gebräuchlichere Form "Albany". Dies bedeutet auf Latein "weiß" und bezieht sich auf die weißen Kreideklippen von Dover, die man normalerweise als erstes sieht, wenn man mit dem Schiff über den Ärmelkanal nach Großbritannien fährt. Ein historische Name im Gälischen für Schottland ist Alba. Mit Albanien hat der Name also nichts zu tun.

Politisch besteht Großbritannien seit 1704 aus den Staaten England & Wales und Schottland. Die Hebriden, die Orkney- und die Shetland-Inseln sind ebenfalls Teil Großbritanniens. Die Länder Großbritanniens bilden zusammen mit der Provinz Nordirland und den vielen Überseegebieten das Vereinigte Königreich. Großbritannien ist also nur Teil des Vereinigten Königreichs und nicht mit diesem gleichzusetzen.

Die direkt der britischen Krone unterstehenden Kanalinseln und die Insel Man sind kein Teil des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland; Man und auch ganz Irland gehören jedoch zu den Britischen Inseln, die Kanalinseln dagegen nicht.

Entstehen und Veränderungen der Bezeichnung Großbritannien

Der Begriff Großbritannien fand erstmals weite Verbreitung während der Regierung des Königs Jakob VI. von Schottland, der auch als Jakob I. England regierte; er bezeichnete die aus zwei Staaten, mit eigenen Parlamenten, unter einem Monarchen regierte Insel. Im Jahre 1707 wurden England und Schottland vereint, und die Bezeichnung Vereintes Königreich von Großbritannien ist für die Zeit von 1707 bis 1800 gebräuchlich.

Im Jahre 1801 fand eine erneute Umgestaltung statt: Das vom englischen Königshaus regierte Irland wurde mit dem Vereinten Königreich von Großbritannien zum Vereinten Königreich von Großbritannien und Irland vereint. Als im Jahre 1922 26 der 32 irischen Counties die unabhängige Republik Irland bildeten, entstand das Vereinte Königreich von Großbritannien und Nordirland.

Die Regierungsorgane im vereinten Königreich werden heute als britisch bezeichnet: "Der britische Premierminister" oder "das Britische Königshaus". Die Bezeichnung englisch an gleicher Stelle wäre falsch, da England als Staat seit 1707 nicht mehr existiert.

Warum "Groß"-Britannien?

Historisch gab es zwei Britanniens: Die Insel Britannien und das Land Britannien im Norden Frankreichs, heute die Bretagne. Im Englischen werden sie als "Great Britain" und "Brittany" (soviel wie Britannchen, d.h. kleines Britannien) bezeichnet; im französischen wird ähnlich "Grande Bretagne" und "Bretagne" unterschieden. Allerdings wird heute im Englischen häufiger einfach "Britain" für Großbritannien gesagt.

Englands Dominanz Großbritanniens

Seit England & Wales und Schottland im Jahre 1707 vereint waren, hat England immer die zentrale Rolle in allen nachfolgenden Staaten gespielt. Das wird auch deutlich, wenn die Krönung des britischen Monarchen dem englischen Ritual folgen, oder weil das britische Parlament der Struktur des englischen Parlaments folgt, und auch das ursprüngliche englische Parlamentsgebäude nutzt. Diese Dominanz ist aufgrund der viel höheren Bevölkerungszahl Englands leicht einsichtig.

Gebiete Großbritanniens

Seit dem 16. Jahrhundert wuchs der Einfluss Großbritanniens bzw. des Vereinten Königreiches in der Welt ("British Empire"). Folgende Territorien oder Regionen stehen in engem Zusammenhang mit Großbritannien:

Siehe auch: Vereinigtes Königreich, Greater Britain, Geschichte Großbritanniens




     
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