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Germanistik



Germanistik (oft synonym verwendet für Deutsche Philologie bzw. Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft) hieß ursprünglich die Wissenschaft von Sprache, Literatur, Kultur, Religion, Volks-, Altertums- und Rechtskunde aller germanischen Völker.

Table of contents
1 Gegenstände und Bereiche der Germanistik
2 Geschichte der Germanistik
3 Weblinks
4 Siehe auch:

Gegenstände und Bereiche der Germanistik

Heute ist der Gegenstandsbereich weitgehend eingegrenzt auf die deutsche Sprache und Literatur. Die ursprüngliche Fachbreite ist an einigen Universitäten an der Gliederung der Germanistik-Institute erkennbar. So sind auch dem Germanistischen Seminar in Bonn, neben der Vergleichenden Literaturwissenschaft, die Skandinavistik und Niederlandistik angegliedert. Diesen so genannten kleineren germanischen Sprachen und ihren Literaturen widmen sich heute eigene Studiengänge. Die Germanistik hat die Aufgabe, die deutsche Sprache und Literatur in allen ihren historischen und gegenwärtigen Erscheinungsformen zu erforschen, zu dokumentieren und zu vermitteln. Dabei wird sie historisch in die ältere und neuere Germanistik, sachlich in Literaturwissenschaft und Linguistik aufgeteilt.

Die deutsche Sprachwissenschaft

Die deutsche Sprachwissenschaft untersucht die deutsche Sprache in ihren historischen Erscheinungsformen und der deutschen Gegenwartssprache:

Zudem analysiert sie die deutsche Sprache auf den verschiedenen Sprachebenen (Lautungen/Schreibungen, Flexionsformen, Wörter, Sätze, Texte), in ihrer sprachsoziologischen Schichtung (Umgangssprache, Schriftsprache) und in ihrer sprachgeographischen Gliederung.

Die deutsche Literaturwissenschaft

Die
Literaturwissenschaft befasst sich als Ältere deutsche Literaturwissenschaft mit der Literatur von den Anfängen im Frühmittelalter bis zum Übergang zur Neuzeit (ca. 16. Jahrhundert). Als Neuere deutsche Literaturwissenschaft beschäftigt sie sich mit der Literatur ca. seit dem 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Sie untersucht die Literatur systematisch nach Gattungen, Formen, Stoffen und Motiven sowie historisch nach Autoren und Epochen. Zentrale Arbeitsgebiete der deutschen Literaturwissenschaft sind die Edition, die Literaturgeschichtsschreibung und die Textinterpretation. Die Beziehungen der deutschen Literatur zu den Literaturen anderer Länder (Rezeptions- und Wirkungsgeschichte) und zu historischen Gegebenheiten, z.B im europäischem Kontext bilden weitere wichtige Arbeitsgebiete.

Die deutsche "Medienwissenschaft"

Zudem sucht die Germanistik im Medienzeitalter die Rückbindung an die Kommunikations-, Kultur- und Medienwissenschaften. Als Nebenzweig hat sich außerdem die Filmphilologie etabliert.

Geschichte der Germanistik

Als unsystematisch betriebenes Interessensgebiet einzelner Gelehrter lässt sich die Germanistik auf dem Gebiet der germanischen Altertumskunde bis Tacitus zurückverfolgen. Im Sinne einer deutschen Sprach- und Literaturkunde setzt sie jedoch erst mit der Erforschung und Veröffentlichung alter Rechts- und Geschichtsquellen sowie mittelalterlicher Bibelübersetzungen zur Zeit des Humanismus ein. Als selbständige Wissenschaft neben der Altphilologie und als Universitätsdisziplin wurde die Germanistik Anfang des 19. Jahrhunderts durch Georg Friedrich Benecke, die Brüder Grimm und Karl Lachmann begründet.

Weblinks

  

Siehe auch:




     
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