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Geschichte Deutschlands



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Geschichte

Vor- und Frühgeschichte

Paläolithikum: Die frühesten Beweise für eine Anwesenheit von Menschen auf dem Gebiet des heutigen Deutschland, Quarzit-Artefakte aus der Tongrubegrube Kärlich bei Koblenz, werden auf ein Alter von etwa 700.000 Jahren datiert. Aus der Zeit von vor etwa 600.000 bis 550.000 Jahren stammt der Fund eines Unterkiefers des Homo heidelbergensis, der in Mauer bei Heidelberg entdeckt wurde. Eine bessere Fundsituation gibt es für spätere Formen des Homo heidelbergensis. Zu nennen sind hier insbesondere die Fundstellen bei Bilzingsleben bei Kindelbrück in (Thüringen), bei Schöningen und Bad Cannstatt, die auf ein Alter von ca. 350.000 bis 250.000 Jahren datiert werden. Bis vor ca. 40.000 Jahren war Deutschland vornehmlich von Homo neanderthalensis besiedelt, seit etwa 36.000 Jahren von Homo sapiens. Einige der ältesten Fundstätten sind Geißenklösterle bei Blaubeuren und die Stadel-Höhle im Lonetal bei Ulm. Die dort gefundenen Kunstwerke (z.B. der Löwenmensch) und Musikinstrumente aus dem Aurignacien gehören zu den ältesten Funden ihrer Art weltweit.

Es kann als gesichert gelten, dass Mitteleuropa seit etwa 500.000 Jahren zumindest während der Warmzeiten permanent von Menschen besiedelt ist.

Neolithikum: Nach dem Ende der Eiszeiten entwickelten sich die Sammlerinnen und Jäger des Mesolithikums zu Bauern und Viehzüchtern, wahrscheinlich unter dem Einfluss vorderorientalischer und südosteuropäischer Kulturen. Dieser Prozess, der um 5'300 v.Chr. stattfand und der mit Sesshaftigkeit und der Benutzung von gebrannten Tongefässen und geschliffenen Steinbeilen einhergeht, wird auch neolithische Revolution genannt

Bronze- und Eisenzeit: Ab ca. 2'000 v.Chr. wird in Mitteleuropa die Metallverarbeitung üblich, zunächst Kupfer und Bronze (Bronzezeit), dann ab ca. 850 v.Chr. auch Eisen (Eisenzeit). Der größte Teil Deutschlands gehörte ab der 1. Hälfte des 1. Jahrtausends v. Chr zum Einflussbereich der keltischen Kultur.

Antike

Die früher verbreitete Gleichsetzung von Germanen und Deutschen wird in der heutigen Forschung nicht mehr aufrecht erhalten. Einerseits trugen auch nichtgermanische Ethnien zur Herausbildung des deutschen Volks bei, andererseits zählen Germanen auch zu den Vorfahren nicht-deutscher Völker. Ursprünglich an der westlichen Ostsee beheimatet, drangen die Germanen seit etwa 200 v. Chr in die damals noch keltischen Gebiete Mittel- und Süddeutschlands vor.

Ins Licht der Geschichte traten sie gegen Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr, als die nordgermanischen Stämme der Kimbern und Teutonen von Jütland aus bis auf das Gebiet des Römischen Reichs vordrangen. Nachdem sie mehrere Legionen geschlagen hatten (113 v. Chr bei Noreia und 105 v. Chr bei Arausio (Orange), besiegte sie der römische Feldherr Marius in den Jahren 102 und 101 v. Chr in den Schlachten von Aquae Sextiae (Aix-en-Provence) und Vercellae (Vercelli).

Mit der Eroberung Galliens durch Julius Cäsar zwischen 58 und 50 v. Chr wurde der Rhein zur Nordostgrenze und die Germanen zu direkten Nachbarn des Römischen Reiches. Die unter Kaiser Augustus versuchte Eroberung der von Germanen besiedelten Gebiete bis zur Elbe wurde nach der Schlacht im Teutoburger Wald im Jahr 9 n. Chr. abgebrochen.

Die Gebiete westlich des Rheins und südwestlich des Grenzwalls Limes wurden den römischen Provinzen Germania Inferior (Niedergermanien), Germania Superior (Obergermanien) und Raetia (Rätien) zugeschlagen. Das Gebiet östlich davon nannten die Römer Germania libera (freies Germanien). Die erste umfassende Beschreibung Germaniens gab der römische Historiker Tacitus um das Jahr 98 in seiner Schrift Germania.

Die ins Römische Reich einbezogenen Gebiete Germaniens bildeten in den folgenden Jahrhunderten einen Teil der antiken Welt. Die keltisch-germanische Urbevölkerung wurde weitgehend romanisiert. Mit Trier, Xanten, Köln, Koblenz, Mainz, Augsburg, Kempten im Allgäu und Regensburg entstanden damals die ältesten Städte Deutschlands. Trier stieg in der Spätantike sogar zur Kaiserresidenz auf. Nach vermehrten Germaneneinfällen gaben die Römer 260 den Limes auf und verlegten die Grenze zum freien Germanien auf ganzer Länge an den Rhein zurück.

Frühes Mittelalter: Merowinger und Karolinger

Rom musste schließlich auch einer Besiedlung der Gebiete westlich des Rheins und südlich der Donau durch Germanenstämme zustimmen. Ab der zweiten Hälfte des 4. Jh. setzte, verursacht durch die relative Überbevölkerung der Stammesgebiete der Germanen und den Druck der aus dem Osten anstürmenden Hunnen, eines mongolischen Reitervolks, die Völkerwanderung ein.

In der Folge der Wanderungsbewegungen entstanden in großen Teilen des Römischen Imperiums germanische Reiche. Kleinere Stämme schlossen sich zu größeren Verbänden zusammen, wie z.B. die Franken am mittleren Rhein, die Alemannen zwischen Rhein und Donau, die Baiern im Gebiet des heutigen Bayern und Österreich und die Thüringer im Gebiet des heutigen Thüringen. Im Gebiet des heutigen Niedersachsens befand sich das Stammesgebiet der Sachsen. Ab 500 wurden die Gebiete östlich der Elbe durch die von Osten vordringenden Slawen besiedelt.

Unter dem Merowingerkönig Chlodwig entwickelte sich das Frankenreich im 6. Jh. zur vorherrschenden Macht in Mitteleuropa. Chlodwig und seine Nachfolger konnten neben den rheinischen Stammlanden Gallien und die Gebiete der Alemannen und Thüringer sowie der Baiern unter ihre Herrschaft bringen.

Mit der Annahme des katholischen Christentums gewann Chlodwig die Unterstützung der Kirche. Um 600 wurde das Frankenreich durch irische Mönche unter Führung Columbans missioniert. Das Gebiet des heutigen Deutschlands wurde vom angelsächsischen Mönch Bonifatius christianisiert. Bonfatius errichtete im ganzen Frankenreich eine Kirchenorganisation durch die Schaffung von Bistümern und Erzbistümern.

Allmählich ging die Macht von den immer schwächer werdenden Merowingerkönigen auf die Hausmeier über, deren Aufgabe ursprünglich die Verwaltung der Königsgüter war. Der Hausmeier Karl Martell errang durch seinen Sieg über die ins Frankenreich eindringenden Araber 732 bei Tours und Poitiers großes Ansehen. Sein Sohn Pippin ließ sich als König der Franken vom Stammesadel wählen und als Zeichen seines Gottesgnadentums salben. Der letzte Merowingerkönig wurde von ihm entmachtet. Durch die so genannte Pippinische Schenkung legte er 754 die Grundlage des Kirchenstaates und wurde zum Schutzherrn der Kirche. Das Frankenreich wurde zur Keimzelle Europas.

Der Sohn Pippins, Karl der Große, konnte das Reich in zahlreichen Feldzügen noch vergrößern. 773 erobert er das Langobarden-Reich in Oberitalien. Ebenso gelang ihm die Unterwerfung und Christianisierung der Sachsen und die Eingliederung Bayerns, das von den Agilolfingern nach dem Machtverfall der Merowinger zunehmend eigenmächtig regiert wurde. 800 wurde Karl der Große vom Papst zum Kaiser gekrönt. Damit trat der Frankenkönig die Nachfolge der weströmischen Kaiser an.

Zentrum des Reiches wurde die Kaiserpfalz in Aachen. Auch im übrigen Reich dienten so genannte Pfalzen als Stützpunkt des sich fast ständig auf Reisen befindenden Kaisers. An den gefährdeten Grenzgebieten legte er zur Abwehr von Dänen, Slawen und Arabern so genannte Marken an, die jeweils durch einen Markgrafen mit besonderen Befugnissen verwaltet wurden. Karl der Große strebte auch eine Erneuerung der römischen Kultur an und förderte die lateinische Sprache.

Vom Ostfränkischen Reich zum Reich der Deutschen

Als der Karolinger Karl der Große 814 starb, konnte sein Sohn Ludwig der Fromme die Einheit des Frankenreichs zunächst noch wahren. Als Nachfolger bestimmte er seinen ältesten Sohn, der 825 als Lothar I die Kaiserwürde empfing. Dessen jüngere Brüder Ludwig der Deutsche und Karl der Kahle verbündeten sich gegen Lothar I. und besiegten ihn in der Schlacht von Fontenoy.

