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Ganeshida



Ganeshida
Systematik
Unterreich: Vielzeller (Metazoa)
Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
Unterabteilung: Hohltiere (Coelenterata)
''Stamm: Rippenquallen (Ctenophora)
''Klasse: Tentaculata
Ordnung: Ganeshida
Arten
  • Ganesha elegans
  • Ganesha annamita

Als Ganeshida bezeichnet man eine Ordnung von Rippenquallen (Ctenophora) aus der Klasse Tentaculata.

Table of contents
1 Aufbau
2 Verbreitung und Lebensraum
3 Stammesgeschichte
4 Systematik

Aufbau

Der Aufbau der Ganeshida ähnelt sowohl demjenigen der Lobata-Rippenquallen als auch dem der Cydippida-Arten: Der im Querschnitt kreisförmige, unkomprimierte Körper besitzt wie bei den ersteren einen von zwei kleinen muskulären Mundlappen begrenzten großen Mund, allerdings keine Aurikeln, kegelförmige, geißelbesetzte Fortsätze, wie sie die Lobata haben.

Durch die Mundlappen entsteht eine Art Schirm, der eine weite Höhlung auf der Mundseite abgrenzt. Der Schlund geht wie bei den Platyctenida-Arten nach außen kontinuierlich in die Schirmunterseite über.

Nach innen leitet er in den zentralen "Magen", von dem senkrecht zur Hauptkörperachse der Tiere insgesamt vier Interradialkanäle abzweigen. Diese zweiteilen sich dann, so dass acht Adradialkanäle entstehen, die ihrerseits in die unter den Kammrippen verlaufenden Meridionalkanäle münden. Zusätzlich laufen vom Magen zwei paragastrische Kanäle am Schlund vorbei zur Mundseite hin, wo sie sich in einem Ringkanal mit den acht Meridionalkanälen vereinigen.

Zum Beutefang dienen den Ganeshida zwei stark verästelte Tentakel, die mundseitig in Tentakelscheiden entspringen.

Verbreitung und Lebensraum

Die beiden Arten der Ordnung finden sich als planktonlebende Meerestiere weltweit in tropischen Gewässern.

Stammesgeschichte

Fossil ist die Ordnung nicht überliefert, so dass die Verwandtschaftsverhältnisse aus dem Vergleich mit anderen modernen Rippenquallen-Arten erschlossen werden müssen. Detaillierte morphologische oder molekulargenetische Analysen liegen allerdings noch nicht vor; die Präsenz zweier Mundlappen und eine oberflächliche Ähnlichkeit mit jungen Lobata-Rippenquallen deuten allerdings auf eine stammesgeschichtliche Beziehung zu dieser Gruppe hin, die Stellung des Schlundes ähnelt dagegen eher derjenigen der Platyctenida.

Systematik

Man unterscheidet zwei Arten, Ganesha elegans und Ganesha annamita, die in eine gemeinsame Gattung Ganesha und Familie Ganeshidae gestellt werden.




     
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