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Geschichte Neuseelands



Neuseeland ist eine der zuletzt besiedelten größeren Landmassen. Polynesische Siedler kamen wahrscheinlich zwischen 500 und 1300 n. Chr. an und begründeten die einheimische Maori-Kultur.

Die ersten europäischen Entdecker, die Neuseeland erreichten, waren der in den Niederlanden gestartete Abel Tasman, der 1642 ankam. Tasman landete damals in der heutigen Golden Bay, wurde aber von den Maori angegriffen und floh wieder.

Als nächster folgte James Cook, dessen ausgedehnte Entdeckungsfahrten ihn ab 1769 in den 1790er Jahren und danach zu einer beachtlichen europäischen Kolonisierung führten. Im Gegensatz zu Australien wurde Neuseeland ausschließlich von freien Siedlern kolonisiert.

1814 brachten die ersten Missionare erstmals in der Geschichte Neuseelands Säugetiere wie Schafe, Rinder und Pferde ins Land. In Taranaki und Wanganui kam es 1819 zu den ersten schweren Auseinandersetzungen zwischen den Maori und den europäischen Einwanderern. Diese Unruhen sollten bis ins Jahr 1833 weitergehen, bis der Gesandte James Busby von der britischen Krone nach Neuseeland geschickt wurde.

Im Vertrag von Waitangi erkannten 1840 die Maori-Häuptlinge offiziell die Souveränität der britischen Krone an. In den folgenden Jahren kam es durch die systematische Besetzung durch die Europäer zu fortwährenden Spannungen mit den Maori, die 1843 im Beginn der Maori-Kriege mündeten. Die Kämpfe endeten erst im Jahre 1846/1847. 1858 wurde Potatau zum ersten König der Maori ernannt, um so gegen England vorzugehen. Zwischen 1860-1872 kam es daraufhin zu den sog. Maori-Kriegen. 1867 erhalten die Maori erstmals das Wahlrecht und 4 Sitze im Parlament.

Die Hauptstadt wurde 1841 von Okiato nach Auckland und später nach Wellington verlegt. 1852 gewährte England Neuseeland im New Zealand Constitution Act mehr Unabhängigkeit von der Krone und eine Selbstverwaltung. Bereits 1893 kam es zur weltweit ersten Einführung des Frauenwahlrechts (26 Jahre nachdem die Maori das Wahlrecht erhalten hatten).

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Kolonie Neuseeland 1907 in ein Dominion umgewandelt. Sieben Jahre später besetzte die neuseeländische Armee im Rahmen des Ersten Weltkriegs die deutsche Kolonie Samoa.

1947 erfolgt die Anerkennung des Westminster-Statutes in Folge eine eigene Aussenpolitik und ein eigenes Aussenministerium aufgebaut wurde. 1948 kam es zur Einführung einer eigenständigen Staatsangehörigkeit. 1951 war Neuseeland Mitbegründer des ANZUS-Sicherheitspakts (mit Australien und den USA).

Neuseeland verfolgte im Lauf der Zeit eine eigene Anti-Atom Politik, die 1984 zur Suspendierung des ANZUS-Sicherheitspakts durch die USA führte. Die USA blieben Neuseeland jedoch politisch eng verbunden.

Laut der Volkszählung von 2001 beträgt die Bevölkerungszahl Neuseelands ungefähr 3,8 Millionen. Obwohl die Mehrheit der Bevölkerung Neuseelands jetzt europäischer Herkunft ist, sind Maori und Bewohner der pazifischen Inseln die zweit- und drittgrößten ethnischen Gruppen; die Maori-Kultur ist weiterhin ein herausragendes Merkmal im öffentlichen Leben Neuseelands. Es ist vielleicht dem milden Klima und der geringen Bevölkerungszahl zu verdanken, dass Erholung im Freien unter den Neuseeländern sehr beliebt ist. Rugby, Cricket, Netzball, Segeln, Wandern und Pferderennen finden begeisterte Anhänger.

Siehe auch Geschichte Australiens, Geschichte des Australischen Bundes




     
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