842 wurde das Bündnis in den Straßburger Eiden bestätigt. Die Straßburger Eide wurden sowohl in althochdeutsch als auch in altfranzösisch abgefasst und zählen zu den ältesten Belegen der französischenen und deutschenen Sprache.

843 wurde im Vertrag von Verdun das Frankenreich in ein ostfränkisches, ein westfränkisches und ein Mittelreich geteilt. Dabei bekam Lothar das Mittelreich, das Norditalien und das heutige Gebiet von Provence, Burgund, Lothringen, Belgien und der Niederlande umfasste, und behielt die Kaiserwürde. Karl der Kahle bekam den Westteil und Ludwig II. der Deutsche den Ostteil, der Bayern, Schwaben, Hessen, Thüringen, das Sachsen sowie Teile Frankenss umfasste. Im Vertrag von Meersen 870 wurde das Mittelreich unter Karl dem Kahlen und Ludwig II. dem Deutschen aufgeteilt.

Im Vertrag von Ribemont 880 konnte der ostfränkische König Ludwig III. der Jüngere auch Westlothringen gewinnen. Dies sollte im Wesentlichen bis 1648 die Grenze zwischen Frankreich und Deutschland bleiben.

Der ostfränkische König Karl III. der Dicke erreichte 881 wieder die Kaiserwürde und konnte das Fränkische Reich nochmals kurze Zeit vereinigen. Mit Ludwig IV. dem Kind starb 911 der letzte ostfränkische Karolinger.

Hochmittelalter I: Zeit der Ottonen

Nach der Spaltung des Reiches kam es im Ostfrankenreich zu einem Verfall des Königtums und zum Aufstieg von einzelnen Adelsfamilien. Durch die Abwehrkämpfe gegen Slawen und Ungarn im 9. und 10. Jahrhundert wurde diese Entwicklung und die Herausbildung der besonders mächtigen Stammesherzogtümer Bayern, Schwaben, Franken und Sachsen entscheidend gefördert. Um ihre eigene Macht nicht zu gefährden, wählten die Stammesherzöge den vermeintlich schwachen Frankenherzog Konrad I zu ihrem König.

Ihm folgte auf dessen eigene Empfehlung mit Unterstützung der Herzöge von Sachsen und Franken der Sachsenherzog Heinrich I aus dem Geschlecht der Liudolfinger oder Ottonen nach. Heinrich I. gelang es, das ostfränkische Reich zu festigen und es gegen Einfälle von Ungarn und Slawen zu verteidigen. Sein Sieg gegen die Ungarn 933 an der Unstrut war jedoch noch nicht endgültig. 920 taucht erstmals die Bezeichnung "Regnum teutonicum" auf, neben dem fränkische Erbe trat nun immer mehr eine eigene "deutschee" Identität hervor.

Zum Nachfolger bestimmte Heinrich I. seinen Sohn Otto I. der Große. Als sich die übrigen Stammesherzöge gegen ihn erhoben, konnte Otto I. der Große sie im Kampf besiegen. Er enthob sie ihrer Herzogswürde und setzte stattdessen Verwandte als Amtsherzöge ein. Diese erhoben sich jedoch später ebenfalls gegen ihn. Zur Sicherung seiner Macht stützte sich deshalb Otto I. auf die Kirche. Dazu besetzte er geistliche Ämter mit Vertrauten und stattete sie durch Vergabe von Lehen aus dem Reichsgut und königlichen Rechten (Regalien) mit weltlicher Macht aus. Diese als Reichskirchensystem bezeichnete Verwaltungspraxis hatte den Vorteil, dass Geistliche wegen des Zölibats ihr Lehen nicht vererben konnten und nach ihrem Tod der König das Lehen wieder an Vertraute neu vergeben konnte. Die Sicherung des Reichs nach außen führte Otto I. ebenfalls konsequent fort. 955 besiegte er die Ungarn entscheidend in der Schlacht auf dem Lechfeld.

Zur Abwehr der Slawen richtete er Markenen ein, die zur Grenzsicherung aber auch zur christlichen Mission der Slawen dienten. Auf dem Gebiet des heutigen Ostdeutschlands wurden zahlreiche neue Bistümer gegründet. 950 wurde Böhmen unterworfen. 963 musste Polen die Vorherrschaft des Deutschen Reiches anerkennen. Otto I. unternahm drei Italienfeldzüge (951 - 952, 961 - 965, 966 - 972), durch die er sein Herrschaftsgebiet um Nord- und Teile Mittelitaliens erweitern konnte. Beim ersten Feldzug besiegte er den Langobardenkönig Berengar II und heiratete die von Berengar gefangen gehaltene Witwe des italienische Königs Adelheid von Burgund. Daraufhin nannte er sich König der Langobarden.

Beim zweiten Italienfeldzug erreichte er 962 die Kaiserkrönung durch Papst Johannes XII. Als Gegenleistung gewährte der Kaiser dem Kirchenstaat seinen Schutz. Durch seinen Anspruch auf Süditalien geriet Otto der Große in Konflikt mit dem byzantinischen Kaiser, der die Herrschaft über Kalabrien und Apulien hatte. Erst nach langen kriegerischen Auseinandersetzungen kam es zur gegenseitigen Anerkennung der beiden Kaiserhäuser. Sein Sohn Otto II heiratete die Kaisernichte Theophanu, Süditalien verblieb jedoch bei Byzanz. Unter Otto II. gingen die Gebiete östlich der Elbe durch einen Aufstand der Slawen 983 größtenteils wieder verloren.

Sein Nachfolger Otto III scheiterte mit seinem Versuch, die Machtbasis nach Rom zu verlegen. Der letzte Ottonenkönig Heinrich II konnte sich gegen Polen und Ungarn nicht behaupten. Unter ihm wurde das Reichskirchensystem zur Machtsicherung weiter ausgebaut. Der deutsche König konnte nach Belieben Päpste ein- und absetzen. Um der Verweltlichung der Kirche entgegenzutreten, entstand eine von den Klöstern Cluny, Gorze und Hirsau ausgehende Klosterreformbewegung. Zentrale Reformziele waren die Einhaltung kirchlicher Normen, insbesondere des Zölibats, sowie die Bekämpfung von Simonie und Laieninvestitur.

Hochmittelalter II: Die salischen Kaiser

1025 wählten die deutschen Fürsten den Salier Konrad II zum König. 1032 erwarb dieser das Königreich Burgund. Konrad II. unterstützte ebenso wie sein Nachfolger Heinrich III die kirchlichen Reformen. Heinrich III. griff auch zu Gunsten des Papstes in Rom ein, wo mächtige Adelsfamilien das Papstamt kauften und verkauften und es zeitweise mehrere Päpste gleichzeitig gab.

Die Investitur von Bischöfen und Äbten übte er jedoch weiter selbst aus. Unter seiner Herrschaft erreicht das Reich durch die Lehensherrschaft über Böhmen, Polen und Ungarn einen neuen Höhepunkt der Macht.

Unter Heinrich IV eskalierte der Investiturstreit mit der Kirche, die bestrebt war, jede Bevormundung und Einflussnahme durch weltliche Herrscher zu unterbinden.

1073 wurde mit Gregor VII ein radikaler Reformer Papst. Als sich Heinrich IV. über das 1075 erneuerte Vebot der Laieninvestitur hinwegsetzt, drohte ihm der Papst den Bann an. Daraufhin erklärte König Heinrich IV. 1076 auf der Reichsversammlung in Worms den Papst für abgesetzt. Der Papst reagierte mit der Bannung des Königs und entband die Untertanen von der Treueverpflichtung gegenüber dem König. Die deutschen Fürsten verbündeten sich nun (auch aus machtpolitischen Gründen) gegen den König und drohten mit seiner Absetzung. Um der zu entgehen, erreichte Heinrich IV. im Gang nach Canossa 1077 die Lösung des Banns durch den Papst. In den Folgejahren kam es noch ein zweitesmal zu einer Bannung und zum Bündnis von Papst und deutschen Fürsten, die Rudolf von Schwaben zum Gegenkönig wählten. Nach dem Sieg Heinrichs IV. über Rudolf von Schwaben konnte er die Fürsten noch mal auf seine Seite ziehen, ließ sich 1084 in Rom zum Kaiser krönen und setzte Papst Gregor VII. ab.

Sein Sohn Heinrich V verbündete sich schließlich mit den Fürsten gegen den eigenen Vater und erreichte 1086 die Absetzung des Kaisers. Unter Heinrich V. kommt es 1122 im Wormser Konkordat zum Ausgleich mit der Kirche. Als Ergebnis des Investiturstreits wurde die Position von Kirche und Landesfürsten gegenüber dem König gestärkt.

Als mit Heinrich V. 1125 der letzte Salier starb, wählten die Fürsten den eher schwachen Sachsenherzog Lothar III. von Supplinburg zum König. Damit wichen die Fürsten bei der Wahl erstmals vom germanischen Geblütsrecht ab. Durch die Unterstützung der mächtigen Welfen für Lothar III gegen den nach dem Geblütsrecht erbberechtigten schwäbischen Herzog, den Staufer Friedrich wurde ein das ganze 12. Jh. andauernder Streit zwischen Welfen und Staufern begründet.

