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Globalisierungskritik



Die Globalisierungskritik ist eine Bezeichnung für die internationale Bewegung, die sich gegen die neoliberalee Form der wirtschaftlichen Globalisierung wendet. Vor kurzem hat es zahlreiche Veränderungen in der Weltökonomie gegeben, die noch immer im Gang sind und die eine Intensivierung der globalen Netzwerke der Kommunikation und der Zirkulation von Waren und Dienstleistungen bedeuten.

Der Ansatz der Globalisierungskritik ist, dass die Globalisierung in ihrer jetzigen Form nur den Industrieländern zu Gute komme, die Entwicklungsländer weiter in Abhängigkeit und Armut treibe und ihre Selbstbestimmungsrechte einschränke. Zudem wird kritisiert, dass durch eine ungebremste internationale Konkurrenzsituation der Volkswirtschaften, diejenigen mit einem besseren Sozialsystem ihr System an diejenigen mit geringen sozialen Sicherungen anpassen müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Die Bewegung plädiert daher für einen internationalen Handlungsrahmen aller Staaten, der soziale Mindeststandards sichert und die Selbstbestimmungsrechte der Völker garantiert. Insbesondere wirbt sie für eine Veränderung internationaler Handelsabkommen und Institutionen wie Weltbank und IWF zu Gunsten der Entwicklungsländer. Es wird gefordert, dass die kreditgebenden Institute ihre Auflagen zurücknehmen, um den Entwicklungsländern eine wirtschaftliche Unabhängigkeit zu ermöglichen. Die Abhängigkeit führe zu zwanghafter Betonung des Exporteses, wodurch eine eigenverantwortliche Wirtschaftspolitik verhindert werde.

Table of contents
1 Geschichte
2 Bekannte Globalisierungskritiker
3 Kritisch zum Neoliberalismus sprechende Ökonomen
4 Siehe auch
5 Literatur
6 Weblinks

Geschichte

Als Geburtsstunde werden oft die Proteste anlässlich der WTO-Ministerkonferenz 1999 in Seattle gesehen, wenngleich sich diese Bewegung bis zu den Protesten gegen das MAI (multilaterales Investitionsabkommen) oder die Dritte Welt- / Eine Welt-Bewegung zurückverfolgen lässt. Andere, unter ihnen autonome und anarchosyndikalistische Gruppen, sehen den Aufstand der Zapatistas im Januar 1994 als Beginn der Bewegung.

Die Bewegung gilt als inhaltlich vielfältig. Die Schwerpunkte liegen auf einer 'sozial gerechten Globalisierung' sowie bei 'Menschenrechten' (insbes. 'Frauenrechten') und ökologischen Themen.

Vertreter der Globalisierungskritik in Deutschland sind u.a. ATTAC, BUKO und Peoples Global Action.

Der Deutsche Bundestag hat am 14. Dezember 1999 die Enquete-Kommission "Globalisierung der Weltwirtschaft" eingesetzt. Der Abschlussbericht wurde 2002 mit der Bundestagsdrucksache 14/9200 vorgelegt (Link).

Einige Kritiker der Globalisierungskritik sehen durch die Aufspaltung in "gutes" produktives Kapital und "schlechtes" Kapital im Finanzkapital eine Methode den Kapitalismus zu kritisieren, ohne den Kapitalismus an und für sich zu kritisieren. Nicht der Neoliberalismus sei der Auswuchs, sondern der Kapitalismus selbst.

Bekannte Globalisierungskritiker

Kritisch zum Neoliberalismus sprechende Ökonomen

Siehe auch

McJobs,
Ich-AG, Globalisierungsgegner, Internationaler Währungsfonds (IWF), Trickle-Down-Effect, Kapitalismuskritik, Sozialforumsbewegung, Turbokapitalismus, Exportproduktionszone, Sweatshop

Literatur

Einstieg in die Volkswirtschaftslehre

Literatur speziell zur Globalisierungskritik

Weblinks




     
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