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Geschichte Angolas



Zwischen dem 7 und 9. Jahrhundert ließen sich Bantu-Volksgruppen im Gebiet des heutigen Angola nieder.

Im 14. Jahrhundert wird im Norden Angolas das Königreich Kongo mit seiner Hauptstadt M'banza gegründet.

Im Jahre 1483 landete der portugiesische Seefahrer Diogo Cão als erster Europäer in der Region, was in den folgenden Jahren zur Errichtung von Handelsstationen an der Mündung des Kongo und entlang der Atlantikküste führte. Hauptzweck dieser Niederlassungen war der Sklavenhandel mit Brasilien, was sich erst mit dem Verbot des Sklavenhandels 1869 änderte. 1576 wird die heutige Hauptstadt Luanda gegründet. Angola wird offiziell zu einer portugiesischen Kolonie. Eine kurze Unterbrechung der portugiesischen Herrschaft über Angola trat zwischen 1641 und 1648 ein. In dieser Zeit kontrollierten die Niederlande das Land. Zur mythischen Figur im Kampf gegen die Kolonialherren wird Königin Nzinga von Matamba (Jinga). Angolas Autonomiestatus änderte sich 1951, durch die Umwandlung in eine portugiesische Überseeprovinz. Der Aufstand nationaler Kräfte, der im Jahr 1961 begann, wurde 1964 blutig niedergeworfen. Als Folge der Revolution in Portugal ("Nelkenrevolution",1974) erlangte Angola im darauf folgenden Jahr (1975) die Unabhängigkeit und seine erste autonome, mehrheitlich schwarze, Regierung.

Table of contents
1 Die erste Regierung
2 Friedensvertrag
3 Angola heute

Die erste Regierung

Die erste Regierung wurde aus Mitgliedern der drei wichtigsten Befreiungsbewegungen (MPLA, UNITA und FNLA) gebildet. Erster Staatschef wurde der MPLA-Führer Neto. Kurz nach der Unabhängigkeit brach ein Bürgerkrieg zwischen MPLA, UNITA und der FNLA aus, in den auch ausländische Mächte eingriffen (Kuba und Südafrika). Die FNLA stieg später aus den Kämpfen aus und überließ den Machtkampf der marxistischen MPLA und der westlich unterstützten UNITA.

Im Jahr 1991 einigten sich die beiden Bürgerkriegsparteien darauf, ein Mehrparteiensystem umzusetzen. Nachdem der heute amtierende Präsident José Eduardo dos Santos (MLPA) die durch die UN überwachten Wahlen gewonnen hatte, brach abermals Krieg aus. Der Auslöser war, dass die UNITA überzeugt war, es handle sich um Wahlbetrug.

Friedensvertrag

Das Lusaka Protokoll, ein Friedensvertrag zwischen der Regierung und der UNITA, sorgte 1994 für die Integration von ehemaligen UNITA-Rebellen in die Regierung. Eine nationale Einheitsregierung wurde 1997 ins Leben gerufen, dennoch begannen die blutigen Kämpfe wieder Ende 1998 und führten u.a. zur Vertreibung hunderttausender Menschen.

Präsident José Eduardo dos Santos setzte auf Grund des Konfliktes die Funktion der Demokratischen Instanzen außer Kraft. Am 22. Februar 2002 wurde Jonas Savimbi, der Führer der UNITA, erschossen, daraufhin wurde ein Waffenstillstand zwischen den beiden rivalisierenden Parteien geschlossen. Die UNITA gab ihren bewaffneten Kampf auf und nahm die Rolle der führenden Oppositionspartei an.

Angola heute

Obwohl sich die politische Lage in Angola zu normalisieren scheint, ließ Präsident dos Santos bis heute keine Demokratisierung des Landes zu. Heute zählen zu den ernsthaftesten Problemen Angolas die humanitäre Katastrophe und die große Zahl von Minenfeldern, beides als Resultate des 25 Jahre andauernden Bürgerkriegs. Die Guerillabewegungen im Norden des Landes die für die Unabhängigkeit der Enklave Cabinda kämpfen, stellen ebenfalls ein großes Problem für die Stabilisierung der Region dar.



     
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