Hochmittelalter III: Die Staufer

Ein Teil der Fürsten, die mit der Wahl nicht einverstanden waren, entschied sich für den Staufer Konrad III, der bis 1135 Gegenkönig blieb. 1138 wurde Konrad III. schließlich doch zum König gewählt und behauptete sich damit gegen den von Lothar III. designierten Nachfolger, den Welfen Heinrich den Stolzen.

Gleichzeitig erkannte Konrad III. dem Welfen das Herzogtum Bayern ab. Die seit 1238 im Herzogtum Bayern regierenden Babenberger bekamen als Ausgleich das aus der bisherigen Mark neu geschaffene Herzogtum Österreich, das von Bayern abgetrennt wurde.

Der Stauferkönig Friedrich I. Barbarossa, dessen Mutter aus dem Geschlecht der Welfen stammte, versuchte den Ausgleich, indem er seinen Vetter, den Welfen Heinrich dem Löwen 1156 mit den Herzogtümern Sachsen und Bayern belehnte.

In sechs Italienfeldzüge versuchte Friedrich I. Barbarossa, den Einfluss des Reichs in Italien wieder zu stärken. Nach dem ersten Feldzug musste der Papst seine Oberhoheit anerkennen, und Friedrich I. erreichte 1155 die Kaiserkrönung. Im zweiten Feldzug besiegte Friedrich I. die nach mehr Selbständigkeit strebenden lombardischen Städte. Nach einem Aufstand ließ er 1162 Mailand völlig zerstören.

Als mit Unterstützung von England, Frankreich, Sizilien und der Mehrheit der Kardinäle Alexander III Papst wurde und nicht der von Friedrich I. favorisierte Viktor IV, begann der Kampf um die Vorherrschaft zwischen Kaiser und Papst erneut. Friedrich I. besetzte 1186 Rom, musste die Stadt aber wegen einer Malariaepidemie verlassen. Die norditalienischen Städte schlossen sich daraufhin zum Lombardenbund zusammen und verbündeten sich mit dem Papst. Dieser exkommunizierte Friedrich I. 1160 und wurde auf der Synode von Toulouse als legitimer Papst anerkannt.

Bei einem erneuten Italienfeldzug versagten mehrere Fürsten, darunter der Welfe Heinrich der Löwe, die Waffenhilfe. 1176 unterlag Friedrich I. bei Legnano den Mailändern. 1177 musste er deshalb im Frieden von Venedig Alexander III. als rechtmäßigen Papst anerkennen und erreichte im Gegenzug die Lösung des Banns. 1183 erreichte Friedrich I. den Ausgleich mit den lombardischen Städten. Dadurch gestärkt, besetzte er 1186 den Kirchenstaat.

118o ließ Friedrich I. den immer mächtigeren Heinrich dem Löwen ächten, entzog ihm seine Herzogtümer Bayern und Sachsen und verbannte ihn nach England. Das Herzogtum Bayern wurde an die Wittelsbacher vergeben, Sachsen aufgeteilt. Ab 1187 übernahm Friedrich I. die Führung der Kreuzfahrerbewegung. 1190 starb er beim 3. Kreuzzug in Syrien.

Sein Sohn Heinrich VI konnte dank der Heirat mit der normannischen Prinzessin Konstanze das Erbe des Normannenkönigs antreten und wurde 1194 König von Sizilien. Damit erreichte das Reich einen Höhepunkt seiner Ausdehnung.

Sein Versuch, das Reich in eine Erbmonarchie umzugestalten, scheiterte jedoch. Als Heinrich VI. 1197 mit 31 Jahren an einer Seuche starb, kam es zu einer Doppelwahl des Staufers Philipp von Schwaben und des Welfen Otto IV, einem Sohn Heinrichs des Löwen.

Nach der Ermordung Philips 1208 wurde Otto IV. alleiniger König. Als er jedoch entgegen einer Vereinbarung mit dem Papst Anspruch auf Sizilien erhob, wurde er 1210 gebannt. Der Papst unterstützte nun den erst 17jährigen Staufer Friedrich II. Die folgende Auseinandersetzung zwischen den von England unterstützten Welfen und den mit Frankreich verbündeten Staufern wurde 1214 durch den Sieg Frankreichs in der Schlacht bei Bouvines zugunsten Friedrichs II. entschieden.

Friedrich II. regierte sein Reich von seiner Heimat Sizilien aus, in der er sich die meiste Zeit seines Lebens aufhielt, und vernachlässigte das Deutsche Reich. Die Landesfürsten gewannen die Oberhand und erlangten neue Privilegien (Reichsgrundgesetze). Gegenüber dem Papst verlor der König 1213 in der Goldbulle von Eger alle verbliebenen Mitbestimmungsrechte bei der Bischofs- und Abtwahl.

Als Friedrich II. seinen Machtbereich auf die lombardischen Städte auszuweiten versuchte, kam es zum Machtkampf Friedrichs II. mit Papst Innozenz III. Wegen eines nicht eingehaltenen Kreuzzugsversprechens bannte der Papst den Kaiser 1227 und erklärte ihn 1245 nach erneutem Bann für abgesetzt.

Nach dem Tod Friedrichs II. 1250 tobte der Kampf des Papstes und des mit ihm verbündeteten Frankreichs gegen die Staufer weiter. 1268 wurde der 16jährige letzte Staufer Konradin durch Karl von Anjou, einen Bruder des Königs von Frankreich, in Neapel öffentlich hingerichtet.

Seit dem 12. Jh. kam es im Deutschen Reich wegen der seit Einführung der Dreifelderwirtschaft stark gestiegenen Bevölkerungszahl zu einem inneren Landesausbau durch Erschließung neuer Bewirtschaftungsflächen. Gleichzeitig setzte an den Rändern des deutschen Siedlungsraums im bisher slawisch besiedelten Gebiet zwischen Elbe und Oder die Deutsche Ostsiedlung ein. 1226 wurde der Deutsche Orden im Gebiet des heutigen Ostpreußen aktiv und weitete seine Einflussbereich in der Folgezeit auf das ganze Baltikum aus. Die aufstrebenden Städte wurden zu einer wichtigen Einnahmequelle der Landesfürsten und Könige und dementsprechend von diesen gefördert. Vor allem während der Stauferzeit kam es zu zahlreichen Neugründungen. Um ihre Rechte gegenüber dem Landesherrn zu stärken und zu sichern, kam es zum Zusammenschluss in Städtebünden. Im Norden Deutschlands erfolgt der Aufstieg der Hanse.

Interregnum, Habsburger und Luxemburger

Nach Aussterben der Staufer verfiel die Königsmacht immer mehr. Während des so genannten Interregnums von 1256 bis 1273 herrschten im Reich meist mehrere Könige gleichzeitig, ohne dass einer von ihnen über genügend Einfluss verfügte. Der König konnte sich nur mehr auf ein geringes Reichsgut stützen und musste zur Machtsicherung versuchen seine Hausmacht zu erweitern. Die Landesfürsten wählten meist einen schwachen Kandidaten zum König. Zudem versuchten mit der Königswahl auch ausländische europäische Mächte Einfluss auf die deutsche Politik zu nehmen.

Das Interregnum wurde 1273 durch Rudolf von Habsburg beendet, der 1278 über den Böhmenkönig Ottokar II siegt. 1308 wird der Luxemburger Heinrich VII zum König gewählt. 1311 kann er seine Hausmacht um Böhmen erweitern und erlangt 1312 die Kaiserkrönung. 1314 setzte sich der Wittelsbacher Ludwig der Bayer als Nachfolger durch. Mit dem Erwerb von Österreich, Steiermark und der Krain legt er den Grundstein der habsburgerischen Hausmacht. 1338 wird im Kurverein von Rhense die Forderung nach einer Bestätigung der Königswahl durch den Papst zurückgewíesen.

1346 wird der Luxemburger Karl IV zum König gewählt. Er legt seinen Herrschaftsschwerpunkt nach Böhmen. 1348 wird in Prag die erste deutschsprachige Universität im Heiligen Römischen Reich gegründet. Die erste Universität im Heiligen Römischen Reich überhaupt war natürlich Bologna. Durch die Gewinnung Schlesiens 1348 und Brandenburgs 1373 kann Karl IV. seine Hausmacht stärken. 1355 erfolgt seine Krönung zum Kaiser.

1356 wird die Goldene Bulle unterzeichnet, die bis zum Ende des Heiligen Römischen Reichs 1806 eine Art Grundgesetz darstellte. In ihr wurde der Kreis der Kurfürsten, die zur Königswahl zugelassen waren, offiziell festgelegt. Den Kurfürsten wurden Bündnisse verboten, dafür erhielten sie einen Bestandschutz für ihre Territorien und innerhalb ihrer Herrschaftsgebiete eine fast königsgleiche Stellung. Hauptziel der goldenen Bulle war die Verhinderung von Gegenkönigen und Thronkämpfen.

Anfang des 14. Jh. führte Überbevölkerung, Missernten und Naturkatastrophen zu Hungersnöten. 1349/50 sterben ein Drittel der Bevölkerung im Deutschen Reich an der Pest. Die Agrarkrise ließ die Preise für landwirtschaftliche Produkte sinken, es setzte eine Landflucht ein, die zu einer Verödung weiter Landstriche führte. Gleichzeitig steigen die Preise für handwerkliche Erzeugnisse. Es dauerte ca. 100 Jahre bis die Bevölkerungszahl wieder den Stand vor der Pest erreichte. Während sich die Städte bald wieder erholten, verschlechterte sich die Lage der Bauern und des niederen Adels dauerhaft.

