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Grammatik



Dieser Artikel befasst sich mit Grammatik als Teil der Sprachwissenschaft, andere Bedeutungen unter Grammatik (Begriffsklärung).
Als Grammatik ("Sprachlehre") bezeichnet man den Teil der Sprachwissenschaft (Linguistik), der sich mit der Struktur der Sprache beschäftigt und historisch gewachsene Regeln beschreibt (deskriptive Grammatik), bzw. für die Standardsprache auch Regeln festlegt (preskriptive oder vorschreibende Grammatik.)

In der Umgangssprache werden diese Regeln der preskriptiven Grammatik oft verletzt. Doch beruhen auch die meisten dieser Verletzungen auf grammatischen Regeln. Überdies haben verschiedene Dialekte und Soziolekte sowie Ethnolekte oft eigene grammatikalische Regeln. In der poetischen Sprache werden die Regeln der Grammatik manchmal bewusst gebrochen, um die Möglichkeiten der Sprache auszuloten. Aber auch ein derartiges Brechen der Regeln beruht wiederum auf Regeln. Diese Regeln aufzufinden und zu beschreiben ist Aufgabe der "deskriptiven" (beschreibenden) Grammatik.

Jeder Mensch besitzt eine eigene "innere" Grammatik, einen Satz von Regeln, die er anwendet, ohne sich dessen immer bewusst zu sein.

Noam Chomsky nimmt im Rahmen seiner Theorie einer generativen Transformationsgrammatik die Gültigkeit einer gemeinsamen Universalgrammatik (UG) an, von der er vermutet, dass sie sogar angeboren sei. Das sind sehr allgemeingültige Regeln, die für alle Sprachen gleichermaßen gelten. Diese nennt Chomsky "Prinzipien". Unterschiedliche Sprachen zeichnen sich durch "Parameter" aus, welche in Rahmen des Spracherwerbs gelernt werden. Anders als in der deskriptiven Grammatik stellt Chomsky die Frage, was ein Sprecher einer Sprache weiß und trennt somit Kompetenz und Performanz.

Für die Grammatik der Standardsprache gilt im Deutschen der Duden als maßgebend. In den letzten Jahrzehnten hat die Dudenredaktion einen eher deskriptiven Ansatz vertreten, d.h. sie passt die Regeln immer wieder an den aktuellen Sprachzustand an, also an das, was zur Zeit üblich ist.

Grammatik umfasst Phonologie ("Lautlehre"), Morphologie ("Formenlehre") und Syntax ("Satzlehre"). In den letzten Jahrzehnten ist die Grammatik mit der Textgrammatik über den Satz als größte zu untersuchende Einheit hinausgegangen.

Auch Programmiersprachen haben eine Grammatik. Damit ein Programm aus seinem Quellcode von einem Compiler oder Interpreter verstanden werden kann, müssen beim Schreiben eines Programmes feste Regeln eingehalten werden.

Siehe auch: Deklination, Interjektion, Konjugation, Suffix, Wortart, Universalgrammatik

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