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Geschichte von Guinea-Bissau



Die arabisch-islamische Kultur beeinflusste im 7. Jahrhundert die ethnische Gruppe der Berber im Norden Afrikas. Das im 8. Jahrhundert n. Chr. gegründete Königreich Ghana (keine regionalen Gemeinsamkeiten mit dem heutigen Staat Ghana) lag im südlichen Grenzgebiet zwischen dem heutigen Mauretanien und Mali. Aufgrund von Überfällen arabisch geprägter, nordafrikanischer Berberstämme auf das Königreich Ghana suchte afrikanische Bevölkerung Zuflucht im heutigen Gebiet von Guinea Bissau. Im Jahr 1240 ging das Königreich Ghana im Königreich Mali auf, zu dem bis zur sogenannten Entdeckung des Landes durch die Portugiesen auch das Gebiet der heutigen Republik Guinea-Bissau gehörte.

Auf ihrer systematischen Suche nach Bodenschätzen, der Jagd nach Sklaven aber auch der Möglichkeit, die Zollsysteme nördlich der Sahara im Handel mit dem afrikanischen Hinterland zu umgehen, sendeten die Portugiesen unter der Regentschaft König Alfons V aus dem Hause Avis und im Auftrag von D. Henrique o Navegador (Heinrichs des Seefahrers) schon vor der "Entdeckung" Amerikas Schiffe in die Küstenregion Westafrikas. Um den Markt in Lagos an der Algarve im Heimatland mit Sklaven aus Westafrika zu versorgen, ergriff Portugal 1446 Besitz von Portugiesisch-Guinea.

1879 wurde das Land Kolonie Portugals und 1951 portugiesische Überseeprovinz. Vier Jahre später, 1955, erhielt es eine eigene Verfassung sowie Finanz- und Verwaltungsautonomie. Doch konnte diese beschränkte Autonomie die Bildung einer Unabhängigkeitsbewegung (PAIGC = Partido Africano da Independência da Guiné e Cabo Verde) nicht verhindern. Unter der Führungspersönlichkeit von Amilcar Cabral formierte sie sich zum Widerstand und Befreiungskampf gegen die portugiesische Kolonialherrschaft.

In Folge des seit 1963 andauernden Guerilla-Krieges erlangte Portugiesisch-Guinea im September 1974 die Anerkennung der Unabhängigkeit von Portugal. Bereits 1973 waren Teile des Landes unter Kontrolle der Unabhängigkeitsbewegung PAIGC, welche im gleichen Jahr in Boe die Republik Guinea-Bissau ausrief. 1974, im Jahr nach der Ermordung von Amilcar Cabral, wurde dessen Halbbruder Luis Cabral Staatsoberhaupt des Landes. 1980 kam es zu einem Putsch unter dem bisherigen Ministerpräsidenten João Bernardo Vieira.

Nach wiederholten kriegerischen Konflikten stürzt Präsident Vieira im Mai 1999, er flüchtet nach Portugal. Die PAIGC verliert an politischem Einfluss.




     
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