Unter dem König Wenzel aus dem Geschlecht der Luxemburger und seinen Nachfolgern verfällt die Königsmacht weiter. Der Luxemburger König Sigismund erreicht zwar 1433 die Kaiserkrönung, kann aber den Verfall nicht aufhalten. Eine angestrebte Reichsreform scheitert 1434 am Widerstand der Landesfürsten. Durch die Einberufung des Konzils von Konstanz kann er das Abendländische Schisma beenden. Die Verurteilung und Hinrichtung von Jan Hus führt jedoch zu andauernden Kriegen gegen die Hussiten.

Der Habsburger Maximilian I war wegen der Türkenkriege und des Kampfes gegen Frankreich um Italien auf die Unterstützung der Reichstände angewiesen. 1495 wird auf dem Wormser Reichstag eine Reichsreform beschlossen, die unter anderem jegliche Art von Fehde verbot ("Ewiger Landfrieden") und eine jährliche Einberufung des Reichstags, eine Reichssteuer und ein vom König unabhängiges Reichskammergericht einführte. Dadurch setzten die Fürsten ihre Forderung nach mehr Beteiligung der Reichstände durch.

Der Schwabenkrieg führt 1499 zur faktischen Loslösung der Schweiz vom Reich.

Als erster deutscher König nimmt Maximilian I den Kaisertitel 1508 ohne päpstliche Krönung an. Seine Heiratspolitik sichert den Habsburgern die Anwartschaft auf Böhmen und Ungarn und die spanische Krone.

Zeitalter von Reformation und Gegenreformation

Mit dem Anschlag seiner 95 Thesen gegen den Ablasshandel an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg durch Martin Luther setzt 1517 die Reformation ein.

1519 kann der Habsburger und König von Spanien Karl V durch Zahlung einer großen Geldsumme die Königswahl zu seinen Gunsten beeinflussen. Die Fugger, die die Geldsumme verleihen, konnten so erheblichen Einfluss auf die deutsche Politik nehmen. Außerdem muss Karl V. den Reichsständen in der so genannten Wahlkapitulation ihre Rechte bestätigen. Karl V. beherrschte ein riesiges Reich, das Spanien, Österreich, Böhmen, die Niederlande, Süditalien sowie die spanischen Kolonien in Amerika umfasste. Außenpolitisch war er in ständige Kriege zur Abwehr der Türkengefahr sowie gegen Frankreich und den Papst verwickelt. Dadurch war seine Stellung im Reich selbst schwach und wegen seiner kriegsbedingten Abwesenheit konnte er die Ausbreitung der Reformation nicht verhindern.

1521 wird Luther vom Papst mit dem Bann belegt. Der Reichstag zu Worms 1521 endet mit der Verhängung der Reichsacht über Luther im Wormser Edikt. Luther findet daraufhin beim sächsischen Kurfürsten Friedrich dem Weisen auf der Wartburg Zuflucht. Luthers Übersetzung des Neuen Testaments ins Deutsche stellt einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer einheitlichen deutschen Schriftsprache dar.

In den Jahren 1522 bis 1526 wird in etlichen Ländern darunter Hessen, Sachsen, Braunschweig-Lüneburg und Mecklenburg und in Städte des Reichs wie Nürnberg, Straßburg, Magdeburg und Memmingen die Lehre Luthers eingeführt. Die Reformation wurde somit vom Landesherrn durchgeführt, der auch zum Landesbischof wurde. Damit unterstanden dem Landesherrn auch die Besitzungen der Kirche. Die Länder bauten eigene Kirchenverwaltungen auf.

Nach dem Scheitern der Marburger Religionsgespräche zwischen Luther und Zwingli 1529 zeichnet sich eine Spaltung der Reformationsbewegung in Lutheraner und Reformierte ab. Als weitere Nebenbewegung entwickelten sich die Täufer. Der radikale Versuch des Täufers Jan Bockelson in Münster eine Art Gottesstaat zu errichten, wird 1536 blutig beendet.

Im Reichstag zu Speyer 1526 wird in Abwesenheit des Kaisers in einem Reichsabschied beschlossen, bis zu einer Regelung der Religionsfrage in einem Konzil die neue Glaubensrichtung vorerst zu dulden. Im zweiten Reichstag zu Speyer fordert der Bruder des Kaisers, Ferdinand, die Duldung aufzuheben. Dagegen protestieren die evangelischen Landesfürsten. Die Anhänger des neuen Bekenntnisses werden seither auch Protestanten genannt.

Die evangelischen Fürsten und Städte schließen sich unter Führung von Hessen und Kursachsen 1530 zum Schmalkaldischen Bund zusammen. Während die Protestanten die Grundgedanken ihrer Lehre im Augsburger Bekenntnis niederlegten, formulierte die katholische Seite ihre Ablehnung der Lehre Luthers in der Confutatio. Im Schmalkaldischen Krieg von 1546/67 kommt es erstmals zum Kampf von Katholiken unter Führung des Kaisers gegen Protestanten. Der Kaiser gewinnt den Krieg, kann aber die im Augsburger Interim verfügte Wiederherstellung der katholischen Positionen letztlich wegen des Widerstands von Fürsten, Städten und Bevölkerung nicht durchsetzen.

Als sich die Fürsten über die Religionsgrenzen hinweg gegen ihn erheben, verzichtet Karl V. zugunsten seines Sohnes Philipp II auf Spanien und die Niederlande und macht seinen Bruder Ferdinand zu seinem Nachfolger im Reich. Der neue König Ferdinand handelt schließlich 1555 auf dem Reichstag zu Augsburg den Augsburger Religionsfrieden aus. Dadurch werden beide Konfessionen im Reich gleichberechtigt, wobei der jeweilige Landesherr über die Religion seiner Untertanen bestimmt.

Die verschlechterte Lage der Bauern hatte schon im 15. Jahrhundert wie im Bundschuh und Armen Konrad zu regionalen Aufständen der Bauern geführt, während der Reformationszeit kommt es jedoch unter Bezug auf die Lehren Luthers 1524 - 1526 vor allem in Südwestdeutschland, Thüringen und Franken zu einem Bauernkrieg. Die Forderungen der Bauern wurden in den Zwölf Artikeln niedergelegt. Ursachen waren unter anderem die steigenden Dienst- und Abgabenleistungen der Bauern, die Einschränkung ihrer Rechte und die Verringerung des Gemeinbesitzes. 1525 wird ein Bauernheer unter Führung von Thomas Münzer bei Frankenhausen vernichtet. Bei der Niederschlagung der Bauernaufstände ließen bis zu 100.000 Bauern ihr Leben. Luther selbst, der ein Widerstandsrecht gegen die weltliche Obrigkeit ablehnte, verurteilte den Bauernaufstand.

Unter dem Eindruck der Reformation startet die katholische Kirche eine innere Reform. 1545 wird das Konzil von Trient einberufen, das in drei Perioden bis 1563 tagte. Das Konzil setzte sich einerseits mit der Lehre Luthers auseinander und brachte andererseits zahlreiche Neuerungen wie die Einrichtung von Priesterseminaren mit sich.

Zudem setzte die Gegenreformation ein. Diese bestand auf der einen Seite in der Verfolgung aller, die von der offiziellen katholischen Lehre abwichen, durch die Inquisition, für deren Durchführung Papst Paul III eine zentrale Kongregation schuf. Ebenso entstanden neue Orden, von denen die Jesuiten eine führende Rolle bei der Rekatholisierung erlangten.

Als Bayern nach einer Störung einer katholischen Prozession durch Protestanten die Reichsstadt Donauwörth besetzen ließ, schlossen sich die protestantischen Fürsten 1608 unter Führung des Pfälzer Wittelsbacher Friedrich V. von der Pfalz zur Union zusammen.

Entsprechend schlossen sich die katholischen Fürsten daraufhin 1609 unter Führung des Bayernherzog Maximilian zur Liga zusammen. Der katholische Habsburger Kaiser Rudolf II, durch die ständige Türkengefahr an den östlichen Reichsgrenzen gebunden, hatte zudem mit Böhmen einen überwiegend evangelischen Landesteil. 1609 gewährt er den protestantischen Fürsten Böhmens in einem Majestätsbrief die Religionsfreiheit.

Nachdem Rudolf II. die Regierungsgeschäfte an seinen Bruder und Nachfolger als Kaiser Matthias abgetreten hatte, schränkt dieser die gewährten Rechte wieder ein.

Als der Protest der böhmischen Stände von ihm abgewiesen wird, kommt es 1618 zum Prager Fenstersturz, bei dem zwei kaiserliche Räte von böhmischen Standesvertretern in der Prager Burg zum Fenster hinausgeschmissen wurden. 1619 erklären nach dem Tod Kaiser Matthias die böhmischen Protestanten den Führer der Union, den Pfälzer Kurfürst Friedrich von der Pfalz, zum König von Böhmen. Dies war der Auslöser für den Dreißigjährigen Krieg. Der neue Kaiser Ferdinand II zieht mit dem Heer der katholischen Liga unter Führung des Bayernherzogs Maxilimilian I. und des bayerischen Feldherrn Tilly nach Böhmen.

