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Gründerzeit



Als Gründerzeit wird in Deutschland die Epoche nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/1871 bezeichnet. Der einsetzende Aufschwung durch das Geld aus den französischen Kontributionen (4 Mrd. Mark) wurde genutzt, um den Vorsprung der anderen europäischen Nationen auf dem Gebiet der Industrialisierung aufzuholen.

Typisch für den Baustil der Gründerzeit ist die Block-Bebauung in neu entstandenen Wohnvierteln für Arbeiter, die oft in räumlicher Nähe zu den Arbeitsstätten entstand. Größtes erhaltenes Gründerzeitviertel in Deutschland ist die Innere Neustadt in Dresden. Berühmt sind auch die klassischen Zentren in Berlin. Die Wohnungen waren, wie die Ärzte klagten, "ohne Luft, Licht und Sonne". Oft gab es mehrere Hinterhöfe oder die Wohnungen wurden um Lichtschächte herumgebaut. Von hier aus breitete sich die Tuberkulose auch in die "besseren" Wohnviertel aus.

Während der Beginn der Gründerzeit mit dem wirtschaftlichen Aufschwung nach dem Deutsch-Französischen Krieg recht klar definiert ist, ist das Ende eher fließend. Einschneidendes Erlebnis für die meisten war der Gründerkrach, bei dem die künstlich aufgeblasenen Aktiengesellschaften wie Seifenblasen platzten und die Kleinanleger ihre Ersparnisse einbüßten.




     
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