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Gaumata



Gaumata, war Oberhaupt der persischen Magier.

Nach dem Tode des Kyros II wurde sein ältester Sohn Kambyses Herrscher auf dem Königsthron der Achämeniden. Um Thronstreitigkeiten und Aufstände zu vermeiden, war es üblich, Konkurrenten beim Amtsantritt auszuschalten; Kambyses lies heimlich vor dem Ägyptenfeldzug seinen Bruder und möglichen Thronanwärter Brdya (Bardija) ermorden.

Diesen Umstand nützte der Oberpriester Gaumata während des Ägyptenfeldzuges, 522 v. Chr aus, sich als Brdya, als "falschen Smerdis", auszugeben. Herodot berichtet von einer Ähnlichkeit der Beiden. Von den Nachrichten aus der Heimat überrascht, ordnete Kambyses den Rückmarsch an, verstarb im Juli 522 v. Chr. jedoch an einer selbst verschuldeten Beinverletzung. Herodot berichtet darüber (III, 64):

als er geweint und über sein ganzes Unglück geklagt hatte, da springt er auf sein Pferd, in der Absicht, schnellstens nach Susa gegen den Mager zu ziehen. Doch als er hinaufspringt, fällt ihm der Knauf von dem Schwertgriff ab, und das blanke Schwert dringt ihm in den Schenkel.

Mit dem Tode des Kambyses war die direkte Linie der Achämeniden ausgestorben. Gaumata lies sich am 1. Juli 522 v. Chr zum König aller Perser krönen. Dareios I, Neffe und Lanzenträger des Kambyses beschloss nach der Rückkehr aus Ägypten, selbst Herrscher zu werden. Am 29. September 522 v. Chr kam es zu einer Entscheidungsschlacht zwischen Dareios I. und Gaumata bei Pasargadae. Auch nach dem Sieg und dem Tode des Gaumata war die Macht des Dareios I. nicht gefestigt. Insgesamt 19 Schlachten musste er schlagen und 9 aufständische "Lügenkönige" besiegen, um am 28. Dezember 521 v. Chr endgültig Herrscher über das ganze persische Reich zu werden. Diese Vorfälle lies Dareios I. im Felsen von Behistun in drei Sprachen festhalten und der Nachwelt überliefern.

Das "Fest des Magiertotschlages" sollen die Perser heute noch am 29. September feiern.

Literatur

siehe auch: Geschichte des Iran



     
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