In der Schlacht am Weißen Berge 1620 wird das böhmische Heer besiegt. Der zumeist tschechischee Adel wird daraufhin enteignet und das Land rekatholisiert. Nach der Flucht Friedrichs von der Pfalz besetzt Tilly die Pfalz und die Oberpfalz. Der Bayernherzog bekommt als Belohnung die Pfälzer Kurfürstenwürde.

Nachdem sich die Kriegslage schon eindeutig zu Gunsten der katholischen Seite entwickelte, kam es in der zweiten Phase zum Eingreifen ausländischer Mächte. Der sich mit England, den Niederlanden und den protestantischen Fürsten verbündende Dänenkönig Christian IV rückt 1625 mit seinem Heer in Norddeutschland ein. Er wird aber vom kaiserlichen Heer unter Tilly und dem böhmischen Adeligen Wallenstein besiegt. Pommern, Jütland und Mecklenburg mit Ausnahme Stralsunds werden vom katholischen Heer besetzt. Die Bevölkerung im Kriegsgebiet wurde gezwungen, den Truppen Unterkunft und Ernährung zu bieten.

Nach dem Ende des dänischen Kriegs erließ der Kaiser 1629 das Restitutionsedikt, demzufolge alle protestantisch gewordenen Gebiete wieder rekatholisiert werden sollten. Besorgt wegen der erheblich gestiegenen Machtfülle des Kaisers erreichten die Reichsstände auf dem Regensburger Kurfürstentag 1630 die Absetzung Wallensteins.

Nun greift der Schwedenkönig Gustav II. Adolf ins Kriegsgeschehen ein und dringt, nachdem er die Eroberung Magdeburgs durch Tilly nicht verhindern konnte, im weiteren Verlauf von Pommern bis nach Bayern vor. Bei Rain am Lech fällt 1632 Tilly. Der Kaiser setzt daraufhin Wallenstein wieder ein. Bei der Schlacht von Lützen 1632 fällt der Schwedenkönig. Wegen seiner politischen Ansichten wird Wallenstein 1634 jedoch vom Kaiser erneut abgesetzt und bald darauf aus Angst vor einem Bündnis des Feldherrn mit den Schweden in dessen Auftrag ermordet. Um die Schweden vom deutschen Boden zu vertreiben, schließt der Kaiser mit dem protestantischen sächsischen Kurfürsten einen Sonderfrieden. 1635 kommt es nach einem Sieg über die Schweden bei Nördlingen zum Frieden von Prag.

Das katholische Frankreich unter der Leitung von Kardinal Richelieu griff aus Sorge vor einem zu mächtigen Reich 1635 ins Geschehen ein und verbündete sich mit Schweden. Keine der beiden Seite kann jedoch den Krieg trotz lang andauernder Kämpfe für sich entscheiden. Schlesien, Böhmen, Sachsen und Teile Bayerns werden verwüstet. Die wachsende Kriegsmüdigkeit führte schließlich 1641 und 1645 zu Waffenstillständen mit Schweden und 1647 mit Frankreich. Am 24. Oktober 1648 kommt es zum Westfälischen Frieden.

Der Friedensschluss beinhaltete eine Abtretung von Teilen Lothringens und des Elsass mit Ausnahme Straßburgs an Frankreich. Die Niederlande und die Schweiz scheiden als souveräne Staaten nun offiziell aus dem Reich aus. Die Stellung der Reichsstände und der Territorien gegenüber dem Kaiser wird gestärkt und der Augsburger Religionsfriede von 1555 bestätigt. Jedoch wird bei einem Konfessionswechsel des Landesherrn nicht mehr der gleiche Schritt von der Bevölkerung verlangt. Der Krieg kostete ca. 40 Prozent der Bevölkerung das Leben. Der Vorkriegstand der Bevölkerung wird erst wieder um 1750 erreicht.

Zeitalter des Absolutismus

Die Zerstörungen und Bevölkerungsverluste des dreißigjährigen Kriegs förderten die Entwicklung staatlich gelenkter Wirtschafts- und Sozialpolitik. Verbunden mit der merkantilistischen Wirtschaftsform war das Entstehen der absolutistischen Herrschaftsform nach Vorbild des französischen Hofs unter Ludwig XIV

Unter dem absolutistisch regierenden brandenburgischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm beginnt der Aufstieg Preußens zur führenden Macht in Norddeutschland. Die Wirtschaft wird durch die Aufnahme geflohener französischer Hugenotten und Schaffung von Manufakturen gefördert. Außerdem schuf Friedrich Wilhelm ein stehendes Heer. 1660 erhält der Kurfürst von Brandenburg im Frieden von Oliva auch die Oberhoheit über das Herzogtum Preußen.

Der Kurfürst Friedrich III. nennt sich 1701 Friedrich I, "König in Preußen". Unter dem Preußenkönig Friedrich Wilhelm I erfolgt eine Militarisierung von Staat und Gesellschaft.

Der Aufstieg Preußens führte zum Dualismus zwischen den beiden führenden deutschen Staaten Österreich und Preußen, der Deutschland bis 1871 bestimmte.

Unter dem Habsburger Kaiser Leopold I war das Reich der zweifachen Bedrohung durch die Türken und den Expansionsdrang Frankreichs unter Ludwig XIV. ausgesetzt. Ludwig XIV. nutzte die Situation und besetzte 1681 die Stadt Straßburg und weitere Gebiete im Elsass.

1688 lässt Ludwig XIV. unter Vorwand von Erbschaftsansprüchen die Pfalz besetzen. Nachdem sich daraufhin eine große Allianz unter Führung Englands bildete, muss Ludwig XIV. die Pfalz zwar räumen, behält jedoch im Frieden von Rijwijk Straßburg und das Elsass. Durch den Pfälzer Erbfolgekrieg wurde die Pfalz durch französische Soldaten verwüstet und die Stadt Heidelberg zerstört.

1683 kann der Kaiser mit Unterstützung der deutschen Fürsten und des Polenkönigs Jan Sobieski die Türken vor Wien schlagen und aus Ungarn vertreiben. Durch die Türkenkriege kann die Habsburger Monarchie große Gebiete hinzugewinnen, in denen in der Folge deutsche Kolonisten, die so genannten Donauschwaben, angesiedelt werden.

Durch die Wahl des sächsischen Kurfürsten Friedrich August I 1697 zum König von Polen kommt es bis 1763 zu einer Personalunion von Sachsen und Polen. Ebenso kommt es von 1714 bis 1837 zur Personalunion von Hannover und England.

Das Aussterben der spanischen Linie der Habsburger löst 1701 den Spanischen Erbfolgekrieg aus.

Österreich konnte mit Unterstützung Englands und der Niederlande zwar seine Thronansprüche gegenüber dem mit Bayern verbündeten Frankreich nicht durchsetzen, aber die österreichischen Niederlande (das Gebiet des heutigen Belgiens) und große Teile Süditaliens hinzugewinnen.

Mehrer Friedensschlüsse beendeten diese Auseinandersetzung: Der Frieden von Utrecht zwischen Frankreich und England hat weitreichende Folgen: Frankreich trat Teile seiner Kolonien in Amerika an England ab (Neufundland, Neuschottland). Weitere Abmachen waren Teil dieses Frieden, jedoch lehnt Karl VI. dieses Abkommen ab, so dass der Krieg am Rhein weiterging. Erst mit den Frieden zu Rastatt wurde auch dieser Teil des Krieges beendet.

Das Aussterben des Mannesstamms der österreichischen Habsburger und die Nachfolge der Kaisertochter Maria Theresia 1740 führt zum Österreichischen Erbfolgekrieg. Gegen Frankreich, Bayern und Preußen, die den bayerischen Wittelsbacher Karl Albrecht als Nachfolger sahen, konnte sie die Kaiserkrone mit Hilfe von Ungarn und Großbritannien verteidigen.

Preußen nutzte allerdings die Erbfolgestreitigkeiten und besetzte das wirtschaftlich bedeutsame bisher habsburgische Schlesien. Nach drei Schlesischen Kriegen, von denen der dritte als Siebenjähriger Krieg zwischen dem mit Österreich verbündeten Frankreich und dem mit Preußen verbündeten England auch weltweit ausgetragen wurde, muss Maria Theresia 1763 im Frieden von Hubertusburg auf Schlesien verzichten. Schweden verlor durch den Nordischen Krieg gegen Russland und dem in Personalunion mit Polen verbundenen Sachsen 1721 fast alle Besitzungen auf deutschem Boden. Durch die drei Polnischen Teilungen von 1772, 1793 und 1795 können Österreich und Preußen auf Kosten Polens erhebliche Gebietsgewinne verzeichnen.

Unter dem Preußenkönig Friedrich II bzw. dem Österreichischen Kaiser Joseph II hält die Aufklärung Einzug in Preußen und Österreich. Ebenso entsteht in Bayern, Baden und der Kurpfalz ein aufgeklärter Absolutismus. Joseph II. hebt die Leibeigenschaft auf, führt die Schulpflicht ein, unterstellt die Kirche der Aufsicht des Staates und gewährt freie Religionsausübung.

Friedrich II. führt in Preußen ebenfalls eine Schulpflicht ein und fördert die Wissenschaften. Er lässt mit dem Allgemeinen Landrecht ein einheitliches Rechtsbuch erarbeiten. Die Folter wird weitgehend abgeschafft. Durch die Erschließung des Oderbruchs, dem Bau von Straßen und Kanälen und der Errichtung weiterer Manufakturen wird die Wirtschaft gefördert.

Deutschland von 1789 bis 1871

In Folge der Französischen Revolution kam es 1791 zum Bündnis von Preußen und Österreich gegen das revolutionäre Frankreich, worauf dieses im April mit der Kriegserklärung an die beiden deutschen Staaten antwortete. Nach anfänglichen Erfolgen gerät die Koalition nach der Niederlage von Valmy im September 1792 in die Defensive. Es folgten bis 1809 noch vier weitere Koalitionskriege gegen Frankreich an denen neben deutschen Fürstenhäusern auch Großbritannien, die Niederlande, Russland und Portugal beteiligt waren.

Die Koalitionskriege trugen mit zur Radikalisierung der Französischen Revolution bei. 1799 übernimmt Napoleon in Frankreich durch einen Staatsstreich die Macht. Im Verlauf der Kriege muss Österreich die Österreichischen Niederlande an Frankreich abtreten. Die linksrheinischen Gebiete kommen nach dem Frieden von Lunéville 1801 ebenfalls zu Frankreich. Als Kompensation für die Gebietsverluste erhalten die deutschen Fürsten rechtrheinische Gebiete. Diese wurden 1803 im so genannten Reichsdeputationshauptschluss durch Säkularisation und Mediatisierung geschaffen. Außerdem belohnte Napoleon Bayern und das neugeschaffene Kurfürstentum Württemberg für den Wechsel auf die Seite Frankreichs mit der Erhebung zu Königreichen. Die neugeschaffenen Kurfürstentümer Baden und Hessen werden zu Großherzogtümern erhoben.

1805 Niederlage Österreichs in der Dreikaiserschlacht bei Austerlitz. Österreich muss seine oberitalienischen Gebiete an das Königreich Italien und Vorarlberg und Tirol an Bayern abtreten. Als sich 1806 16 deutsche Fürstenhäuser zum Rheinbund zusammenschlossen, legte Kaiser Franz II auf ein Ultimatum Napoleons, der sich selbst 1804 zum Kaiser der Franzosen gekrönt hatte, die Kaiserkrone nieder. Dies bedeutete das Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.

Am 16. Oktober kommt es zur Niederlage Preußens in der Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt. Napoleons Truppen rücken in Berlin ein. Der Preußenkönig Friedrich Wilhelm III flieht nach Ostpreußen. Im Frieden von Tilsit 1807 verliert Preußen die Hälfte seines Staatsgebietes und bleibt nur auf Intervention des russischen Zaren Alexander I als Staat erhalten. Eine Erhebung 1809 in Tirol durch Andreas Hofer wird durch Napoleon niedergeschlagen.

Um Preußen zu erneuern kommt es zwischen 1807 und 1813 zu einer Reformbewegung. Herausragende Persönlichkeiten waren dabei vom Stein und Hardenberg. Neben der Abschaffung der Erbuntertänigkeit der Bauern (Bauernbefreiung) wird 1810 der Zunftzwang abgeschafft und die Gewerbefreiheit eingeführt. 1812 wird den Juden Rechtsgleichheit gewährt und alle Berufsbeschränkungen aufgehoben. Das Heer wird durch Scharnhorst und Gneisenau reformiert, das Adelsprivileg für die Offizierslaufbahn abgeschafft und die allgemeine Wehrpflicht nach französischem Vorbild eingeführt. Weiter erhalten die Kommunen das Recht zur Selbstverwaltung und Wilhelm von Humboldt reformiert das Bildungswesen.

Nach Bekanntwerden der Niederlage Napoleons im Russlandfeldzug 1812 kommt es in Preußen zu Aufständen. Als der preußische General Yorck von Wartenburg im Dezember 1812 eigenmächtig einen Waffenstillstand mit Russland vereinbart (Konvention von Tauroggen), verbündet sich der preußische König 1813 auf Druck von Bevölkerung und der Studenten mit dem Zaren gegen Frankreich.

Nach dem Beitritt von Großbritannien, Schweden und Österreich zum Bündnis wird Frankreich in der Völkerschlacht bei Leipzig vom 16. - 19. Oktober 1813 entscheidend geschlagen. Es erfolgt der Rückzug Napoleons aus Deutschland. Die Rheinbundstaaten wechseln auf die Seite des Bündnisses. Die Befreiungskriege gegen Napoleon führen in Deutschland zu einem neuen Nationalbewusstsein. Insbesondere bei den an den Kriegen beteiligten Studenten wird der Wunsch nach einem deutschen Nationalstaat geweckt.

Im Frühjahr 1814 zogen die verbündeten Truppen in Paris ein und Napoleon wurde zur Abdankung gezwungen. Als Napoleon 1815 nach einem Ausbruch aus seinem Exil auf Elba erneut in Frankreich die Macht an sich greift, besiegen ihn die Alliierten in der Schlacht bei Waterloo am 18. Juni 1815 endgültig.

Auf dem Wiener Kongress kommt es unter Leitung des österreichischen Außenministers Metternich zur Neuordnung Europas. Ziel des Wiener Kongresses war die dauerhafte Sicherung des Friedens durch Schaffung eines neuen Gleichgewichts zwischen den Großmächten aber auch die Restauration des alten politischen Systems. In der Heiligen Allianz vereinbaren Österreich, Preußen, Frankreich, Großbritannien und Russland alle revolutionären und nationalstaatlichen Bewegungen zu bekämpfen, um die monarchischen Systeme zu sichern. Bei der territorialen Neuordnung erhielt Preußen das Rheinland, Westfalen und den nördlichen Teil Sachsens hinzu, Österreich verzichtet auf die österreichischen Niederlande und bekommt dafür Venetien, die Lombardei und Gebiete auf dem Balkan. Frankreich konnte das Elsass behalten. Weiter wird der Deutsche Bund ins Leben gerufen, dem 35 souveräne Fürsten, darunter wegen ihrer deutschen Besitzungen auch die Könige von Großbritannien, Dänemark und der Niederlande angehören. Beschlussorgan des Deutschen Bundes war der Bundestag, der unter österreichischem Vorsitz in Frankfurt am Main als Gesandtenkongress tagte. Die Wünsche der Bevölkerung nach Schaffung eines einheitlichen deutschen Nationalstaates werden von den Fürsten nicht berücksichtigt.

Nach der Ermordung des antiliberalen Schriftstellers August von Kotzebue 1819 durch den Studenten Karl Ludwig Sand, lässt Metternich in den Karlsbader Beschlüssen die Burschenschaften und alle anderen politischen Vereinigungen an den Universitäten verbieten und führt eine umfassende Zensur ein. Werke von Schriftstellern wie Heinrich Heine, Georg Büchner und Hoffmann von Fallersleben wurden verboten. Letztlich konnte das System Metternichs aber nicht das weitere Erstarken der deutschen Nationalbewegung in der Zeit des so genannten Vormärz verhindern. 1817 versammeln sich zahlreiche Studenten auf dem so genannten Wartburgfest. Bestärkt durch die Juli-Revolution 1830 in Frankreich findet die Bewegung im Hambacher Fest vom 27. bis 30. Mai 1832 mit 30000 Teilnehmern einen neuen Höhepunkt.

Wirtschaftlich wird Deutschland durch den am 1.Januar 1834 gegründeten Deutschen Zollverein geeint. Die einsetzende Industrialisierung und der Bau der ersten Eisenbahnlinien (1835 Nürnberg-Fürth) bringt einen wirtschaftlichen Aufschwung mit sich.

Die Februar-Revolution 1848 in Frankreich führt in den deutschen Staaten wie in fast ganz Europa zur Märzrevolution von 1848. Am 5. März 1848 versammeln sich revolutionäre Führer in Heidelberg und berufen ein Vorparlament nach Frankfurt/Main ein, zur Vorbereitung eines deutschen Parlaments. In Südwestdeutschland kommt es zu Demonstrationen für demokratische Rechte. In Bayern tritt Ludwig II zugunsten seines Sohnes zurück und gibt damit den liberalen Forderungen nach. In Österreich kommt es zu Straßenkämpfen in Wien und am 13. März zum Rücktritt Metternichs und seiner Flucht nach Großbritannien.

Kaiser Ferdinand erlässt im April 1848 eine Verfassung und gewährt dem Volk eine bewaffnete Bürgerwehr. In Ungarn, Italien und den slawischen Gebieten kommt es zu nationalen Aufständen gegen Österreich, die aber vom Kaiser niedergeschlagen werden. Ebenso kommt es in Preußen in Berlin am 18. März nach einer Massenkundgebung vor dem Berliner Schloss zu Barrikadenkämpfen. Der preußische König Friedrich Wilhelm IV erlässt auf Druck der Bevölkerung die Ausarbeitung einer Verfassung und gesteht den Bürgern Versammlungs- und Pressefreiheit zu. Kleinere Staaten wie Baden und Sachsen beugen Unruhen durch die Berufung liberaler und nationaler Regierungsmitglieder vor.

Mit Billigung des Deutschen Bundes werden am 31. März 1848 574 Männer zum Vorparlament in die Frankfurter Paulskirche entsendet. Anfang Mai finden in allen Staaten Wahlen zu einer Deutschen Nationalversammlung statt. Diese werden jedoch nur in sechs Staaten wie vom Vorparlament beschlossen direkt gewählt. In allen anderen Staaten wurde ein indirektes Verfahren über Wahlmänner angewandt.

Im Parlament waren sowohl konservative Monarchisten als auch Liberale und Republikaner vertreten. Während die Intelligenz und das Bildungsbürgertum stark vertreten waren, waren Arbeiter und Bauern im Parlament nicht vertreten. Am 18. Mai kommt es zur Bildung einer vorläufigen Zentralregierung unter Leitung des Österreichischen Erzherzogs Johann als so genannter Reichsverweser. Die Regierung wurde von den deutschen Fürsten anerkannt, war wegen fehlender eigener Armee, Polizei oder Beamtenapparat aber weitgehend machtlos.

Der Feldzug Preußens im Auftrag der Nationalversammlung gegen Dänemark nach dessen Annektion von Holstein wird auf Druck Großbritanniens und Russlands abgebrochen. Der von der Nationalversammlung notgedrungen mitgetragene Waffenstillstand kostet dem Parlament Sympathien in der Bevölkerung und löst in Frankfurt einen Volksaufstand aus.

Die Nationalversammlung musste unter anderem die Frage nach den Grenzen eines zukünftigen deutschen Nationalstaates beantworten. Weiter wurde erörtert, ob die Staatsform zentralistisch oder föderalistisch sein sollte und ob es ein allgemeines oder ein Zensuswahlrecht geben sollte.

Favorisiert wurde zuerst die so genannte großdeutsche Lösung, die einen deutschen Staat unter Einschluss Deutsch-Österreichs mit Böhmen vorsah. Da Österreich aber nur unter Einschluss des gesamten Gebiets des Vielvölkerstaats Österreich-Ungarn dazu bereit war, was wiederum der Idee eines deutschen Nationalstaates zuwider lief, entschied man sich mehrheitlich für die kleindeutsche Lösung. Diese sah die Bildung eines deutschen Staates unter Ausschluss von Österreich vor.

Am 28. März 1849 wird eine Reichsverfassung, die so genannte Paulskirchenverfassung, verabschiedet, die einen Bundesstaat mit zentraler Regierung unter Leitung eines erblichen Kaisertums und einem Reichtag als Legislative vorsah. Weiter wurde ein allgemeines Wahlrecht vereinbart. Nachdem der preußische König Friedrich Wilhelm IV. am 2. April 1849 die ihm von der Nationalversammlung angebotene deutsche Kaiserkrone ablehnt, ziehen Preußen und die meisten anderen Staaten ihre Abgeordneten aus Frankfurt zurück. Ein Aufstand in Dresden im Mai zur Erzwingung der Annahme der Verfassung wird von Preußen und Sachsen niedergeschlagen. In der bayerischen Pfalz und in Baden kommt es ebenfalls zu Erhebungen und im Juni sogar zu provisorischen Regierungen, die aber von Preußen mit Hilfe der anderen deutschen Staaten niedergeschlagen werden.

Eine Minderheit der Abgeordneten widersetzte sich einer Abberufung und tagte als Rumpfparlament in Stuttgart weiter, wird aber am 18. Juni von preußischen Truppen aufgelöst. Die letzten Revolutionäre ergeben sich nach dreiwöchiger Belagerung am 23. Juli in Rastatt. Die Verfassung konnte somit nie in Kraft treten. Zahlreiche in der Folge politisch Verfolgte wanderten nach Amerika aus.

In der Folge wurden während der Revolution gemachte Zugeständnisse rückgängig gemacht. In Österreich errichtete Schwarzenberg ein neoabsolutistisches Regime. Andererseits blieben einige Errungenschaften wie die Verfassungen und die Gewerbefreiheit erhalten. 1850 wurde der Deutsche Bund wiedergegründet. Nach der Zulassung von politischen Zusammenschlüssen 1860 entstanden in Deutschland neue Parteien und Gewerkschaften. 1863 gründete Ferdinand Lasalle den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein. 1875 vereinigt sich dieser mit der 1869 von Wilhelm Liebknecht und August Bebel gegründeten Sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Diese neugebildete Partei wurde 1891 in Sozialdemokratische Partei Deutschlands umbenannt. Die vor dem Hintergrund der Industrialisierung entstehende Arbeiterbewegung weckte im Bürgertum Befürchtungen vor einem sozialistischen Umsturz. Das sich bis 1848 dem Arbeitertum durchaus verbunden fühlende Bürgertum orientierte sich daher in der Folgezeit mehr am Adel, den es als Verbündeten gegen Forderungen der Arbeiterbewegung sah.

Der Dualismus zwischen Österreich und Preußen, der durch die gemeinsame Gegnerschaft gegenüber nationalen und liberalen Forderungen in den Hintergrund geraten war, verschärfte sich seitdem die Nationalversammlung in Frankfurt Preußen die Führungsrolle zugedacht hatte.

1862 wurde Bismarck durch sein Eingreifen in einen Verfassungskonflikt um eine Heeresreform preußischer Ministerpräsident. 1863 brachte er einen Vorschlag Österreichs zur Umwandlung des Deutschen Bundes in einen Bundesstaat zum Fall. Bismarck befürchtete ein Übergewicht Österreichs und der übrigen deutschen Staaten. Die anfangs geringe Popularität Bismarcks stieg durch seine außenpolitischen Erfolge.

1864 kam es zum Krieg Preußens und Österreichs gegen Dänemark. Auslöser war die Annexion Schleswigs durch Dänemark. Die Bedenken des Vielvölkerstaates Österreich gegenüber der Teilnahme an einem Befreiungskrieg konnte Bismarck durch diplomatisches Geschick zerstreuen. Mit Zustimmung der europäischen Großmächte erobern beide deutsche Staaten die Herzogtümer Holstein und Schleswig zurück.

Nach dem Krieg brach über der Frage der politischen Zukunft der beiden Herzogtümer die Rivalität allerdings wieder hervor. Österreich, das verhindern wollte, dass die beiden Herzogtümer in den Machtbereich Preußens gerieten, wollte deren Schicksal vom deutschen Bundestag entscheiden lassen. Preußen sah dies als Bruch des Gasteiner Abkommens, das in dieser Frage ein einvernehmliches Vorgehen der beiden deutschen Großmächte vorschrieb und besetzte eine Teil Holsteins. Nach der Initiierung der Mobilmachung der übrigen deutschen Staaten gegen Preußen durch Österreich erklärte Bismarck die Bundesakte für erloschen. Den 1866 folgenden so genannten Deutschen Krieg gegen Österreich und fast alle deutschen Staaten konnte Preußen durch seinen Sieg bei Königgrätz für sich entscheiden. Preußen annektierte Hannover, Nassau, Kurhessen und Schleswig-Holstein. Darüber hinaus wurde der Norddeutsche Bund unter Führung Preußens gegründet. Damit schied Österreich aus Deutschland aus. Dafür verzichtete Bismarck auf Landabtretungen Österreichs. Die Unabhängigkeit Bayerns, Württembergs und Badens wurde auf Drängen Frankreichs anerkannt.

Im Anschluss kam es zu Spannungen zwischen dem sich im Deutschen Krieg neutral verhaltenden Frankreich und Preußen. Äußerer Anlass für den deutsch-französischen Krieg von 1870/71 war die Kandidatur des Prinzen Leopold von Hohenzollern-Sigmaringen auf den spanischen Königsthron. Bismarck provozierte mit der manipulierten Veröffentlichung der so genannten Emser Depesche, in der die Forderung Frankreichs auf den Thronverzicht zurückgewiesen wird, den Krieg. Nach der Kriegserklärung durch Frankreich konnte Preußen alle deutschen Staaten und die übrigen europäischen Großmächte auf seine Seite ziehen. Durch eine überlegene Strategie und Logistik konnten die deutschen Heere das Frankreich des Kaisers Napoleons III in sechs Wochen durch den Sieg bei Sedan zur Kapitulation zwingen. In Paris bildete sich daraufhin eine republikanische Regierung, die nach anfänglicher Friedensbereitschaft die Forderung Preußens nach Abtretung Elsass-Lothringens ablehnte. Der Krieg wurde daraufhin fortgesetzt und endete erst 1871 mit der Kapitulation Frankreichs. Im Frieden von Frankfurt/Main wird Frankreich zur Abtretung Elsass-Lothringens und zur Zahlung einer Kriegsentschädigung verpflichtet. Die deutschsprachige Bevölkerung Elsass-Lothringens war vor 200 Jahren in Frankreich eingegliedert worden und fühlte sich mehrheitlich seit der französischen Revolution als Teil der französischen Nation.

Durch das Zugeständnis von so genannten Reservatrechten konnte Bismarck die süddeutschen Staaten zum Beitritt zum Norddeutschen Bund bewegen. So behielt z.B. Bayern die Hoheit über Post und Eisenbahn und im Frieden auch über das Militär. Die Gründung des durch den Beitritt entstandenen Deutschen Reichs wurde am 18.1.1871 im Spiegelsaal von Versailles vollzogen. Der preußische König erhielt den Titel eines "Deutschen Kaisers".

Das Deutsche Kaiserreich von 1871 bis 1918

Hauptartikel: Deutsches Reich

Die Reichsverfassung von 1871 betonte das monarchische Element. Der Kaiser, der zugleich auch König von Preußen war, konnte die Reichsregierung ernennen und absetzen. Darüber hinaus konnte er internationale Verträge schließen, bestimmte über Krieg und Frieden und hatte den Oberbefehl über das Militär. Das stärkste Organ war der Bundesrat, der sich aus Vertretern der Länder zusammensetzte. Die Landesparlamente selbst wurden aber in großen Teilen Deutschlands (wie in Preußen und Sachsen) nach einem Dreiklassenwahlrecht bestimmt. Der Reichstag dessen Vertreter durch ein allgemeines Wahlrecht bestimmt wurden und der das demokratische Element repräsentierte, hatte nur eine schwache Stellung. Einzig die Etatbewilligung fiel in seinen Hoheitsbereich. In ihm wurden zwar auch die Gesetze beschlossen, jedoch bedurften sie stets der Zustimmung durch den Bundesrat.

Die Verfassung war somit stark vom Obrigkeitsdenken geprägt. Damit war aber die Zukunft Deutschlands entscheidend von dem Geschick seiner Kaiser und den von diesen ernannten Reichskanzlern abhängig. Das föderalistische Element relativiert sich durch die Tatsache, dass Preußen über zwei Drittel der Landfläche und Bevölkerung und über ein faktisches Vetorecht bei Verfassungsänderungen im Bundesrat verfügte. Außerdem stellten die preußischen Könige den Kaiser. Die Elsässer und die im Reich lebenden Polen fühlten sich dem Reich nicht zugehörig und bildeten eigene Reichtagsfraktionen.

Um sich die Mehrheit im Reichstag für seine Ziele zusichern, verfolgte der Reichskanzler Bismarck eine Politik wechselnder Bündnispartner. Im Rahmen des Kulturkampf von 1871 bis 1886 gegen den Einfluss der katholischen Kirche und insbesondere den Ultramontanismus verbündete Bismarck sich mit den Liberalen. Wenngleich einige Maßnahmen nach Beendigung des Kulturkampfs wieder zurückgenommen wurden, blieb z.B. die Einführung der Zivilehe und die staatliche Aufsicht über das Schulwesen erhalten.

Der nächste Gegner Bismarcks stellten die Sozialisten dar. Die Stimmung in der Öffentlichkeit nach einem Attentatsversuch auf Kaiser Wilhelm I nutzte Bismarck 1878 zur Durchsetzung der so genannten Sozialistengesetze zum Verbot sozialistischer Vereinigungen. Die Gesetze waren bis 1890 in Kraft, konnten die Verbreitung sozialistischer Ideen aber nicht verhindern. Parallel dazu versuchte Bismarck durch eine Sozialgesetzgegebung einer Radikalisierung der Arbeiter entgegenzuwirken. So wurde 1883 eine allgemeine Krankenversicherung, 1884 eine Unfallversicherung und 1889 eine Rentenversicherung eingeführt. Weitergehende Forderungen der Sozialdemokraten wie Mindestlöhne oder Arbeitsschutzgesetze lehnte Bismarck aber ab.

Wirtschaftlich wurde infolge des durch die Reichsgründung entstandenen einheitlichen Wirtschaftsraums und begünstigt durch die französischen Zahlungen von Kriegsentschädigung ein rasantes Wirtschaftswachstum ausgelöst. Dieses mündete aber infolge Überhitzung 1873 in die Wirtschaftskrise des so genannten Gründerkrachs. Wirtschaftspolitisch verfolgte Bismarck anfangs einen Freihandelskurs, bei dem Zölle keine große Rolle spielten. 1879 setzte sich wegen steigender Konkurrenz durch ausländische Getreideimporte und unter dem Eindruck der Gründerkrise eine Schutzzollpolitikpolitik durch.

Außenpolitisch verfolgte Bismarck eine Politik des Gleichgewichts der Großmächte. Durch den Aufstieg zur stärksten Großmacht auf dem Kontinent durch die Reichsgründung, weckte Deutschland die Ängste seiner Nachbarn. Um Bündnisse der übrigen Großmächte gegen Deutschland zu verhindern, baute Bismarck mit diplomatischem Geschick ein Bündnissystem auf, das auf eine Isolierung Frankreichs hinauslief, das durch die Eingliederung Elsass-Lothringens zum Erzfeind wurde. 1879 schloss Bismarck mit Österreich das Defensivbündnis des so genannten Zweibunds, der später durch den Beitritt Italiens zum Dreibund erweitert wurde. Mit Russland schloss er 1887 ein Abkommen, das beiden Länder zu Neutralität bei einem Angriff des Vertragspartners durch ein Drittland verpflichtete.

Darüber hinaus errang Bismarck 1877/78 durch sein friedensrettendes Eingreifen in den Balkankonflikt zwischen England und Russland großes Ansehen. Um die Ängste der übrigen Großmächte zu dämpfen, verzichtete Bismarck auch auf territoriale Erweiterungen, stellte als Konzession an den Zeitgeist jedoch 1884/85 die kolonialen Erwerbungen deutscher Privatkaufleute in Togo, Kamerun, Südwest- und Ostafrika sowie im Pazifik unter den Schutz des Deutschen Reiches. Die wirtschaftliche Bedeutung der Kolonien blieb jedoch gering. Ein durch die schlechter werdenden deutsch-russischen Beziehungen drohendes Bündnis zwischen Frankreich und Russland zeigte aber auch die Grenzen des Bündnissystems auf.

Als 1890 Wilhelm II, der 1888 Kaiser wurde, Bismarck als Reichskanzler entließ, folgte eine Kurswende in der deutschen Außenpolitik. Im Gegensatz zu seinem sich zurückhaltenden Vorgänger nahm der neue Kaiser die Außenpolitik selbst in die Hand ("persönliches Regiment"). Die deutsche Ablehnung gegenüber Russland zur Erneuerung eines Rückversicherungsvertrags führte 1894 zum Defensivbündnis zwischen Russland und Frankreich. Das Engagement Deutschland in der Türkei durch die Planung einer Eisenbahnlinie bis Bagdad, rückte auch den konfliktgeladenen und schon zwischen Österreich und Russland umstrittenen Balkan in den Interessensbereich Deutschlands.

Die Innenpolitik war stark vom Strukturwandel und der sozialen Frage geprägt. Reichskanzlers Caprivi verfolgte einen Kurs sozialer Reformen. Weitere politische Reformen in der Folgezeit scheiterten jedoch.

Die Beglückwünschung Wilhelm II. 1896 an die Buren in Südafrika zum Sieg gegen England in der so genanten Krüger-Depesche verschlechterte auch die Beziehungen zu England stark. Der Aufbau einer eigenen Hochseeflotte nach dem so genannten Tirpitzplan verstärkte diese Spannungen noch. Als Deutschland ein Angebot Englands zu einem begrenzten Abkommen unter dem Motto "alles oder nichts" ausschlug, führte dies zum Ententesystem Englands mit Frankreich und Russland. Deutschland sah sich letztendlich mit dem einzig übrig gebliebenen Bündnispartner Österreich-Ungarn isoliert.

Als sich Deutschland gegen einen im Einvernehmen mit England angestrebten Erwerb Marokkos durch Frankreich unter Hinweis auf das Madrider Abkommen von 1880 wendete, kam es 1905 zur 1. Marokkokrise. Wilhelm II. landete in Tanger und begrüßte den marrokanischen Sultan als souveränen Herrscher. Die von Deutschland 1906 einberufene Konferenz von Algeciras endete mit einer diplomatischen Niederlage Deutschlands und zeigte die Isolierung Deutschlands.

Die rückhaltlose Unterstützung der Annexion Bosnien-Herzegovinas durch Österreich in der Bosnienkrise von 1908 verschlechterte das Verhältnis zu Russland weiter.

Als 1911 Frankreich sein Engagement in Marokko verstärkte, versuchte Deutschland durch das Kanonenboot "Panther" Druck auf Frankreich auszuüben, und forderte als Kompensation für den Erwerb Marokkos durch Frankreich das französische Kongogebiet. In einem Kompromiss bekam Deutschland schließlich einen unbedeutenden Teil Französisch-Kongos zugesprochen. Durch diese 2. Marokkokrise wurde allerdings Europa an den Rand eines Krieges gebracht und die Bindung zwischen Frankreich und England erstärkt.

Durch die Balkankriege von 1912 und 1913 verschoben sich die Machtverhältnisse auf dem Balkan durch den Niedergang der befreundeten Türkei und die Gebietsgewinne des mit Österreich verfeindeten Serbiens zuungunsten Deutschlands.

Die Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 in Sarajewo durch eine serbische Geheimorganisation, löste schließlich den Ersten Weltkrieg aus.

Weimarer Republik 1918 - 1933

Hauptartikel: Weimarer Republik

Zeit des Nationalsozialismus 1933-1945

Hauptartikel: Zeit des Nationalsozialismus

Das geteilte Deutschland von 1945 bis 1990

Hauptartikel: Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und Deutsche Demokratische Republik

siehe auch:

Das wiedervereinigte Deutschland seit 1990

Hauptartikel:
Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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Siehe auch:

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